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Monat: Juni 2016

Kieler Woche 2016: Rea Garvey

Endlich ist es soweit. Die Kieler Woche öffnet ihre Pforten und versetzt die Stadt wieder eine Woche lang in den Ausnahmezustand. Gesperrte Straßen, überfüllte Busse, reichlich Bier, viele Musik-Acts und eigentlich schlechtes Wetter. Gestern zum traditionell freitags stattfindenden Soundcheck war uns Petrus allerdings gnädig und die Sonne zeigte sich.

Ein netter Nebeneffekt so eines Spektakels sind die zahlreichen Bands, Künstlerinnen und Künstler, die ihre Musik für die Zuschauer kostenlos präsentieren. Zu den musikalischen Highlights diesen Jahres zählen z.B. Royal Republic, Donots, Die Orsons, Grossstadtgeflüster, Joris, Odeville, Danko Jones, Bela. B oder die heavytones. Standardmäßig im Gepäck sorgen auch Lotto King Karl, United Four oder Torfrock immer für eine gute Stimmung.

Soundcheck mit Rea Garvey

Wir machten uns auf den Weg zur Hörn, wo die große Bühne von R.SH, delta radio und RADIO BOB! steht. Dort sollte um 19 Uhr der irische Musiker Rea Garvey mit seiner Band spielen. Wir kamen erst um 18:45, haben aber dennoch ein nettes Plätzchen gefunden. Der Platz war mit 12000 Menschen zu Konzert-Beginn komplett gefüllt und es konnte losgehen.Rea Garvey1Das Publikum war, wie immer zu solchen Veranstaltungen, von jung bis alt bunt gemischt. Mitklatschen und mitwippen ging soweit ganz gut. Bei weniger bekannten Songs lies die Stimmung jedoch merklich nach, da eben nicht nur die Hardcore-Fans den Weg an die Hörn gefunden haben. Rea lies sich davon nicht beeindrucken und verbreitete mit seiner sympathischen Art eine gute Stimmung.

Zu sehen und zu hören gab es eine 90-minütige Performance, bei der sowohl aktuelle Songs seines neuen Albums Prisma als auch bekannte Hits von ihm zum Besten gegeben wurden. Songs wie Can’t Say No oder Supergirl (orig. Reamonn) kennt eben fast jeder. Dazu wurde getanzt, gesungen und die Menge freute sich.

Den emotionalste Moment des Konzertes erlebte man wohl bei Reas Interpretation des keltischen Songs Black Is The Colour, den er selbst akustisch begleitete.Rea Garvey1Das Konzert selbst war nun nicht sonderlich spektakulär, aber dennoch ein guter Start für die kommende Woche. Mal sehen, wohin wir es noch überall schaffen.

Muse // Barclaycard-Arena Hamburg // 06.06.2016

Mit ihrem aktuellen Konzept-Album Drones waren Muse am vergangen Montag zu Gast in der Barclaycard-Arena im schönen Hamburg und hatten ein wahnsinnige Tech-Show, vollautomatisierte Drohnen und eine 360-Grad Bühne im Gepäck. Schon beim Betreten der Halle wusste ich, dass ein Abend der Extraklasse auf mich warten würde. Ich setzte mich bekleidet mit einem schönen Eventshirt und einem Becher Wasser in der Hand an die Seite. Mein Blick fiel auf die monströse Deckenkonstruktion, die mir beim Betrachten der Bühne gar nicht aufgefallen war. Was dort alles an Technik untergebracht war, wurde einem erst im Verlauf des Abends bewusst.Muse - 360 Grad BühneMuse - Deckenkonstruktion

Jack Garratt zum warm werden

Zur Eröffnung des Abends gab es den sympathischen Briten Jack Garratt auf die Ohren. Einige Menschen um mich herum, schauten etwas verwirrt und waren erstaunt, was der Singer-Songwriter und Multi-Instrumentalist da auf der Bühne vollbrachte. Und tatsächlich: Wenn man ihn noch nie zuvor gehört oder gesehen hatte, würde man vielleicht nicht erwarten, dass der etwas schüchtern wirkende Mann hinter der Cap SO etwas auf die Bühne bringt.

