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Ausschweifende Tanzparty mit AnnenMayKantereit im Uebel & Gefährlich, Hamburg (11.05.2017)

Die vier Jungs von nebenan: AnnenMayKantereit – Konzert im Frühjahr 2017 – Letzter Tourstopp: Hamburg! Soweit die Eckdaten eines denkwürdigen Ritts im Uebel & Gefährlich in Hamburg. Nachdem die Band Anfang des Jahres die großen Hallen des Landes bespielt hat, ging es für die vier Herren noch einmal auf Clubtour mit Halt in ausgewählten Locations.

OVE als sympathischer Auftakt

An diesem Abend betraten zunächst drei-fünftel der Hamburger Band OVE die Bühne, die mit norddeutschem Charme die Herzen der Zuschauer zumindest teilweise eroberten. Die 30 Minuten vergingen wirklich wie im Flug. Zwischendurch schnackte Frontmann Ove Thomsen, um das Stimmen der Gitarre zu überbrücken und auch sonst waren die drei Herren grundsympathisch. Guter Sound, der die Menge aufweckte und auf den nachfolgenden Höhepunkt des Abends vorbereitete.

Tanzparty mit AnnenMayKantereit

22 Uhr. Ohne großes Tamtam betraten AnnenMayKantereit die Bühne. „Wohin Du gehst“ als Opener war schlichtweg geil! Die Menge kannte kein Halten mehr, tanzte und schrie sich die Seele aus dem Leib. Erfreulicherweise hatten eine Menge echter Fans Karten bekommen, weswegen die Stimmung auch bei eher weniger bekannten Songs ausgelassen gut war. Zudem waren während des Konzerts erstaunlich wenig Smartphones in den Händen der Zuschauer zu finden. Dicker Pluspunkt!

Der oft eher schüchtern wirkende Kopf der Band Henning May, mit seiner rauen Stimme (ganz sicher 20 Jahre Bourbon-Trinker und Kettenraucher), zog sein Programm mit einer wahnsinnigen Souveränität durch. Die Pausen zwischen den Songs garnierte er mit kurzen Ansagen und Anekdoten zum nächsten Song, bis er weiter seine Stimmbänder weiter strapazierte.

Die Setlist ließ quasi keine Wünsche offen. Ob „Nicht Nichts“, „Bitte bleib“ oder „Das Krokodil“, alles wurde in Perfektion dem Publikum vorgetragen, welches sich mit lauten Jubelschreien und tosendem Applaus bedankte.

„Du bist überall“ – AMKs Kritik an den Smartphone-Hype wurde vom Publikum sichtlich ernst genommen. Selbst May war ganz hin und weg, dass bei dem Song keine Smartphones in den Händen der Zuschauer vorzufinden waren. Aber auch sonst zeigte sich das gemischte Publikum sehr interessiert und filmte während des Konzertes kaum einen Song mit. Einzig bei „Pocahontas“ waren im vorderen Drittel einige Displays am leuchten, die von der Menge einfach weg geschrieen wurden.

Der Song für Mays Vater „Oft gefragt“ bildete den perfekten Abschluss des Hauptsets, aber natürlich kam die Band für eine üppige Zugabe noch einmal auf die Bühne. Zunächst nur May selbst, der quasi „Barfuß am Klavier“ den Song zum besten gab. Ein gewisses Beatles-Feeling folgte noch mit „Come Together“ bis das Konzert mit „21, 22, 23“ ein furioses Ende nahm.

Dachte man zumindest. Doch tatsächlich kam die Band noch für eine weitere Zusage aus dem Hinterraum. „Nur nicht aus Liebe weinen“ bildete den Abschluss eines schönen Konzertabends. Eins ist gewiss: sie werden wiederkommen!

Setlist AnnenMayKantereit am 11.05.2017 im Uebel & Gefährlich, Hamburg

  1. Wohin Du gehst
  2. Es geht mir gut
  3. Nicht Nichts
  4. Neues Zimmer
  5. Jeden Morgen
  6. Mir wär‘ lieber, du weinst
  7. 3. Stock
  8. Sunny (Bobby Hebb Cover)
  9. Das Krokodil
  10. What He Wanted the Most
  11. Bitte bleib
  12. Du bist überall
  13. Sie sagt nichts (neuer Song – offiziell noch ohne Titel)
  14. Pocahontas
  15. Länger bleiben
  16. Oft gefragt
  17. Barfuß am Klavier
  18. Come Together (The Beatles Cover)
  19. 21,22,23
  20. Nur nicht aus Liebe weinen

Angaben ohne Gewähr (evtl. unvollständig oder falsche Reihenfolge)

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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