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Gänsehautmomente mit London Grammar – live im SchwuZ, Berlin

London Grammar mit einer exklusiven Show in Berlin. Mein Auftrag war klar: Ich musste dahin! Nachdem das britische Trio seit Jahren zu einen meiner absoluten Lieblinge zählt und ich sie noch nie live sehen konnte, durfte ich diese Chance nicht auslassen. Mein Termin-Kalender hat grünes Licht gegeben und so musste ich nur noch an eine Karte kommen. Die geschätzten 500 Tickets waren innerhalb von wenigen Minuten restlos ausverkauft, aber das Glück war mit mir. Also fuhr ich nach Berlin und bin so froh, dass ich es gemacht habe. London Grammar sind live eine Wucht und ein Gänsehaut-Garant. Wow!

Magische Momente von Beginn an

Nachdem Dominic „Dot“ Major, Dan Rothman und Hannah Reid nacheinander die Bühne betraten und den Song „Rooting for You“ begannen, wusste man schon, dass ein magischer Abend bevorstand. Nach kurzem Instrumental-Intro begann Reid den Song komplett ohne Instrumentalisierung, wie in der Video-Veröffentlichung zu singen. Gänsehaut breitete sich aus, das Publikum hielt den Atem an und hing an Reids Lippen. Eine unglaubliche Atmosphäre, die sich da aufbaute. Nachdem Major und Rothman mit einstimmten entlud sich die Stimmung im wohlverdienten Applaus.

Mein Highlight des Abends bekam ich schon recht früh zu hören: das fesselnde „Wasting My Young Years„. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal solche Gänsehaut hatte. Auch live gespielt ist der Song, mit seinen emotional-direkten Lyrics, einfach atemberaubend schön und traurig zugleich und ließ einem die ein oder andere Träne ins Auge schießen.

Neben den bekannten neuen Songs vom Album Truth Is A Beautiful Thing wie „Big Picture“ und „Oh Woman Oh Man“, wurden auch zwei noch unbekannte Songs gespielt: „Who Am I“ und „Hell to the Liars“. Auch bei diesen Songs steht Reids Stimme im Vordergrund, während sich um sie herum ein Klangkonstrukt erhebt, dass hoffnungsvoller daherkommt, ohne diese bestimmte melancholische Art von London Grammar zu verlieren.

💖💖 @londongrammar

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Ein Konzert zum Träumen und Genießen

Interaktionen mit dem Publikum gab es kaum. Das Trio bedankte sich ab und an fürs Kommen und man sei froh, in solch einem intimen Rahmen ihre neuen Songs präsentieren zu können. Das SchwuZ selbst, mittlerweile beheimatet in Berlin-Neukölln, ist übrigens eine alte, entkernte Brauerei, die für einen einmaligen Klang sorgte. Auch das eher leise Getuschel bei den wohl bekanntesten Songs „Hey Now“ und „Strong“ schaukelte sich so zu einem warmen Stimmenteppich hoch.

Die Band kam für den schönen Abschluss „Metal & Dust“ noch einmal auf die Bühne und so wurde man wieder aus der träumerischen Stimmung gehoben. Dann war die Show nach etwa 65 Minuten auch schon wieder vorbei. Etwas kurz, aber dafür verdammt schön. Wenn man sich drauf einlässt, sind London Grammar mit Hannahs umwerfender Stimme, Dans reduzierter Gitarre und Dots Multi-instrumental-Künste eine Macht, der man sich kaum entziehen kann. Danke für diesen wunderschönen Abend!

Ich hoffe inständig, dass die Band nach den Festivals im Sommer nochmal auf eine Tour kommt, die hoffentlich auch durch Deutschland führt. Jetzt geht das Warten auf das neue Album Truth Is A Beaufitul Thing, dass am 09.07.2017 erscheint, erst einmal weiter. Die Links zum Album, findet ihr auf ihrer Webseite.

Setlist London Grammar live im SchwuZ, Berlin (04.05.2017)

  1. Rooting for You
  2. Nightcall (Kavinsky cover)
  3. Who Am I
  4. Flickers (Extended outro)
  5. Wasting My Young Years
  6. Hell to the Liars
  7. Interlude
  8. Oh Woman Oh Man
  9. Hey Now
  10. Strong
  11. Big Picture
  12. Metal & Dust

Die Setlist fiel ein wenig kurz aus und es war als erster Song der Zugabe „Truth Is A Beautiful Thing“ vorgesehen, der leider ohne Grund übersprungen wurde. Sei es drum. Auch traute sich das schüchterne Trio nach ihrer grandiosen Performance nicht mehr aus dem Backstage-Bereich heraus. Hoffentlich dann beim nächsten Mal!

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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