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Alligatoah und Sebel machen Akkordarbeit im Kieler Schloss (03.11.2017)

Wie vor zwei Jahren machte Alligatoah mit seiner Akkordarbeit-Tour auch wieder im Kieler Schloss halt. Begleitet wurde er diesmal nicht von BRKN am Klavier, sondern von Sebel an der Hammond-Orgel. Und auch wie vor zwei Jahren erwartete uns wieder ein Abend voller Musik, Geschichten und Theater. Ein Musical-Theater-Konzert oder so ähnlich.

Weiterer Stern am deutschen Pop Himmel

Zunächst betrat ein Mann die Bühne, den ich am heutigen Abend gar nicht erwartet hatte: LOT! Der deutsche Popsänger aus Leipzig begleitet die aktuelle Akkordarbeit-Tour und eröffnet die Abende für die Herren Alligatoah und Sebel. In reduzierter Variante nur mit ihm und Piano spielte er ein paar seiner Songs. Mir ist LOT das erste Mal vor 2 Jahren als Feature von Gerard aufgefallen, doch habe ich ihn danach aus den Augen verloren. Sein neuestes Album heißt Der Plan ist über Meer und vor ein paar Tagen ist auch erst seine neue EP Was für ein Life mit fünf neuen Songs erschienen. Textlich ist das wirklich schön und solltet ihr euch auf jeden Fall einmal anhören.

Die Kanalarbeiter: Alligatoah und Sebel

Hach, war das wieder schön. Diese Akkordarbeit-Konzerte sind immer ganz besondere Abende, da die Songs alle sehr reduziert auf das jeweilige Instrumente abgestimmt sind und dem Ganzen einen ganz anderen Flair verleihen. Durch die Sitzplätze, die Bühne an sich und die Show drumherum, fühlt man sich wie in einem Musical.

Die Bühne stellte eine Kanalisation dar, mit einer Treppe an die Oberfläche, in derer Alligatoah und Sebel ihr Werk verrichteten. Mit Kopflampe betraten die beiden die Bühne und ganz im Sinne der dreckigen Kanalisation gab es als ersten Song „Namen machen“. Musikalisch lag der Schwerpunkt natürlich auf dem letzten Studio-Output Musik ist keine Lösung, wovon direkt „Hab ich recht“ und „Vor Gericht“ gespielt wurden. Sebel an der Hammond-Orgel arrangierte die Songs so, dass sie im ersten Moment manchmal gar nicht direkt zu erkennen waren, bis Alligatoah den Gesang anstimmte. Schön reduziert und wirklich toll!

Für die Triebwerke-Fan Kategorie kamen dann die drei Hits „Fick ihn doch“, Narben“ und „Willst du“ bei denen sich Alligatoah sogar an die Oberfläche traute und dort einige Songs performte. Kleines Show-Element war dabei ein roter Luftballon, der wohl von einem Clown vergessen wurde.

Hammond-Orgel und weitere Instrumente

Die Hammond-Orgel sollte nicht das einzige Instrument an diesem Abend bleiben. Nachdem Alligatoah an der Oberfläche schon eine Straßenabsperrung zum Instrument umfunktioniert hatte, zog er bei „Gute Bekannte“ zunächst eine Mundharmonika und dann eine Blockflöte aus seinem Blaumann. Virtuos, virtuos! „Lass liegen“ und „Wer weiß“ wurden begleitet von einer Mini-Orgel und einer E-Gitarre, die zu dem Zeitpunkt noch verborgen unter Planen versteckt gehalten wurden.

Einer meiner Lieblingssongs von Alligatoah und der Titelsong vom letzten Studioalbum „Musik ist keine Lösung“ durfte natürlich auch nicht fehlen. Mittlerweile ist es auf der Bühne etwas dunkler geworden und der Mond ist aufgegangen. Kein Wunder, da das Hauptset in „Trauerfeier Lied“ sein Ende fand.

Als Zugabe folgte „Teamgeist“ und „Du bist schön“. Das Publikum zeigte sich begeistert und unter Standing-Ovations und rhythmischem Klatschen gab es noch ein „Gospel Trailerpark Medley“. Ein ganz besonderer Abend und ich kann jedem skeptischen Fan nur empfehlen so etwas einmal mitzumachen!

Setlist: Alligatoah und Sebel live im Kieler Schloss (03.11.2017)

Da wir in der ersten Reihe saßen, habe ich danach noch nach der Setlist gegiert. Ich fragte also den netten Herren der anfing die Bühne abzubauen, der kurz hinten verschwand und einen kleinen Stapel Setlisten mitbrachte. Clever mitgedacht!

  1. Namen machen
  2. Hab ich recht
  3. Vor Gericht
  4. Fick ihn doch
  5. Narben
  6. Willst du
  7. Mama kannst du ich abholen I – III
  8. Gute Bekannte
  9. Lass liegen
  10. Wer weiß
  11. Musik ist keine Lösung
  12. Trauerfeier Lied
  13. Teamgeist
  14. Du bist schön
  15. Gospel Trailerpark Medley

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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