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Release Radar 11/17 #15 mit MØ, Tuvaband und Bonnie Li

Heute mal kein typisches Release Radar mit neuen Alben, sondern mit drei tollen 6-Track EPs, die in den letzten Tagen erschienen sind. Mit dabei sind heute: , die überraschenderweise neue Songs veröffentlicht hat; Tuvaband, die mit traumhaften Klängen zu überzeugen wissen und Bonnie Li, die Trip-Hop im dunklen Gewand gekonnt in Szene setzt. Viel Spaß!

MØ – When I Was Young

am 26.10.2017 über Sony Music UK/RCA Records veröffentlicht

Überraschenderweise hat die dänische Musikerin  mit When I Was Young eine neue EP veröffentlicht (danke an Lena von Zeilenzunder fürs aufmerksam machen)! Ihr Debut-Album No Mythologies To Follow ist mittlerweile schon über 3 Jahre alt und auch ihre letzte Single „Nights with You“, die als weiterer Vorbote zum neuen Album gilt, erschien bereits im April diesen Jahres. Sechs neue Songs also, die im Verlaufe der letzten vier Jahre entstanden sind und sehr persönliche Themen angehen. Angetan haben es mir vor allem die ersten beiden Songs „Roots“ und „When I Was Young“. Ersterer ist sehr mystisch angehaucht und vermittelt ganz neue Klänge, letzterer klingt typisch nach s Elektropop.

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Tuvaband – Mess

am 01.11.2017 über Brilliance Records veröffentlicht

Wer sind Tuvaband und was machen sie für Musik? Aus dem Pressetext:

Das aus der norwegischen Songwriterin Hellum Marschhäuser und dem britischen Musiker Simon Would bestehende Duo hat seinen Weg in die Indie-Musikszene im Herbst 2016 gefunden. […] Lo-Fi, Vocal-Layering und reverblastige Gitarren erzeugen einen rohen und organischen Sound, der von Bon Ivers Debüt-Album For Emma, Forever Ago beeinflusst ist. Die Lyrics verleihen den Songs eine tiefere Bedeutung, indem sie im Verlauf der EP, die wie eine Geschichte konstruiert ist, inhaltlich voranschreiten.

Perfekte Voraussetzungen also dafür, dass mir die Musik der beiden gefällt. Schon nach dem Titeltrack der EP „Mess“ war ich vollends begeistert. Vom Sound her recht zurückgefahren und melancholisch, mit einer entzückende Stimme, die auch Töne in den höchsten Oktaven perfekt beherrscht. Vergleichen würde ich die Band am ehesten mit Adna, die recht ähnlich klingt. Man mag beim Hören der Songs gar nicht atmen, aus Angst etwas zu verpassen, weil die Stimme von Marschhäuser einfach so fragil klingt und einem Gänsehaut bereitet.  Wenn ich auch hier wieder zwei Songs mir aussuchen müsste, wären es wohl „Mess“ und „Trees“. Übrigens: Die Songs wurden alle in Eigenregie selbst geschrieben, aufgenommen und produziert.

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Bonnie Li – Plane Crash

am 03.11.2017 über Icons Creating Evil Art veröffentlicht

Im letzten Jahr gehörte das Debut-Album Full Circle von Hælos für mich zu einem der besten Alben des Jahres. 90er Trip Hop von Portishead und Massive Attack in moderner Aufmachung, kombiniert mit melancholischen Klängen, die an The xx erinnern. Warum ich euch das erzähle? Die neue EP von Bonnie Li geht in eine ähnliche, wenn auch deutlich düsterere Richtung. Anfänglich ein Soloprojekt von Bonnie ist es mit Elia M. nun zu einem Duo gewachsen. Verstärkte Vocal-Loops, ansehnliche Bass-Lines und das alles im multilingualen Gewand. „Mallory“ und „I want to run with the Wolves“ sind für mich die stärksten Songs der EP. Ich bin in jedem Fall richtig begeistert von diesem mystischen und rituellen Sound und freue mich schon auf das Debut-Album, das im nächsten Jahr erscheinen soll.

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Veröffentlicht inAlben ReviewsMusik

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