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Against The Current live im Knust, Hamburg (05.03.2017)

Meine Konzerztsucht führte mich vergangenen Sonntag abermals nach Hamburg ins kuschelige und ausverkaufte Knust. Against The Current spielten dort ihr vorerst letztes Konzert in Deutschland auf ihrer In Our Bones Tour World Tour Part 2. Ein souveräner Auftritt von der ersten bis zur letzen Sekunde!

Hunger

Den Anfang machte an diesem Abend die aus Wien stammende Elektro Pop/Rock Band HUNGΞR. Die Band versprühte gute Laune und war wirklich bemüht die Menge zu animieren. Ärgerlich war sicherlich, dass dem Gitarristen direkt beim zweiten Song eine Saite gerissen ist. Man ließ sich aber nichts anmerken und das Problem war in kürzester Zeit behoben. Vom Sound her nicht ganz so druckvoll wie ATC, aber dennoch sehr überzeugend.

Das Set von Hunger war mit 40 Minuten ungewöhnlich lang, aber nach den Reaktionen des Publikums zu urteilen wurde jede Sekunde genossen. Es enthielt sogar eine Coverversion von The Weeknd – Rockin‘. Zudem hat die Band einen ausgezeichneten Musikgeschmack, wie man den einzelnen Profilen der drei Herren auf ihrer Webseite entnehmen kann. Wenn ich mich für einen Song von Hunger entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich „Amused“ , der sowohl auf Platte als auch live wunderbar funktioniert. Der Song lädt auf jeden Fall zum Tanzen ein!

ATC mit Powerfrau Chrissy Costanza

Bekanntheit erlangten die drei Musiker Chrissy Costanza, Dan Gow and Will Ferri durch YouTube, wo sie Cover-Versionen verschiedenster Songs online stellten. Nach zwei EPs (Infinity, 2014 und Gravity, 2015) folgte im Mai 2016 das Debut-Album In Our Bones mit dem sie nun um die ganze Welt touren.

In Hamburg bekam ich vergangen Sonntag eine Show zu sehen, die ich so gar nicht erwartet hätte. So rockig, druckvoll und energetisch! Auf dem Album klingen die Songs nach meinem Gefühl doch etwas poppiger. Das rockige lag vor allem an Frontfrau und Energiebündel Chrissy Costanza, die die kleine Bühne vollends für sich einnahm und eine großartige Performance ablegte.

ATC – Foto by Anna

So sprang sie bei vielen Songs wild umher, ohne dass man ihr irgendwie Müdigkeitserscheinungen anmerkte. Wenn ich so abgehen und singen würde, wäre ich wahrscheinlich nach zwei Songs vollkommen außer Atem. Beeindruckt war ich zudem von der Souveränität und Sicherheit, die die Band mit durchschnittlich 21 Jahren ausstrahlt. Die Show war sehr gut durchgetaktet und es gab immer Freiräume für kleine Anekdoten und sogar eine kleine Crowdsurfing-Aktion, wo Gow und Ferri bis zur Bar und nach einem kleinen Shot zurück zur Bühne getragen wurden. Während der Show wurde sogar dem Busfahrer dafür gedankt, dass er die Band(s) jedes Mal sicher ans Ziel bringt. Beschämt wurde dieser dann sogar auf die Bühne gebeten. Habe ich auch noch nicht erlebt.

Das Set war eine bunte Mischung aus ihren bisherigen Veröffentlichungen und begann mit „Blood Like Gasoline“, „Running With The Wild Things“ und „Talk“ sehr intensiv. Zwischendurch gab es mit „In Our Bones“ auch eine kleine Verschnaufpause für Publikum und Band, bevor es dann bei „Paralyzed“ noch einmal richtig krachte! Insgesamt also eine kleine Achterbahnfahrt, wobei die Regler natürlich auf Vollgas standen.

Ein begeistertes, junges Publikum

Die anfangs erwähnte YouTube-Bekanntheit spiegelte sich im Publikum wieder. Man konnte einige genervte Eltern erspähen, die ohne Zweifel von ihren Kindern zum Konzert geschleppt wurden. Dementsprechend viele Smartphones knipsten einen Haufen Fotos und Videos von der Show. Man muss dem Publikum aber zweifelsohne die Textsicherheit zu Gute halten!

ATC – Foto by Anna

Nach einer kleinen Zugabe und insgesamt 14 Songs war das Konzert nach gut einer Stunde beendet, was für Bands mit nicht einmal zwei Dutzend Songs auch in Ordnung geht. Einzig den Song „Outsiders“ hätte ich ja gerne noch gehört, aber sei es drum. Ein schöner Abend und ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung der Band.

An dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an Anna für die überragenden Fotos aus der ersten Reihe! Schaut doch mal bei ihr auf Twitter oder auf ihrem YouTube-Kanal vorbei. Zudem hat sie ein kleines Video vom Konzert veröffentlicht (inkl. kleiner Akustik-Performance), welches ich euch hier gerne einbinde.

Setlist von Against The Current am 05.03.2017 im Knust, Hamburg:

  1. Blood Like Gasoline
  2. Running With The Wild Things
  3. Talk
  4. Young & Relentless
  5. Chasing Ghosts
  6. Roses
  7. Runaway
  8. One More Weekend
  9. In Our Bones
  10. Brighter
  11. Paralyzed
  12. Wasteland
  13. Dreaming Alone
  14. Gravity

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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