Vom Auftreten her erinnerte er mich etwas an Ed Sheeren, wie er da verloren auf der großen Bühne stand. Bewaffnet mit Loop Station, Keyboard und Schlagzeug machte er sich dann ans Werk und lieferte eine halbstündige Performance ab. Als er bei den letzten beiden Songs dann noch seine Gitarre in die Hand nahm und einige klasse Soli hinlegte, klappten die Münder um mich herum noch weiter nach unten. Das bunt gemischte Publikum applaudierte und war begeistert. Die Stimmung war gut aufgelockert und alle warteten sehnsüchtig auf die große Show von Bellamy, Wolstenholme und Howard.

Licht aus, Muse an

Zunächst folgte eine Ansage. Man solle bitte den Blitz seines Smartphones oder seiner Kamera ausschalten, um jeden Besucher das bestmögliche Erlebnis gewährleisten zu können. Sehr löblich und von den meisten Anwesenden auch umgesetzt.

Die Band ließ uns etwas warten, bis um 21:15 endlich das Licht erlosch. Die Menge jubelte und Bellamys sphärische Stimme zum Intro Drones, welches vom Tape gespielt wurde, erklang. Dazu wurden zwölf kugelige und mit LEDs gespickte Drohnen aus der Deckenkonstruktion gelassen. Eine perfekte Inszenierung, die aber eher faszinierend und mal so gar nicht zu dem ernsten Thema passte, welches textlich über das runde Display, oberhalb der Bühne, waberte.Muse - DronesDanach krachte Bellamys Gitarre aus den Boxen und es ging mit Psycho und Reapers erst richtig los. Die politische Message des Albums wurde einem so, direkt am Anfang der Show, ins Ohr gepustet. Matthew tänzelte über die sich drehende Bühne, inmitten der Fans, und setze gekonnt seine Gitarre in Szene. Er ist einfach eine coole Rampensau.

Bei dem dramatischen The 2nd Law: Isolated System störte mich ein wenig das Klatschen der Menge. Der Song lädt zwar dazu ein, im Takt mit zu klatschen, aber ich finde er lebt einfach davon, dass man sich ihm hingibt und es einfach auf sich wirken lässt. Sei es drum.Muse - The 2nd Law: Isolated SystemZu The Handler erlebte man wohl den visuellen Höhepunkt der Show. Wolstenholme und Bellamy hingen an überdimensionalen Händen, die auf heruntergelassenen Gaze-Vorhängen projiziert wurden. Die Musiker hingen quasi wie Marionetten an den Händen und performten den Song. Howard am Schlagzeug wurde dabei immer wieder von Lichtblitzen erleuchtet. Ein Genuss für die Augen und Ohren.

Die Setlist bot für jeden etwas und war gespickt mit einer Vielzahl von Songs des aktuellen Albums, wobei natürlich diverse Klassiker, wie Bliss, Hysteria und Time Is Running Out nicht fehlten. Einzig Plug in Baby wurde von manchen Fans schmerzlich vermisst, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Im Gegenteil.  Zeit zum Durchatmen gab es nicht, weder für die Zuschauer noch für Schlagzeuger Dominic Howard. Muse feuerten einen Song nach dem anderen heraus und man war die ganze Show über wie elektrisiert. Muse - Supermassive Black HoleDie Drohnen verwandelten sich bei Supermassive Black Hole zu tanzenden Disko-Kugeln, die ihre Formationen flogen. Dies bot zusammen mit der Lichtshow einen wunderbaren Anblick. Bilder und Worte alleine lassen einen aber nicht beschreiben, wie gut das alles wirklich zusammen passte.Muse - The GlobalistAls Schlusspunkt des regulären Sets gab es den neuen Track The Globalist. Bei dem Song flog eine Riesendrohne durch die Halle, welche natürlich alle Blicke auf sich zog. Ich konnte förmlich Bellamys Grinsen hören, weil er wusste, dass auch diese Inszenierung wieder perfekt funktionierte.Muse - Riesendrohne

