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Helgen in der Kieler Schaubude (11.10.2017)

Helgen ist eine Band, die man in der deutschen Pop-Landschaft unbedingt auf dem Schirm haben sollte. Das Trio aus Hamburg hat im August erst ihr Debut-Album Halb oder gar nicht herausgebracht und befindet sich momentan auf großer Tour. Vergangenen Mittwoch haben sie auch im schönen Kiel in der kleinen Schaubude Halt gemacht und vor geschätzt 50 Leuten ein tolles Konzert gespielt.

Tourmanager als Support-Act: Torpus (& the Art Directors)

Habt ihr schon einmal erlebt, dass der Tour-Manager des Hauptacts, den Abend eröffnet? Gut, ich nämlich auch nicht. Wir Besucher hatten die Ehre, Sönke Torpus, Frontmann der Band Torpus & the Art Directors live zu erleben. Ein Wahnsinns-Typ! Als die Stimme zu dem folkigen Gitarrenspiel einsetzte, bekam ich erstmal einen kleinen Gänsehaut-Schub. Ein gute halbe Stunde präsentierte er uns Songs seiner Band und wir durften auch schon ein Stück der neuen Platte hören.

Mit neuem Album im Gepäck geht es für die Band im Februar 2018 auch auf Deutschland Tour. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Torpus & the Art Directors: Webseite | Facebook | Youtube

Die sympathischen Drei: Helgen

Helge, Timon und Niklas aka. Helgen betraten mit kleinem Intro um 21:45 die kleine Bühne und legten direkt mit ihrem Set los. Vom Sound her befindet sie sich irgendwo im deutschsprachigen Indie-Pop-Bereich ohne das Genre neu zu erfinden. Dennoch heben sie sich sehr aus der langweiligen deutschen Pop-Landschaft heraus. Dies liegt vor allem an den grandiosen Texten, die ziemlich tiefgründig und intelligent daherkommen. Mal witzig, mal sehr zum Nachdenken, mal melancholisch. Beim Sound setzt sich diese Kreativität vor. Neben der üblichen Instrumentalisierung bedienen sich die drei auch an elektronischen Klängen und fügen ihren Songs kleine Spielereien hinzu, die allesamt sehr ausgeklügelt sind.

Das Konzert war wirklich erste Sahne. Viele eher ruhige Momente, bei denen man einfach nur die Stimme von Helge auf sich wirken ließ und den Texten lauschte. Aber es gab auch allerhand explosive Passagen, die einige im Publikum sogar zum Tanzen brachten. „Alles was wahr ist“ oder „Paul und Peter“ mit dem Wechselgesang vom Publikum waren da schon große Highlights! Meine Lieblingssongs der neuen Platte sind übrigens „Das Rästel“ und „Lass uns Feinde sein“, die allein textlich schon überaus toll sind. Mit einer kurzen Zugabenpause und zwei weiteren Songs war das Konzert dann nach 85 Minuten vorbei. Ein schöner Abend und ich bin mir sicher, dass man von der Band in Zukunft noch mehr hören wird!

Noch befindet sich die Band auf Halb oder gar nicht Tour 2017 und kommt vielleicht ja auch noch in eure Nähe. Tickets gibt es hier oder wahrscheinlich auch an den Abendkassen.

  • 13.10.17 Göttingen, Nörgelbuff
  • 14.10.17 Stuttgart, Café Galao (freier Eintritt)
  • 15.10.17 Ludwigshafen, Kulturzentrum dasHaus
  • 17.10.17 München, Milla
  • 18.10.17 Frankfurt, Ponyhof
  • 19.10.17 Düsseldorf, Pitcher
  • 20.10.17 Köln, Stereo Wonderland
  • 21.10.17 Münster, Sputnik Café
  • 22.10.17 Hamburg, Knust

Helgen: Webseite | Facebook | YouTube

Titelfoto: CarlitoPix (Carsten Göke)

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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