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Release Radar 04/17 #6 u. a. mit K.Flay, Adna, Claire und The Kelly Family

It’s been a while. Dafür gibt es das heutige Release Radar in einer XL-Ausgabe zu Ostern! Mehr interessante Alben als sonst und eine Reihe weiterer schöner Singles. Freut euch auf Neuveröffentlichungen von K.Flay, Claire, Adna und The Kelly Family!

K.Flay – Every Where Is Some Where

Manchmal sind es die kleinen Perlen, die große Musik produzieren. Wenn ihr mal einen Blick auf das aktuelle Hurricane-Line-Up werft, werdet ihr an der vorletzten(!) Stelle den Namen K.Flay vorfinden. Die amerikanische Sängerin Kristine Meredith Flahert hat mittlerweile ihr zweites Album Every Where Is Some Where herausgebracht. Sie experimentiert auf ihrer neuen Veröffentlichung mit alternativem Hip-Hop, mit Elementen aus dem Indie- und Alternative-Rock-Sektor und kombiniert den Sound mit persönlichen und politischen Botschaften. Ein Album, welches sich nicht in Genre-Schubladen stecken lässt und daher umso interessanter daherkommt.

Anspieltipps: High Enough, Blood In The Cut, Black Wave

Claire – Tides

Schon Claires erstes Album The Great Escape hat bei mir positive Spuren hinterlassen und so war ich schon gespannt auf den Nachfolger, der mit Tides vor kurzem erschienen ist. Claire bringen euch wahnsinnig guten, eher melancholischen, reduzierten Synthie-/Elektropop made in Germany. Auch wenn Tides auf dem ersten Blick etwas schwieriger zugänglich ist als noch der Vorgänger, bieten sich einem doch einige Highlights. Claire trauen sich was, könnten aber auf dem ein oder anderen Song noch mehr geben! „Say It“ ist bspw. ein sehr tanzbarer Song, den man schon fast dem EDM zuschreiben könnte. Ein rundum gelungenes Gesamtwerk, welches demnächst auch live präsentiert wird.

Anspieltipps: End Up Here, Say It, Two Steps Back

Adna – Closure

Adna ist eine Musikerin aus Schweden, die ich über Spotify gefunden habe, da sie mir in einer der Playlisten über den Weg gelaufen ist. Am ehesten würde ich Adna musikalisch mit Daughter, Bon Iver oder The xx vergleichen. Ihr düsterer Indie-Folk ist nämlich verdammt fesselnd, wie auch die Musik der genannten Künstler. Dabei vergehen die neun Songs auf ihrem dritten Album Closure wie im Flug und man ist sofort gewillt den Replay-Button zu drücken. Eine wunderschöne Stimme gepaart mit düsteren, aber auch hoffnungsvollen Texten bilden das Gesamtpaket Adna.

Anspieltipps: Overthinking, Thoughts, Leave

The Kelly Family – We Got Love

Da sind sie wieder unsere Lieblinshippies und ein neues Album plus große Tourankündigung haben sie auch gleich im Gepäck. Das neue Album We Got Love ist wirklich gut gelungen. Eine Vielzahl der Songs sind alte Bekannte wie „An Angel“, „Fell In Love With An Alien“ oder „Nanana“, die allesamt neu eingespielt wurden und erfrischend gestaltet sind. Ein definitiv gelungenes Comeback mit 3 ausverkauften Shows in Dortmund. Für die wirklich große „We Got Love“ Tour durch den deutschen Raum im Jahr 2018 sind allerdings noch eine Vielzahl an Karten vorhanden. Fans von damals sollten sich das nicht entgehen lassen!

Anspieltipps: Fell In Love With An Alien, Nanana, We Got Love

Und sonst so?

Kendrick Lamar – DAMN. // King Kendrick droppt mal wieder ein neues Album. Auch wenn ich zu seiner Musik nie einen richtigen Zugang gefunden habe, finde ich das Album im Gesamten doch echt gelungen. Wenn er bisher noch nicht ganz oben angekommen ist, ist er es spätestens jetzt und bringt ihm zu Recht Headliner Slots u. a. beim Coachella-Festival ein!

Gorillaz – Let Me Out (feat. Pusha T & Mavis Staples) // Ein schöner Song und mit „Saturnz Barz“ für mich der stärkste der bisherigen Veröffentlichungen von Humanz. Gegenüber dem Album, dass in 2 Wochen erscheint, bin ich jedoch noch etwas skeptisch. Sehr viele Feature-Gäste auf das Album zu bringen, birgt die Gefahr die Identität zu verlieren.

Feist – Century // Über ein halbes Jahrzehnt mussten wir auf neue Musik der Kanadierin Feist warten. Nach „Pleasure“ gibt es nun eine weitere Single aus ihrem in 2 Wochen erscheinenden Album Pleasure. „Century“ ist deshalb ein spannender Song, weil er mit einem gesprochenen Part von Jarvis Cocker und einem sehr abrupten Ende einfach stoppt. Der Song selbst weiß zu gefallen und erinnert irgendwo an PJ Harvey.

Kraftklub – Fenster // Hä, das hört sich doch an wie ein „Die Ärzte“ Song? Und ja das könnte man sogar denken, denn die Botschaft des Songs passt sehr gut zu ihnen und am Ende des Songs singt Ärzte-Frontmann Farin Urlaub wirklich den Refrain. Nach dem eher ruhigen ersten Stück „Dein Lied“ geht es auf „Fenster“ schon etwas härter zu, allerdings immer noch zurückgefahrener als es bei sonstigen Kraftklub-Veröffentlichungen der Fall ist. Das Video ist allerdings wirklich sehr schön und auch mit einigen bekannten Gesichtern garniert.

Oh Wonder – Lifetimes // Auch vom Indie-Pop-Duo Oh Wonder aus London gibt es neue Musik zu hören. Leider habe ich die Band etwas zu spät kennengelernt und sie auf dem Hurricane 2016 leider verpasst. Umso intensiver verfolge ich sie nun und auch Oh Wonder bringen ein neues Album raus. Ultralife heißt es und erscheint am 16.07.17 .

Dua Lipa – Genesis (Akustik) // Abermals ein sehr gelungener Song, auch in der Akustik-Version. Ihre Stimme ist einfach phänomenal gut! Dua Lipas Debut-Album Dua Lipa wurde zwischenzeitlich verschoben und soll am 02.06.17 erscheinen.

Linkin Park – Good Goodbye (feat. Pusha T and Stormzy) // Warum denn nicht. Der Song gefällt mir gegenüber den ersten beiden Songs schon etwas besser und endlich hört man den Mike mal wieder rappen. Ein „Good Goodbye“ der alten Linkin Park-Zeiten? Das Album wird auf jeden Fall komplett anders und ich bin echt gespannt ob und wie sie die neuen Songs in ihre Live-Sets einbringen.

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Veröffentlicht inMusikRelease Radar

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