You and I must fight for our rights

Nachdem Drones ein weiteres Mal vom Tape gelassen wurde, folgte auch prompt die Zugabe, bestehend aus Mercy und Knights of Cydonia. Zu Mercy zog die Effektkiste nochmal alle Register und feuerte eine große Anzahl an Konfettikanonen ab.Muse - MercyKnights of Cydonia als pompöser Abschluss einer fantastischen Show passte einfach perfekt. Wer es bis jetzt immer noch nicht geschafft hatte, sich von seinem Sitz zu erheben oder mit zu springen, tat es jetzt in jedem Fall. 11000 Fans tanzten, sangen und wurden Augenzeuge einer bombastischen Show. Bellamy legte die Gitarre nieder und die Band verließ unter tosendem Applaus die Bühne. Die Fans der ersten Reihe wurden abgeklatscht (so auch ich, weil ich schnell zum Gitter hinter mir gelaufen bin) und das Spektakel war beendet.MuseEin knapp zweistündiger, audiovisueller Orgasmus lag hinter mir und ich verließ überglücklich die Halle. Die 360-Grad Bühne wirkte in Kombination mit der Technik einfach unglaublich gut. Klar hätte man Plug in Baby gerne gehört, aber das Geld für die Karte hat sich definitiv bezahlt gemacht. So eine „größenwahnsinnige“ Performance habe ich bisher noch nie erlebt. Die Show selbst, die diversen visuellen Effekte und der laute, druckvolle Sound waren einfach überragend. Danke Muse. Was ein Abend!

Setlist – Muse – 06.06.2016 Hamburg:

  • Drones (Intro)
  • Psycho
  • Reapsers
  • Bliss
  • Dead Inside
  • Map of the Problematique
  • The 2nd Law: Isolated System
  • The Handler
  • Resistance
  • Supermassive Black Hole
  • Prelude
  • Starlight
  • Feeling Good
  • Munich Jam
  • Madness
  • [JFK]
  • Interlude
  • Hysteria
  • Time Is Running Out
  • Uprising
  • The Globalist
  • Drones (Outro)
  • Mercy
  • Knights of Cydonia

AC/DC // Volksparkstadion Hamburg // 26.05.2016

For those about to rock – we salute you! Was war das im Vorfeld für ein Wirbel. Als bekannt wurde, dass Sänger Brian Johnson aufgrund drohender Taubheit nicht als Sänger bei den restlichen Konzerten der Rock Or Bust World Tour fungieren würde, musste ein neuer Sänger gefunden werden. Die Wahl fiel auf Guns N‘ Roses Frontmann Axl Rose. Die Entrüstung seitens der Fangemeinde war relativ groß und es gaben viele Leute ihre teuren Karten zurück. Ein Fehler wie ich fand. Die ersten Amateurvideos ließen vermuten, dass AXL/DC wohl doch funktionieren kann.

Angekommen im schönsten Stadion Deutschlands ging die lange Wartezeit dann los. Leckeres Schäbiges Bier für abartige 5€ wurden vertilgt und das teure Merchandise begutachtet. Fünfunddreißig verdammte Euro (in Zahlen: 35€) für ein blödes T-Shirt waren dann aber selbst mir zu viel und so ging es schnell in den vorderen Bereich des Innenraums. Das Stadion füllte sich recht langsam, aber pünktlich um 19 Uhr dröhnten erste Töne aus den massiven Boxen.

