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Danke, Casper! #catchcasper3 in Hamburg

Da war er also endlich: Der Tag an dem ich meinen liebsten Musiker wieder live hören und im Nachhinein sogar treffen durfte. Ich bin so unendlich dankbar für diesen Abend, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Das Konzert war mal wieder auf Weltklasse-Niveau. So viel Energie wie Casper (Benjamin Griffey) auf die Bühne transportiert, bekommt man nicht so häufig. Die kleine Konzertreihe lief unter dem Namen #catchcasper3. Wie bei den vorherigen Teilen dieser Umsonst(!)-Konzerte, gab es keine Karten zu kaufen, sondern ausschließlich zu gewinnen. Ein Großteil der Karten wurde zufällig an Krasserstoff-Besteller gegeben, der Rest entweder im Radio verlost oder am jeweiligen Tag für die schnellsten am Veranstaltungsort vergeben. Zu hören gab es dann fast alle neuen Songs von Caspers Lang Lebe der Tod (bis auf „Deborah“) plus eine kleine Zugabe.

We caught Casper!

Da ich eine Einladung von Krasserstoff bekam (lucky me!), war die Vorfreude natürlich riesig, da ich schon auf der sicheren Seite war. Mit Bestürzung haben wir dann allerdings erfahren, dass diese Einladung nicht für eine weitere Person gedacht war. Meine Freundin hatte dementsprechend kein Ticket und die Jagd begann. Im Vorfeld klapperte ich also schon einmal die in Frage kommenden Locations ab (Gruenspan, Uebel&Gefährlich, Mojo Club). Da an letzterer Location ein verdächtiger Nightliner und LKW im Halteverbot standen und die Zäune am Eingang des Mojos aufgebaut waren, obwohl dort kein Konzert angekündigt war, war ich sicher, dass das Konzert dort stattfinden würde. Um halb 4 waren wir dann auch dort und erblickten schon ein paar Casper-Anhänger. Um Punkt 16 Uhr gab es dann die Nachricht: „HAMBURG! wir haben noch 150 karten! kommt jetzt zu den „tanzenden türmen“, reeperbahn 1! wer zuerst kommt, ist dabei. #catchcasper3„. Wir standen also goldrichtig und nach einigen Verwirrungen und etwas Hauen und Stechen hatte sie dann auch endlich ihr Bändchen. Die Vorfreude stieg ins Unermessliche und der mentale Krieg war endlich vorüber.

Casper hat an dem Abend wieder bewiesen, dass man innerhalb einer Stunde neben einem grandiosen Konzert auch noch einen Marathon laufen kann. Es ist jedes Mal wieder beeindruckend, wie viel er auf der Bühne herumcaspert und wie viel Energie er in seine Liveauftritte steckt. Das MUSS man einmal live erlebt haben, da man das in Worte nur schwerlich fassen kann. Von Sekunde 1 an, fühlt man sich direkt miteinbezogen und ist Teil von etwas besonderem.

Der Einlass ging sehr geschmeidig vonstatten und schon fanden wir uns im Untergrund wieder. Das Mojo ist schon ein besonderer Club und macht echt was her. Von außen sehr unscheinbar und unter der Erde gelegen, findet sich eine nette Location, mitsamt Oberrang. So hat fast jeder Zuschauer einen guten Blick auf die Bühne und kann das Spektakel miterleben. Schon bevor es eigentlich losging, drangen lautstark Casper Songs aus den Boxen und die Fans gaben ihr bestes. „Kreis“ z. B. machte schon einiges her, da ich den Titel ewig nicht gehört habe. Daraufhin habe ich mir die ganzen alten Sachen heute erstmal wieder angehört.

Energiegeladener Abriss

Dann Casper selbst. Mitsamt Band betrat er die kleine Bühne und „Alles ist erleuchtet“ wurde abgefeuert. Schon beim Hurricane Festival war der Song als Opener einfach perfekt und entfaltet live nochmal eine krassere Wirkung. Das Publikum zeigte sich, 2 Tage nach Veröffentlichung, textsicher und alle hatten ihren Spaß. Einziger Negativpunkt, den ich leider nochmal ansprechen muss: Smartphones. Gegen ein, zwei Fotos sagt niemand etwas, aber gerade bei solch besonderen Konzerten mit Blick auf die neue Platte, muss das einfach nicht sein. Einige waren da wirklich permanent im Gange und hielten ihm ihre Kameras ins Gesicht. Einige Schlaumeier sogar mit Blitz, wo ich mir echt an den Kopf fasse. Genießt doch mal den Moment und habt Respekt vor dem Künstler! Gerade so Songs wie „Wo die wilden Maden graben“ oder „Lass sie gehen“ sind doch unmissverständlich. Nach dem Opener ging es mit den neuen Songs weiter und nach und nach wurden fast alle Songs der Platte gespielt.

