Zum Inhalt

Fluffiger Indie-Pop zum Verlieben: JOCO mit ihrem neuen Album „Into the Deep“

am 25.08.2017 über Columbia veröffentlicht

Das norddeutsche Schwestern-Duo JOCO veröffentlicht mit Into the Deep ihr Zweitwerk, das einen wieder dahin schweben lässt. Wie beim Debut Horizon haben die beiden auch diesmal wieder alles selbst arrangiert und getextet. Zudem wurde das Album zum Großteil wieder in den legendären Abbey Road Studios aufgenommen und von Grammy-Gewinner Steve Orchard produziert, der sonst mit Größen wie Coldplay oder Paul McCartney zusammenarbeitet. Diese Kombination war auch schon beim Debut erfolgreich. Stimmlich harmonieren die Schwestern Josepha und Cosima Carl wieder unfassbar gut zusammen und pressen ihr Talent in 13 neue Stücke.

Tiefgründing ins Herz

Into the Deep zeigt uns von Anfang an, dass hinter der Musik ein sehr vertrautes Duo stecken muss. So ein inniges und perfektes Zusammenspiel zweier Stimmen erlebt man schließlich nicht oft. Aber auch abseits der Stimmen hat das Album einiges zu bieten. Jeder einzelne Song ist klanglich bis in die letzte Tiefe fein ausgetüftelt und es ist ebendiese Perfektion in der gesamten Produktion, in der ich mich immer wieder verliere. Bei jedem Durchgang lassen sich neue Feinheiten entdecken, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Trotzdem hätte ich mir in einigen Stücken vielleicht etwas Mut gewünscht, da manche Songs dann doch etwas glatt und perfektionistisch produziert worden sind. Vielleicht entfaltet sich die komplette Genialität auch erst, wenn man die Band live erlebt.

Auf dem Album findet sich mit „Kopfkarussell“ auch ein erster deutschsprachiger Song der beiden, in dem direkt bewiesen wurde, dass Joco auch auf deutsch funktionieren. Textlich findet man auf dem Album so einiges, wenn man danach sucht. Flucht aus dem Alltag, Selbstfindung und -achtung, Alltäglichkeiten; alles verpackt in tiefgründigen Lyrics, die nicht sofort ihre ganzen Geheimnisse offenbaren.

Into the Deep macht da weiter, wo Horizon vor 2 Jahren aufgehört hat. JOCO entwickeln ihren Sound gezielt weiter und erweitern ihr großes Klang-Repertoire, um mit wenigen Mitteln große Klänge zu erzeugen. Brillanter und fluffig leichter Indie-Pop, der sich schnell seinen Weg mitten ins Herz sucht. Wer es zulässt findet mit JOCO wieder einmal Musik zum Erleben und Träumen.

Tracklist JOCO – Into the Deep (VÖ: 25.08.2017)

  1. No Turning Back
  2. City Shore
  3. Racquet
  4. Loneliness
  5. You Make My Heart Explode
  6. Whale Song
  7. Pandora Drive
  8. Kopfkarussell
  9. Rooftop
  10. Full Moon
  11. Thinking of You
  12. Bavaria
  13. Lost Keys

Die beiden Damen werden mit ihrem neuen Album zudem auf „Into the Deep 2017“ Tour gehen:

  • 25.10.2017 – Hamburg, Mojo Club
  • 26.10.2017 – Köln, Stadtgarten
  • 28.10.2017 – Mainz, Kulturclub schon schön
  • 29.10.2017 – München, Feierwerk/Kranhalle
  • 30.10.2017 – Leipzig, Neues Schauspielhaus
  • 31.10.2017 – Berlin, Maschinenhaus in der Kulturbrauerei

JOCO: Webseite | Facebook | Instagram | Twitter

Titelbild: Katja Ruge

Falls euch der Artikel gefallen hat, so teilt oder kommentiert ihn gerne!

Veröffentlicht inAlben ReviewsMusik

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.