Zum Inhalt

Reeperbahn Festival 2017: Meine größten Highlights (Liam Gallagher, Fazerdaze, Daniel Brandt)

Was habe ich für 2 wunderbare Tage beim Reeperbahn Festival in Hamburg erlebt! Vier Tage lang verwandelten sich 70 Locations auf der Reeperbahn, St. Pauli und weiteren Partner-Locations in der Umgebung zum Festival-Gelände für über 500 Konzerte. Die Aktionen auf dem Spielbudenplatz konnten sogar von Nicht-Ticketinhabern in Anspruch genommen werden. In meinen drei folgenden Beiträgen habe ich einiges zu besprechen und euch zu präsentieren. Es geht los mit meinen drei großen Highlights bei meinem Besuch: Liam Gallagher, eine Fahrt mit der MS Claudia und Fazerdaze und einem Konzert in der Elbphilharmonie von Daniel Brandt.

Der Superstar: Liam Gallagher

Als glühender Oasis-Fan hatte ich am Freitagabend einen Pflichttermin im Docks und habe dafür das sonstige Abendprogramm weitestgehend geopfert. Die Warner Music Night präsentierte neben KLAN und Vance Joy auch Superstar und Very Special Guest Liam Gallagher! Dafür war ich sogar schon 2 Stunden vor seinem Auftritt in der Location. KLAN habe ich nur am Rande mitbekommen, da ich eine knappe halbe Stunde auf eine Cola gewartet habe. Danach habe ich mich auf dem Balkon positioniert und Vance Joy mitverfolgt, der eine halbe Stunde lang sieben Songs zum Besten gab. Darunter ein astreines Cover von Bruce Springsteen „Dancing In the Dark“ und natürlich seine Hits und „Mess Is Mine“ „Riptide“ .

 

Nach kleiner Verzögerung war er endlich da: Liam Gallagher persönlich betrat mit seiner Band die Bühne. Die Menge tobte! Zu hören gab es eine Stunde lang neue Songs aus seinem kommenden Album As You Were (VÖ: 06.10.2017) und alte Oasis-Klassiker. Der halbe Balkon im Docks war abgesperrt und im Nachhinein habe ich erfahren, dass zum Beispiel Casper und sicher noch weitere große (Musik)-Persönlichkeiten den Auftritt verfolgt haben.

Das Set begann mit „Rock ‚N‘ Roll Star“ und „Morning Glory“ direkt mit zwei Oasis-Songs und die Menge war begeistert. Distanziert wirkend, stand L. Gallagher meist leicht gekrümmt unter dem Mikro und rotzte etwas nasal die Songs einen nach dem anderen ins Mikro. Diese Stimme ist pures Gold!

Zwischen den Songs schallten von den Fans auch immer laute „Liam! Liam!“ rufe durch das Docks. Auch seine neuen Songs wissen zu überzeugen (z. B. „Wall Of Glass„) und man darf sich wohl aufs Album freuen. Zum Schluss kam er noch einmal auf die Bühne und präsentierte den Welthit „Wonderwall“, der von ausnahmslos jedem Besucher mitgegröhlt wurde. Was eine Persönlichkeit, was ein Abend!

Bootsfahrt mit der MS Claudia und Fazerdaze

Ich machte mir echt keine großen Hoffnungen, als ich eine Stunde vor Konzertbeginn am Steg der MS Claudia ankam. Der Pulk an Menschen vor dem Anleger war schon recht groß, in Anbetracht dessen, dass vielleicht 50-60 Leute auf das kleine Boot passten. Die Schlange wurde länger und länger. Ich hatte allerdings wieder einmal Glück und kam als einer der letzten auf das kleine Boot, wobei hinter mir etliche lange Gesichter noch in der Reihe standen und vermutlich auf das nächste Konzert hofften (Isolation Berlin), das danach noch stattfand. Nach jedem Konzert wurde das Boot nämlich einmal geräumt, um möglichst jedem eine Chance zu geben.

Fazerdaze (Amelia Murray) stand mitsamt Band schon bereit und los ging die wilde Fahrt! Da es mittlerweile schon kurz vor 23 Uhr war, hatten wir in der kühlen Nacht eine schöne Sightseeing Tour mit Livemusik von der traumhaften Fazerdaze. Schöner kann ein toller Festivaltag kaum enden!

Sie präsentiere uns knapp 40 Minuten lang einen Querschnitt ihrer bisherigen Werke, während die kleine MS Claudia uns durch den Hafen kutschierte. Sie selbst konnte kaum glauben, dass sie gerade ein Konzert auf einem Boot spielt, was ihr jedes Mal einen süßen Lachanfall bescherte. Es war einfach toll und ich bin echt froh, so lange gewartet zu haben.

Beeindruckende Klänge in der Elbphilharmonie mit Daniel Brandt

Ganz spontan habe ich am späten Samstagnachmittag noch ein Ticket für die Elbphilharmonie abgegriffen. Einige Gewinner der Ticketverlosung haben ihre Karten wohl nicht abgeholt und so waren für alle drei Elbphilharmonie-Konzerte kurz vorher noch kleine Restkontingente verfügbar, die von den ersten am Ticketschalter abgeholt werden konnten. Da ich gerade sowieso ganz in der Nähe war und kein Gegenprogramm geplant war, hatte ich also echt Glück und so ging es auf dem schnellsten Weg zu dem imposanten Gebäude.

Schon die Fahrt mit der 82 Meter langen und damit größten Rolltreppe Europas war ganz nett. Danach ging es direkt weiter die Treppen hinauf zum großen Saal. Aufgrund der Vielzahl von Treppen und unterschiedlichen Etagen gibt es sogar nette Damen und Herren, die einem den richtigen Weg weisen. Und dann waren man drin im großen Saal der Elbphilharmonie!

Daniel Brandt, der zum Berliner Techno-Kollektiv Brandt Brauer Frick gehört, brachte mit zwei weiteren Musikern sein neustes Projekt Eternal Something auf die Bühne. Der Sound war wirklich außergewöhnlich und aus leisen Tönen wurden schnell verzwickte Klangstrukturen, die deutlich druckvoller klangen, als man sie bei Spotify oder YouTube zu hören bekommt. Kurzweilige 50 Minuten in denen man in Ruhe den Saal begutachten und die Musik auf sich wirken lassen konnte.

Das Bauwerk ist außen wie innen einfach toll. Der Sound ist wirklich überragend und es werden selbst kleinste Geräusche durch den Raum getragen, was natürlich auch zum Nachteil sein kann, da man auch jedes Räuspern deutlich wahrnehmen kann.  Ja es mag eine Stange Geld (extra) gekostet haben und als Steuerzahler ist man ggf. nicht besonders froh darüber, aber mit der Elbphilharmonie hat Hamburg ein neues Aushängeschild.

Das war der erste Teile meiner dreiteiligen Artikelreihe zum Reeperbahn Festival 2017. Im nächsten Blogbeitrag soll es um meine größten musikalischen Neuentdeckungen gehen, die ich euch im Einzelnen gerne vorstellen würde.

Falls euch der Artikel gefallen hat, so teilt oder kommentiert ihn gerne!

Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.