Zum Inhalt

Release Radar 04/17 #7 u. a. mit Gorillaz, Incubus und Maximo Park

Viel zu viele gute Veröffentlichungen in diesem Monat veranlassen mich dazu, euch mit einem weiteren Release Radar zu beglücken. Dieses Mal stehen Alben von der virtuellen Band Gorillaz, der Alternative-Rocker von Incubus und den Indie-Rockern von Maximo Park im Vordergrund. Zudem gibt es eine handvoll neuer Singles zu bestaunen. Lest und hört mal rein!

Gorillaz – Humanz

Es war ein ganz schöner Akt sich durch das komplette Album zu wühlen, aber letztendlich habe ich es geschafft und bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll. Nachdem die Gorillaz eine ganze Weile offline waren, wurden sie nun von den Gründern Damon Albarn und James Hewlett wieder reaktiviert. Das Album Humanz glänzt sicherlich mit einer langen, bunt-gemischten Liste an hochkarätigen Feature-Gästen, allerdings krankt es zum Teil auch sehr daran. Es fühlt sich in sich einfach nicht gut und konsistent genug an, um als Gorillaz Album durchzugehen.

2D rückt sich mit seinem Gesang schon sehr in den Hintergrund und auch die sonst so besondere Instrumentalisierung fehlt zum Teil. Dementsprechend fühlt es sich eher nach Songs der anderen Künstler an mit einem Albarn Feature. Den ersten WTF-Moment hatte ich beim fünften Track „Momentz feat. De La Soul“. Ich musste erstmal kurz gucken, ob ich noch in der richtigen Playlist bin. Aber versteht mich nicht falsch: Die Songs an sich sind teilweise echt gut geworden. Trotzdem vermisse ich einige Songs, mit denen ich an den Gorillaz gewachsen bin. Schade drum.

Anspieltipps: Saturnz Barz, Let Me Out, She’s My Collar

Incubus – 8

Songs wie „Wheel“ oder „Love Hurts“ liefen bei mir vor 5-8 Jahren teilweise in Dauerschleife. Auch an das hervorragende Riff bei „Anna Molly“ kann ich mich noch gut erinnern. Selbstredend konnte ich nicht anders und habe mir das neuste Werk von Incubus angehört. Kurz gesagt: 8 ist eine gut gelungene Platte! Die Alternative-Rocker bieten gewohnten Sound, der auch mal wieder schön rockig daherkommt. Nichts schlechtes, allerdings auch nichts besonderes, aber dennoch ein Schritt in die richtige Richtung.

Anspieltipps: Nimble Bastard, No Fun

Maximo Park – Risk to Exist

Es war also wieder soweit. Einer der Class of 2005, die den Indie-Rock nach der Jahrtausendwende geprägt haben, bringen wieder ein neues Album an den Mann. Die Indie-Rock-Briten Maxïmo Park veröffentlichen drei Jahre nach ihrem letzten Album Too Much Information ihr Album Risk to Exist. Zu hören gibt es 11 neue Songs mit einer Gesamtlänge von 40 Minuten.

Was lange währt wird endlich gut. So geht es mir zumindest mit dem Album. Es brauchte seine Zeit, bis ich mich wirklich darauf einlassen konnte. Maxïmo Park standen einst für rauen Indie-Rock, der mit der Zeit allerdings in die Pop-Schiene abdriftete. Keineswegs schlecht, aber auf dem Album hätte man sich gerne ein paar mehr Gitarren-Riffs gewünscht. Sei es drum. Risk to Exist ist mit seinen Synthie-Pop Melodien tanzbar, eingängig und ganz nah am Puls der Zeit, denn auf dem Album wurden u. a. die Flüchtlingskrise und der Brexit textlich behandelt. Musikalisch und textlich ein schönes Album, auch ganz ohne schrammeligen Rock.

Anspieltipps: Risk to Exist, What Equals Love?

Und sonst so?

Paramore und Lana Del Rey präsentieren uns neue Singles aus ihren kommenden Alben. Und auch London Grammar beglückten uns mal wieder mit einer neuen Single. Ich bin sogar an ein Ticket für ihre intime Show in Berlin gekommen und freue mich unheimlich. Dafür nehme ich auch gerne den langen Anfahrtsweg in Kauf. Den Konzertbericht dazu werdet ihr dann ein paar Tage später sicher auch hier vorfinden.

HAIM – Right Now // Die drei Haim-Schwestern melden sich aus dem Studio zurück! Filmregisseur Paul Thomas Anderson hat die drei Damen besucht und den Song „Right Now“ in einer Live-Studio-Version in Bild und Ton festgehalten. Ihr neues Album Something To Tell You wird am 07.07.2017 via Columbia erscheinen.

PJ Harvey – A Dog Called Money // Recht überraschend hat auch Polly Jean Harvey einen bzw. zwei neue Songs veröffentlicht, die in physischer Form exklusiv auf einer 7-inch-Vinyl auf ihrer Tour erhältlich sind. Ob die neuen Songs auf neues Material/ein neues Album der Britin hindeuten?

Lady Gaga – The Cure // Auf dem Coachella hatte Lady Gaga als Überraschung einen neuen Song parat, der erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert wurde. „The Cure“ schlägt dabei eine etwas andere Richtung ein, als ihr letztes Album Joanne, allerdings steht auch dieser Sound ihr ziemlich gut.

Allie X – Paper Love // Auch diese Dame enttäuscht mit ihrem Pop eigentlich nie. Ihr neues Album Collxtion II wird am 09.07.2017 erscheinen.

Falls euch der Artikel gefallen hat, so teilt oder kommentiert ihn gerne!

Veröffentlicht inMusikRelease Radar

Schreibe den ersten Kommentar

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.