Tyler Bryant and the Shakedown

Die in Deutschland noch weitgehend sehr unbekannte Band um Frontmann Tyler Bryant, die normalerweise in Clubs oder kleineren Hallen spielt, lieferte eine echt routinierte Show. Dem Quartett machte es sichtlich Spaß die große Bühne zu rocken und es war ein Genuss zuzuhören. Die Band bot eine Mischung aus groovigem Rock und etwas Blues. Man wippte mit und Tyler Bryant versuchte durch Soli, ordentlichem Gesang und seinem Gerenne auf der Bühne die Menge anzuwärmen. Da sollte man auf jeden Fall mal reinhören!

Insgesamt durften sie dem Publikum eine dreiviertel Stunde lang einheizen, bevor es dann in eine Umbaupause überging.

Hell, It’s about time!

21:35. Das Licht ging aus, das bombastische Intro startete und 46000 Leute rasteten komplett aus. Die Gitarre von Angus Young und die Stimme von Axl Rose erklangen und ab ging die wilde Fahrt. Das Set begann mit Rock Or Bust, dem Titelsong der Tour, was auch gleichzeitig sowas wie das ‚Motto‘ der Band darstellt. Unglaublich wie Gitarrist Angus Young, wie ein junger Gott, über die Bühne tänzelte. Sofern AC/DC das Sänger-Problem in den Griff bekommt, werden die in 20 Jahren noch Musik machen. Ob das Not tut, muss jeder für sich entscheiden. Aber zurück zum Wesentlichen. Schon nach den ersten 3 Songs (Rock or Bust, Shoot to Thrill, Hell Ain’t a Bad Place to Be) erlangten meine Ohren den Taubheitsgrad 1. Die 40 zusätzlichen Verstärker auf der Bühne sorgten für ordentlichen Bums und noch den Tag danach hatte ich ein monotones Rauschen im Ohr. Weiter ging es mit Back in Black!

Dadurch, dass nun Axl Rose am Mikrofon agierte, wurde die sonst eher starre Setlist etwas verändert. Natürlich waren die bekanntesten Song mit dabei, aber es gab auch Song, die sonst vor 30 Jahren zuletzt live gespielt wurden. Hierbei sorgten unter anderem Riff Raff und Given The Dog A Bone unter der Fangemeinschaft für Begeisterung. Die Show war allgemein von Weltformat. Hells Bells wurde durch die obligatorische Glocke eingeläutet, Rosie war natürlich auch dabei und zu Highway to Hell „brannte“ förmlich die Bühne.

AC/DC - Hells Bells
AC/DC – Hells Bells
AC/DC - Whole Lotta Rosie
AC/DC – Whole Lotta Rosie

AXL/DC

Kritik an Axl/DC?

Die Kritik an Axl Rose kann ich nicht nachvollziehen. Er mag zwar in früheren Zeiten Aussetzer gehabt haben und seine Divenhaftigkeit kann man keinesfalls gut heißen, aber was der Mann an diesem Abend geleistet hat, war phänomenal. Der massive Druck von außen und eine schwere Fußverletzung hielten ihn nicht davon ab, die Bühne zu rocken und die Band mit seiner Energie und seiner gewaltigen Stimme, die wirklich gut passte, durch das Set zu leiten. Er blieb dabei seiner Linie treu (Cowboyhut, zerrissene Jeans, Goldketten) und auch die Teleprompter seien ihm verziehen. Es ist vielleicht nicht mehr zu 100% AC/DC, aber trotzdem passte diese Kombination teuflisch gut.

AC/DC - Angus Young

Der Mann des Abends hieß jedoch Angus Young. Unmenschlich. Was der Mann auf der Bühne für eine Energie und eine Spielfreude an den Tag legt ist Wahnsinn! Immer wieder machte er sich auf den Weg über den Steg auf die kleinere Bühne und feuerte ein Riff nach dem anderen heraus. Nach Let There Be Rock verzückte er uns mit einem 15-minütigen Solo. Ein Genuss! (Obwohl es mir nach 10 Minuten schon anfing auf den Sack zu gehen.)

