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mother! – Packender Psycho-Thriller mit Jennifer Lawrence und Javier Bardem (Filmreview)

Darren Aronofsky (u. a. Black Swan, Requiem For A Dream) bringt mit mother! einen packenden Psycho-Thriller auf die Kinoleinwände. Nachdem die verschiedene Teaser/Trailer zu dem Film, die man im Kino gesehen hat, alles andere in den Schatten gestellt haben, war unser Interesse geweckt. Schon die Machart der Trailer war komplett unterschiedlich zu dem, was man sonst kennt. Dies zieht sich auch durch den Film und ließ den Kinobesuch zu etwas ganz besonderem werden. Zudem liefern Jennifer Lawrence und Javier Bardem in den Hauptrollen eine fantastische Leistung ab.

Worum es geht (Achtung kleine Spoiler!):

Ein Dichter (Javier Bardem) und seine Ehefrau (Jennifer Lawrence) haben sich in die Abgeschiedenheit eines viktorianischen Landhauses zurückgezogen. Er versucht, seine Schreibblockade zu überwinden. Sie richtet das Haus ein, kocht essen, wäscht – und wird zunehmend von alptraumhaften Eindrücken geplagt. Plötzlich steht überraschender Besuch vor der Tür: ein Fremder (Ed Harris) und wenig später dessen Ehefrau (Michelle Pfeiffer). Das Paar wird vom Dichter eingeladen, zu bleiben – obwohl die junge Frau des Künstlers, der die Aufdringlichkeit der Besucherin nicht behagt, Bedenken hat. Und die nächste Invasion des Refugiums lässt nicht lange auf sich warten: Die Söhne (Domhnall und Brian Gleeson) des fremden Ehepaares tauchen auf und tragen ihren zunehmend heftigeren Streit im Haus aus…

Filmstarts.de

Ein Film der fasziniert

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Nach dem Film saßen wir, während der Credits, noch minutenlang im Kinosaal und haben das Erlebte auf uns wirken lassen. mother! ist ein Film, den man entweder liebt oder hasst. Ein dazwischen wird es wohl nicht geben. Eines muss man dem Film lassen: Man muss drüber sprechen!

Horrorfilm? Diese Frage lässt sich wohl am ehesten mit „naja“ beantworten. Der Film entwickelt ein paar nette kleine Schreckmomente, aber sonderlich gruseln tut man sich weniger. Gegen Ende wird er eher verstörend und abstoßend, als besonders gruselig. Man sollte ihn eher in die Kategorie Pyscho-Thriller/Drama stecken.

Interessante Machart? Schon die Trailer waren super besonders. In einem davon war die Leinwand komplett schwarz und man hörte nur Stimmen aus dem Film, bevor es am Ende einen schnellen Zusammenschnitt einiger Szenen gab. Man saß da im Kino und war total gefesselt. Diese Besonderheiten zogen sich durch den Film. Die ganze Kameraperspektive war sehr auf Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence fokussiert. Mal blickte man direkt in ihr Gesicht, mal über ihre Schulter und meist sah man die Szenen direkt aus ihrer Sicht. Dies erzeugte ein immersives, aber auch ein beklemmendes Gefühl, da man noch mehr mit der Mutter, wie ihre Hauptrolle heißt, mitfühlte. Zudem hat der Film eine schöne Spannungskurve. Eine Art Wellenform, wobei die letzte Welle den Zuschauer mitten ins Gesicht klatscht.

Performance von Jennifer Lawrence? Ein Wort: Oscarreif! Kein Witz, die Dame hat mal wieder 110% abgeliefert. Ich mag zwar auch ein wenig die Fan-Brille aufhaben, aber die schauspielerische Leistung war Spitze! Im Zusammenspiel mit der Kameraführung konnte man hautnah ihre Gesichtszüge miterleben. Dann muss man den Charakter erstmal so spielen. Hut ab!

Spannung bis zum Schluss

Ab jetzt folgen mehrere Spoiler zur Geschichte:

Wenn man platt auf die Story schaut, könnte man meinen, mother! wäre ein Liebesdrama. Sobald man aber etwas genauer hinsieht, zeigen sich in der Geschichte biblische Annäherungen. So hat keiner der Charaktere einen richtigen Namen. Der Dichter, der mit der Mutter im Haus lebt, wird demnach Gott darstellen. Die Mutter ist demnach die Mutter Erde, die quasi auch die Seele des Hauses darstellt. Die beiden ersten Gäste sind Adam und Eva, die Söhne derer, die kurze Zeit später eintreffen und sich streiten sind dann Kain und Abel. Fragen bleiben am Ende trotzdem: Was haben die Soldaten in dem Film zu suchen? Ist das Mittel was die Mutter nimmt etwas zur Beruhigung? Was hat das Herz zu bedeuten, welches die Mutter in der Toilette findet? Hat die runde Form des Hauses eine Bedeutung?

Am Ende bleiben viele Fragen unbeantwortet. Der Film lässt sehr viel Raum für Interpretationen und es gibt noch vielerlei Details, die man analysieren könnte. Das schöne an dem Film ist: Es dauert etwas, bis man hinter die Geschichte steigt. Bis zum Ende weiß man nie so genau, was als nächstes kommt und worauf das Ganze noch hinausläuft. Der Film übertrumpht sich in der letzten Dreiviertelstunde immer wieder und wieder und wird gegen Ende hin immer absurder. Wie gesagt: mother! wird man entweder lieben oder hassen, aber ein schönes Kinoerlebnis war es allemal!

Steht ihr auf Psycho-Thriller und werdet ihr euch den Film ansehen? Habt ihr ihn vielleicht schon gesehen und falls ja, wie fandet ihr ihn? Haut es in die Kommentar!

Titelbild: Screenshot aus Titelvideo

 

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