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Marteria: Schweißtreibende Ekstase im kleinen Gruenspan, Hamburg (24.05.2017)

Das was Marteria da auf der Bühne des Gruenspan veranstaltete, ließ am Ende den Schweiß von der Decke tropfen. Marten Laciny, der Ur-Sympath schlechthin, brachte sein neues Album Roswell in den kleinen Club am Rande der Reeperbahn und riss die Bude komplett ab! Gepaart mit alten Songs und einem Auftritt seines Alter Ego Marsimoto bot Marteria eine zweistündige Ekstase, die in „Die letzten 20 Sekunden“ ein energiegeladenes Ende nahm.

Allein auf weiter Tour

Marterias „Allein auf weiter Tour 2017“, die ihn nach 2009 wieder an die selben Orte führte, stand ganz im Zeichen seiner neuen Veröffentlichung Roswell. Als Konzertbesucher bekam man, neben den beiden Singles „Aliens (feat. Teutilla)“ und „Das Geld muss weg“, während des Konzerts alle Songs davon zu hören.

„Area 51 wird Marteria 51 – aus Roswell wird Rostock“

Mit dem Intro-Song des Albums „Roswell“ ging die zweistündige Reise los. Über „Aliens“ und „Endboss“ machte die großzügige Setlist immer wieder beim neuen Album halt und bediente sich daraus. Die Stimmung war hier sicherlich nicht ganz so ausgelassen, wie bei den bekannten Songs, aber auch die neuen wurden gut aufgenommen. Die Instrumentals sind auch diesmal wieder ganz stark und die Lyrics wie immer herausragend. Meine paar Zeile dazu, lest ihr im Review zum Album.

„Tauchstation“ und „Blue Marlin“ sorgten zum Beispiel mit Text und Instrumental für eine nautische Atmosphäre im passenden blauen Licht und letzterer ist für mich einer stärksten Tracks auf „Roswell“.

Natürlich wurde es bei bekannten Tönen entsprechend lauter und die Menge setzte sich in Bewegung. Bei „Bengalische Tiger“ sorgten die Bässe, das rote schummrige Licht und der Nebel für eine kochende Atmosphäre. Danach war man dann auch endgültig nassgeschwitzt und das Wasser perlte einem von der Stirn und dort war man erst bei Track 7!

Besonders gefreut hat mich, dass es „Alles Verboten“ auf die Setlist geschafft hat, das in Berlin sogar mit Feature-Gast Casper performt wurde, der in den übrigen Städten leider nicht dabei war. Mit von der Partie war allerdings Marterias Alter Ego Marsimoto, der fünf Songs (u. a. „Grüner Samt“ und „Ich bin dein Vater“) auf der im grünen Licht durchfluteten Bühne spielte, danach verschwand und Marteria wieder auftauchte ließ.

Schweißtreibendes Happy End

Einige Songs später gab es als Zugabe noch ein paar Hits von Marterias erstem Album Base Ventura, das dieses Jahr seinen 10. Geburtstag feiert. „Feuer“ brachte die Menge noch einmal zum Kochen, bis die Stimmung bei „Die letzten 20 Sekunden“ noch einmal überkochte. Marteria warf sich dabei immer wieder in die Menge und ließ sich sogar aus der 1. Etage in ein Schlauchboot fallen, das vom Händemeer durch den Club getragen wurde. Klitschnass, aber überglücklich nahm das Konzert dann ein umjubeltes Ende. Marteria ist live eine Macht, der man sich nicht entziehen kann. Es ist erstaunlich, wie viel Energie Marten in die Auftritte legt und man von Minute Eins an mitgerissen wird. Sehr empfehlenswert!

Nach dem Konzerte mischte sich Marten noch einmal unter die Menge, verteilte Autogramme, machte Fotos und nahm sich ausführlich für jeden Fan Zeit. DAS ist Fan-Liebe! Danke Marten, es war uns ein Fest und wir kommen sicher wieder.

Wer Marteria live erleben möchte, hat auf einigen Festivals im Sommer oder aber bei der großen Roswell-Tour am Ende des Jahres die Chance dazu. Tickets dafür sind noch reichlich erhältlich. Im Auge behalten solltet ihr auch den ANTIMARTERIA-Film, der am 7.6.2017 for free auf antimarteria.com veröffentlicht wird.

Setlist Marteria am 24.05.2017 im Gruenspan, Hamburg

  1. Roswell
  2. Aliens
  3. Endboss
  4. Scotty beam mich hoch
  5. Cadillac
  6. El Presidente
  7. Bengalische Tiger
  8. Alles verboten
  9. Tauchstation
  10. Blue Marlin
  11. Marteria Girl (Remix)
  12. Das Geld muss weg
  13. Links
  14. Grüner Samt (Marsimoto Cover)
  15. Eine kleine Bühne (Marsimoto Cover)
  16. Ich bin dein Vater (Marsimoto Cover)
  17. Der Nazi und das Gras (Marsimoto Cover)
  18. Der Döner in mir (Marsimoto Cover)
  19. OMG!
  20. Kids (2 Finger an den Kopf)
  21. Große Brüder
  22. Elfenbein
  23. Base Ventura
  24. Einer von euch
  25. Feuer
  26. Die letzten 20 Sekunden (Kid Simius Cover)

Setlist kann abweichen.

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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