Fazit

Ein rundum gelungener Abend nahm um 22:50 mit For Those About to Rock sein Ende. Das Abfeuern der mitgebrachten Kanonen sorgte nochmal für ein Erschüttern des Trommelfells. Die Show endete mit einem großen Knall, einem Feuerwerk und den letzten Töne aus der Gitarre von Angus Young. Ich habe danach noch mit anderen AC/DC Fans gesprochen, die die Band schon öfter gesehen haben. Dort herrschte ebenfalls fast einstimmig die Meinung, dass das ein geiles Konzert und Axl Rose als Sänger ein würdiger Ersatz war/ist.

AC/DC - For Those About To Rock

AC/DC – we salute you!

Filmreview: Warcraft – The Beginning

Warcraft: The Beginning. Ja richtig liebe Journalisten dort draußen: Warcraft und nicht World of Warcraft. Die Geschichte spielt lange vor dem MMORPG und behandelt den ersten Krieg zwischen den Orcs und den Menschen. Von den meisten Fans geliebt, von den Kritikern zum Teil sehr zerrissen. Ich bleibe bei dem Review einigermaßen spoilerfrei, sodass ihr den Artikel ohne Bedenken lesen könnt.

Als langjähriger Fan des Warcraft Universums war es natürlich selbstverständlich, dass dies für mich zu einem Pflichtbesuch im örtlichen Kino wurde. Ich warte seit etlichen Jahren auf diesen Film und war dementsprechend bis in die Haarspitzen gehypt (ja das Wort steht so im Duden). Letzte Woche Freitag war es endlich soweit und ich konnte, mit meinem extra angeschafften Allianz-Shirt, das Kino stürmen. Der Film begann und schon ab der ersten Szene wusste ich: Das wird ein großartiger Abend!

Story im Kinoformat

Ich kann euch gar nicht so genau sagen, wie viele Stunden ich in der Warcraft Welt schon unterwegs war. Es wird sich hierbei aber sicherlich um eine (wenn auch kleine) vierstellige Stundenzahl handeln. Die Lore ist mir deswegen natürlich gut bekannt, auch wenn ich nicht alle Einzelheiten kenne und auch nicht jedes Buch gelesen habe. Und ja der Film weicht zum Teil sehr davon ab, aber das tut diesem eher recht als schlecht. Wer sich daran stört, dass die Lore in dem Film verändert wird und quasi eine Art Alternative Zeitlinie erschaffen wird, wird den Film wohl eher weniger gut finden. Um solch eine Story aber in einen Kinofilm packen zu können, damit ihn jeder versteht und man nicht jedes Detail erklären muss, musste es eben Veränderungen geben. Ihr dürft also kein Herr der Ringe erwarten, wo einem eine halbe Stunde lang auf dem Pferd reitend die Landschaft gezeigt wird. Warcraft: The Beginning ist ein Film bei dem es Schlag auf Schlag geht, wobei 20-30 Minuten mehr dem Film sicherlich gut getan hätten. So werden quasi in jeder Szene neue Charaktere vorgestellt und gerade bei den Orcs müssen sich Laien erst einmal daran gewöhnen, dass es verschiedene Clans gibt und dann versuchen einzuordnen, wer wo hingehört.

Quelle: http://www.warcraft-intlfilm.com/de/
Quelle: http://www.warcraft-intlfilm.com/de/

Die Inszenierung des Films ist grandios. Schon im Blizzard-Logo am Anfang des Films sind erste Easter-Eggs versteckt, die sich durch den Film durchziehen und für den ein oder anderen nostalgischen Lacher sorgen. Die Gestaltung der Landschaft und der Charaktere finde ich ebenso grandios. Sei es Sturmwind, Eisenschmiede, Westfall oder die Darstellung und Aufmachung der Orcs. Die schauspielerische Leistung war durchweg gut, auch wenn ich in Travis Fimmel (im Film: Anduin Lothar) immer Ragnar Lothbrok aus der Fantasy-Serie Vikings sehe.

