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Reeperbahn Festival 2017: Meine schönsten Neuentdeckungen (WILDES, Veronica Fusaro)

Das Reeperbahn Festival bietet neben einigen hochkarätigen Bands auch viel Platz zum Entdecken. Vor allem in den Abendstunden hat man eine große Auswahl an gleichzeitig spielenden Bands, Künstlerinnen und Künstlern, die man in der Menge erst einmal überblicken muss. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich mich momentan sehr im Indie-Pop mit weiblichem Gesang verliere. Auch das Reeperbahn Festival geizt nicht mit Künstlerinnen auf die diese Beschreibung passt. Ich habe zwei Perlen entdeckt und live erlebt, die ich euch kurz vorstellen möchte: Veronica Fusaro aus der Schweiz und WILDES (Ella Walker) aus England.

Veronica Fusaro

Da ich am frühen Freitagnachmittag noch keinen Plan hatte, wo ich meine Zeit verbringen wollte, machte ich mich auf den Weg zum SME (Swiss Music Export) Showcase im Sommersalon. Dort trat die junge Singer-Songwriterin Veronica Fusaro auf und präsentierte eine halbe Stunde lang Songs von sich. Im „Ed Sheeran-Sytle“ stand sie da alleine mit ihrer Gitarre auf der Bühne, vor ihr zwei Mikrofone und ein kleines Loop-Paddale. Was soll ich sagen? Der Auftritt war einfach bezaubernd schön. Super sympathisch, tolle ausdrucksstarke Stimme, gekonnte Beatbox-Einlagen, was will man mehr? Vor allem „Dragon“ von ihrer ersten EP Lost in Thought und ihre neueste Single „Never Getting Down“ haben es mir angetan.

Da mich das kleine Set am Vortag so überzeugt hat, habe ich mir den Auftritt am nächsten Tag im headCRASH auch nicht entgehen lassen, auch wenn ich nur etwa 25 Minuten zuschauen konnte. Auch hier hat Fusaro auf ganzer Linie überzeugt und mich mit ihrer sympathischen Art in ihren Bann gezogen.

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, wird ihre zweite EP am Anfang des nächsten Jahres erscheinen. Ich werde euch über die Künsterlin auf dem Laufenden halten und euch die EP natürlich auch hier vorstellen.

Veronica Fusaro: Facebook | Twitter | InstagramSoundcloud

WILDES

WILDES ist eine Künstlerin, die mir im Nachhinein ein noch schlechteres Gewissen machte, dass ich sie am Donnerstag im Imperial Theater nicht schon erleben konnte. Ihr kleines Set im Molotow Backyard war zweifelsohne auch traumhaft schön, allerdings wäre der Auftritt am Donnerstagabend von der Atmosphäre her sicher noch schöner gewesen. Als ich am Samstagnachmittag um kurz vor 16 Uhr im Molotow Backyard ankam, war der kleine Hinterhof schon gerammelt vor. Kurz danach folgte sogar ein Einlassstop, der erst nach dem Konzert der jungen Britin WILDES endete. Zurecht!

In der Ankündigung zu WILDES beim Reeperbahn Festival heißt es:

[…] „Bare“ könnte man ohne weiteres auf den Alben von Birdy, Daughter oder London Grammar finden, denn Wildes verfügt über eine kräftige und klare Stimme, in der aber auch eine gehörige Portion Pathos mitschwingt. […]

Wenn ihr meinen Blog aufmerksam verfolgt, wisst ihr, dass ich alle 3 genannten Künstlerinnen bzw. Bands schon live erleben konnte und jedes Konzert wundervoll fand. Zudem gehören London Grammar zu einer meiner absoluten Favourites, weswegen ich noch gespannter auf den Auftritt von WILDES war. Ella Walker aka. WILDES (der Mädchenname ihrer Mutter) ist gerade einmal 20 Jahre jung und bewies in ihrem knapp 20-Minütigen Set, welch großes Talent in ihr steckt. Ihre wandlungsfähige und traumhafte Stimme wurde wahlweise mit eigener Gitarre oder Unterstützung am Keyboard untermalt. „Bare“ ist zum Beispiel einer ihrer großartigen Songs, der für mich irgendwo zwischen Daughter und London Grammar angesiedelt ist.  „Ghost“ verleiht einem einfach nur Gänsehaut, spätestens wenn der Refrain einsetzt.

Da ich erst sehr spät in der Location war, stand ich leider sehr weit hinten, was mir etwas von der Magie des Auftrittes genommen hat. WILDES hat da vorne einen super Job gemacht, allerdings standen um mich herum leider viele tuschelnde Menschen. Deshalb hoffe ich sehr, dass ich in naher Zukunft noch einmal die Gelegenheit habe, WILDES live zu erleben!

WILDES: Facebook | Twitter | InstagramSoundcloud

Beiden Künstlerinnen nur das Beste!

Ich wünsche beiden Sängerinnen auf dem steinigen Karriere-Weg alles erdenklich Gute! Beide bringen ein unglaubliches Talent mit sich und haben das Zeug von jedem gehört zu werden. Natürlich werde ich für euch beide im Auge behalten und über Neuveröffentlichungen berichten.

Das war auch schon der zweite Teil meiner kleinen Artikel-Reihe zum Reeperbahn Festival. Der letzte Teil erscheint vermutlich am Sonntag und behandelt meine weiteren Erlebnisse und gesehenen Bands während des Festivals.

Falls euch der Artikel gefallen hat, so teilt oder kommentiert ihn gerne!

Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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