Im Schnelldurchlauf:

  • „Morgellon“ hat auch mich an dem Abend endlich abgeholt. Auf dem Album fiel der Song für mich immer etwas ab, aber ich wurde nun endlich überzeugt.
  • „Sirenen“ bleibt eine Wucht und für kommende Auftritte ist der Song auch sicher gesetzt.
  • „Lass sie gehen“ wächst und wächst. Für mich mittlerweile auch einer der besten Songs der Platte, wenn man auf dem Niveau überhaupt noch sondieren kann. Der Song hat so viele Facetten und Wendungen, die die Band auch perfekt herüberbrachte.
  • „Wo die wilden Maden graben“: Schon auf der Platte ein ziemlich beeindruckender Song, live umso mehr.
  • „Keine Angst“, heute mal ohne Drangsal, aber wie immer mit Hitpotenzial.
  • Zu „Meine Kündigung“ richteten sich alle Blicke auf den Mann, der einfach da stand und mit verschlossenen Augen den Song zum besten gab. Gänsehaut!
  • „Flackern, Flimmern.“ ist auch live pure Magie. Eine großartige Produktion. (Nächstes Mal bitte nicht mittendrin klatschen, danke!)
  • „Lang Lebe der Tod“ bildete den Abschluss des Hauptteils und bleibt einfach grandios. Ein druckvoller Gänsehautgarant mit großartigem Intro, was selbst Taylor Swift jetzt erkannt hat.

Die eine Stunde verging wie ein Fingerschnipsen, als es noch 3 ältere Songs als Zugabe obendrauf gab. „Im Ascheregen“, „Auf und davon“ und „Jambalaya“ ließen dann noch einmal den Mojo Club erzittern. Die Menge sprang und schrie sich die Kehle aus dem Leib. Klasse Stimmung und ein gelungener Abschluss. Ich muss zugeben, dass ich mir die ein oder andere Freudenträne echt nicht verkneifen konnte. Es war einfach so toll. Casper bedankte sich noch einmal bei allen für das Warten auf die Platte und für das Kommen am heutigen Abend. Man hat gemerkt, wie ihm sein sogenannter Scheiß noch immer die Welt bedeutet. Das können wir Fans nur so zurückgeben. Zudem ist er unglaublich dankbar und fragte immer wieder leicht unsicher nach, ob wir denn Spaß hätten und ob uns die Platte gefällt. Ein herzensguter Mensch, der zurecht in Wellen von Applaus und lauten Jubelrufen von der Bühne schritt.

Dickes Dankeschön

Ein perfekter Abend wurde dann noch gekrönt, als er mit seinen Fans Fotos machte und Autogramme verteilte. Mit Blick auf die Platte sicher nicht selbstverständlich. Begleitet von seiner Playlist nahm er sich so viel Zeit, wie es eben ging, da der Andrang echt groß war. Ein unbeschreibliches Gefühl seinen Lieblingsmusiker nach all den Jahren zu treffen, der einem mit seiner Musik so viel schon gegeben hat. Es bleibt nur eines zu sagen: Danke, danke, danke! Wir sehen uns im November in Hamburg wieder. #catchcasper3

Setlist: Casper – #catchcasper3 am 03.09.2017 im Mojo Club, Hamburg

  1. Intro
  2. Alles ist erleuchtet
  3. Sirenen
  4. Keine Angst
  5. Lass sie gehen
  6. Wo die Wilden Maden Graben
  7. Morgellon
  8. Meine Kündigung
  9. Flackern, Flimmern
  10. Lang Lebe der Tod
  11. Im Ascheregen
  12. Auf und davon
  13. Jambalaya

„Lang Lebe Der Tod“-Tour

Casper wird mit dem Album auch auf große Lang Lebe Der Tod Tour gehen. Begleiten wird ihn dabei Fatoni.

  • 31.10.2017 – Münster, Halle Münsterland
  • 02.11.2017 – Luxemburg, Rockhal (LU)
  • 03.11.2017 – Zürich, Samsung Hall (CH)
  • 04.11.2017 – Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle
  • 08.11.2017 – Hamburg, Sporthalle
  • 10.11.2017 – Dortmund, Westfalenhalle 1
  • 14.11.2017 – Wien, Stadthalle
  • 17.11.2017 – München, Zenith
  • 18.11.2017 – Frankfurt am Main, Festhalle
  • 21.11.2017 – Leipzig, Arena
  • 22.11.2017 – Bremen, ÖVB Arena
  • 24.11.2017 – Berlin, Max-Schmeling-Halle
  • 25.11.2017 – Hannover, Swiss Life Hall (bereits ausverkauft)
  • 09.03.2018 – Würzburg, S. Oliver Arena
  • 10.03.2018 – Erfurt, Messehalle

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Titelbild: Christian Alsen

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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