Auf dem Youtube-Channel von Comicbook.com bekommt ihr einige Einblicke in die Dreharbeiten in Form von kleineren Videoausschnitten. Falls es euch interessiert, schaut ruhig mal rein.

Kleine Kritikpunkte

Die CGI Effekte und das 3D wirkten in weiten Teilen des Films sehr stimmig. Trotz all des Lobes gibt es von meiner Seite aus auch ein paar kleinere Kritikpunkte. Einige 3D-Effekte, gerade bei schnellen Kampfszenen waren extrem verwischt. Wie angesprochen fand ich den Film auch etwas zu schnell und manche Szenenwechsel waren dann doch etwas irritierend. Die Rohvariante des Films bot wohl etwa 40 Minuten mehr an Filmmaterial, welches wir dann hoffentlich in einer Extended Version zu sehen bekommen. Als Warcraft Fan habe ich natürlich eine große rosafarbene Fanbrille auf. Wenn ich die Brille abnehmen würde, wäre der Film wahrscheinlich nur ein guter Durchschnittlicher-Fantasy-Film, der aber durchaus sehenswert ist.

Weitere Filme?

Ich hoffe sehr, dass Warcraft: The Beginning nach den Meldungen aus Deutschland, auch in Vereinigten Staaten und der Volksrepublik China zum Erfolg wird, damit der Weg für weitere Filme frei ist. Regisseur Duncan Jones hat in Interviews bestätigt, dass er gerne eine Trilogie drehen würde und das Zepter dann weiter geben möchte. Mich persönlich würde es sehr freuen noch weitere Filme oder Serien im Warcraft Universum erleben zu können.

Für Azeroth! Für die Allianz!

Soundtrack

Den wirklich großartigen Soundtrack des deutsch-iranischen Komponisten Ramin Djawadi (u.a. Game of Thrones) könnt ihr euch hier anhören:

Birdy // Docks Hamburg // 20.04.2016

Am 20. April war ich in Hamburg zu Gast, genauer gesagt im ausverkauften Docks. Dort präsentierte die erst 19 –Jährige Britin Jasmine van den Bogaerde, besser bekannt als Birdy, ihr jetzt schon drittes Album Beautiful Lies. Merchandise? Leider Fehlanzeige. So ging es direkt zur Bühne und das Warten begann. Das Docks füllte sich sehr schnell und pünktlich um 21 Uhr ging die Show dann los.

Der Opener: Dan Owen

Zur Eröffnung des Abends kam ein junger Mann namens Dan Owen auf die Bühne, der Birdy bei dieser Tour begleitete. Dan nahm seine Gitarre in die Hand und fing an zu spielen. Seine Musik lässt sich am ehesten als eine Mischung aus Country, Blues und Rock beschreiben, gepaart mit einer Stimme, die eigentlich eher weniger zu seinem Aussehen passt.

#danowen #hamburg 🇩🇪

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Zwischendurch gab es immer wieder kurze Ansagen, warum er den Song geschrieben hat und er versuchte merklich mit dem Publikum zu interagieren. Als letzten Song spielte Dan Little Red Roster von seiner EP Bad for Me, den ich euch allen wärmstens ans Herz legen möchte. Mit Gitarre, Stompbox und Mundharmonika ist er bei dem Song unglaublich abgegangen. Das Publikum war begeistert und alle freuten sich auf Birdy.

Leider schenkte das hintere Drittel der Location dem sympathischen Briten wenig bis gar keine Aufmerksamkeit. In den Pausen und in den leiseren Passagen trat immer wieder ein Brummen und Tuscheln aus dem Hintergrund, was mich sehr störte.

