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Filmreview: Logan – The Wolverine

Ab dem heutigen Tag (02.03.2017) ist Hugh Jackman zum Letzten Mal in seiner Rolle als Wolverine auf der Kinoleinwand zu sehen. Auch Patrick Stewart als Professor X wird die X-Men mit seiner Anwesenheit nicht weiter beehren. Regisseur James Mangold (Wolverine: Der Weg des Kriegers)  hat mit einem (für Superhelden-Filme) kleinen Budget ein starkes Actionspektakel gezaubert, ganz ohne großes Effektgewitter. Die Story ist relativ einfach gehalten, dafür aber echt emotional und die FSK 16-Freigabe steht dem Film außerordentlich gut. All dies resultiert in dem besten Wolverine-Film, einen der besten X-Men-Filme sowie vielleicht auch in einem der besten Marvel-Filme bis dato: Logan – The Wolverine.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die Story ohne wirklich viel zu spoilern:

In der Welt des Jahres 2029 sind Mutanten Geschichte, beinahe jedenfalls: Der gealterte Logan alias Wolverine (Hugh Jackman) ist einer der wenigen verbleibenden Menschen mit außergewöhnlichen Kräften und verbringt seine Tage an einem verlassenen Flecken Erde nahe der Grenze zu Mexiko, wo er sein Geld als Fahrer verdient und ihm nur zwei weitere Mutanten Gesellschaft leisten: Caliban (Stephen Merchant) und Charles Xavier alias Professor X (Patrick Stewart), dessen einst so brillanter und mächtiger Verstand von regelmäßigen Anfällen heimgesucht wird. Doch Logans selbstauferlegtes Exil endet eines Tages abrupt, als eine mysteriöse Frau ihn darum bittet, sich um die junge Mutantin Laura (Dafne Keen) zu kümmern und diese in Sicherheit zu bringen. Bald schon muss sich der krallenbewehrte Krieger mit dunklen Mächten und einem Bösewicht aus seiner eigenen Vergangenheit auseinandersetzen, um Laura zu beschützen.

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Hugh Jackman mit großartiger Performance

Wie anfangs erwähnt, ist der Film ein Actionspektakel ohne dabei groß auf Effekte zurückzugreifen. An einigen Stellen ist er echt brutal und manchmal ist diese Brutalität auch vielleicht etwas zu viel. Trotzdem muss man dem Film zu Gute halten, dass die erwachsene Orientierung knallhart durchgezogen wurde. Schon zu Beginn wird auf Wolverine eingeschossen, bis seine Krallen dann die Köpfe und Kehlen der Angreifer durchstoßen. Mich würde mal interessieren, wie viele Leute alleine durch Wolverine in dem Film gestorben sind. Der Film genehmigt sich aber auch einige Momente der Ruhe, in denen sich Wolverine gerne einmal ausruht.

Die schauspielerische Leistung vom kompletten Cast ist erste Sahne! Sowohl Hugh Jackman als geschwächter Wolverine als auch Patrick Stewart als von Anfällen geplagter Professor X liefern auf ihre alten Tage noch einmal ordentlich ab. Dafne Keen als junge Mutantin mit ihrem Leinwand-Debut ebenso.

Zudem zeigt Mangold in 137 Minuten, wie ein Superhelden-Film aussehen kann, ohne dass alles bunt und glatt erscheinen muss. Logan – The Wolverine bietet eine gute Alternative zum Superhelden-Einheitsbrei und ist ziemlich blutig sowie dreckig und erinnerte mich manchmal ein wenig an Mad Max. Nach dem Erfolg von Deadpool mit einer FSK 16-Freigabe traute man sich endlich mal was und ich hoffe, dass sich weitere Marvel-Filme davon eine Scheibe abschneiden. Denn Logan – The Wolverine ist vor allem eines: Ganz großes Kino!

Ein kleiner „Spoiler“ noch am Rande: Als wir gestern in der Vorpremiere saßen sind mindestens 90% der Leute nach dem Film noch sitzen geblieben und haben die Credits abgewartet. Man wurde allerdings enttäuscht. Auf eine Post-Credit-Szene wurde bei Logan – The Wolverine verzichtet.

Titelbildquelle: Trailer #2 Logan

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