Endlich Birdy

Es folgte eine längere Umbaupause, wo sogar noch einmal das Klavier geputzt und mit dem Pinsel entstaubt wurde. Dann betrat Birdys fünfköpfige Band die Bühne und fing mit dem Intro zum ersten Song Growing Pains des neuen Albums an. Kurz danach kam Birdy aus dem Hintergrund und setzte sich ans Klavier, welches sie außer für 3 Songs nicht mehr verließ. Vier Lightspots richteten sich auf Birdy und sie stimmte mit in den Song ein. Besonders gefiel mir, dass die Gitarristin und die Keyboarderin zum Teil Birdy gesanglich supporteten, was ein schönes Stimmvolumen kreierte. Danach ging es etwas ruhiger mit einem ihrer bekanntesten Songs People Help the People weiter.

Birdy5

Es folgten unter anderem ihre Coversongs vom ersten Album Young Blood (orig. The Nakend and Famous) und Shelter (orig. The XX). Die Setlist bot allgemein eine gute Mischung aus älteren Songs, wie Wings und natürlich auch eine Auswahl an neueren Songs wie Beautiful Lies oder Wild Horses.

#birdy #hamburg 🇩🇪

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Eines meiner Highlights des Abends war der Song Words as a Weapon. Die Kombination aus Gitarre, der Stimme und des sich langsam aufbauenden Songs gepaart mit der Geige wirkt live einfach unglaublich gut.

Birdy - Words as a Weapon

Vor der Zugabe gab es natürlich die erste Singleauskopplung des neuen Albums Keeping Your Head Up, wo auch beim Publikum etwas Tanzstimmung ausbrach. Selbst Birdy erhob sich von ihrem Klavierstuhl und performte den Song in der Mitte der Bühne.

Eine engelsgleiche Stimme

Viele Worte verlor die junge Britin zwischen den Songs nicht und nach etwa 90 Minuten und 20 Songs verließ die Band die Bühne und Birdy kündigte ihren letzten Song des Abends Skinny Love (orig. Bon Iver) an. Ein magischer Moment. Der komplette Saal war plötzlich still und Birdy sang ihren Song nur begleitet von ihrem Klavier. Gänsehaut!

Ich habe zum ersten Mal bei einem Konzert kaum einen Song wirklich mitgesungen. Sicher hätte ich das tun können, die Texte hätte ich gekannt. Doch gerade bei den ruhigen Songs stand man einfach nur da, schloss die Augen und ließ diese fabelhafte Stimme auf sich wirken, die live noch viel besser klingt als auf CD. Ein wahrlich schöner Abend.

It’s good to be back!

Wie oft ich diesen Beitrag hier in ähnlicher Form schon einmal geschrieben habe, vermag ich gar nicht zu zählen. Nein, ich habe hierfür eigentlich keine Zeit. Ja, ich habe Bock darauf und soviel erlebt in letzter Zeit, worüber ich gerne schreiben möchte. Also was nun? Die simple Antwort ist: einfach wieder anfangen!

Ich habe mich die letzten Wochen echt immer wieder zusammen reißen müssen WordPress nicht zu öffnen, da ich wusste, dass ich allerhand zu tun habe und eh nicht zum bloggen komme. Meine Zeit ist momentan wirklich rar gesät. Das Semester endet in etwa 5 Wochen und die Zeit verfliegt momentan sowieso schon so schnell.

Nichtsdestotrotz brennt es einfach in mir. Ich war die letzten Tage auf der Suche nach einem passenden Theme und habe schon einmal 1-2 Artikel fertig geschrieben. Meine Wahl fiel nun auf das Author Theme von CompeteThemes. Es ist minimal gehalten, responsiv und erfüllt fast alle meine Anforderungen. Mit der Zeit werde ich versuchen, etwas Farbe in den Blog zu bringen und das Design ggf. noch etwas zu verändern, da dies noch relativ unspektakulär aussieht. Trotzdem steht die Readability im Vordergrund und diese ist auf jeden Fall gegeben! Und so werde ich einfach bloggen, wenn ich gerade Spaß habe und es etwas Nennenswertes zu berichten gibt. Alte Artikel, die ich noch lesenswert finde, werde ich in nächster Zeit überarbeiten und wieder online stellen.

Hier übrigens meine ersten neueren Artikel: