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	<title>Drama &#8211; Schumyswelt</title>
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	<description>Ein Meer aus Popkultur und Musikblog. Musikperlen, Konzerte, Film und mehr.</description>
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	<title>Drama &#8211; Schumyswelt</title>
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		<title>Normal People: Eine zutiefst bewegende Serie über Liebe, Identität und die Komplexität menschlicher Beziehungen</title>
		<link>https://schumyswelt.de/serie-normal-people-sally-rooney/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yannik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2023 15:35:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme & Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Coming-of-age]]></category>
		<category><![CDATA[Daisy Edgar-Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
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		<category><![CDATA[Paul Mescal]]></category>
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					<description><![CDATA[Normal People ist eine der besten Serien und Buchadaptionen, die ich je gesehen habe. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman der irischen Schriftstellerin Sally Rooney<div class="more-link-wrapper"><a class="more-link" href="https://schumyswelt.de/serie-normal-people-sally-rooney/">Weiterlesen..<span class="screen-reader-text">Normal People: Eine zutiefst bewegende Serie über Liebe, Identität und die Komplexität menschlicher Beziehungen</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Normal People</b><span style="font-weight: 400;"> ist eine der besten Serien und Buchadaptionen, die ich je gesehen habe. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman der irischen Schriftstellerin <strong>Sally Rooney</strong> und lässt sich als romantisches, coming-of-age Drama einordnen. Die Geschichte dreht sich um die kluge und wortgewandte Außenseiterin Marianne und den beliebten aber unsicheren Connell. Zwei Teenagern einer irischen Kleinstadt, die heimlich eine Beziehung zueinander aufbauen. Ihre Liebesgeschichte wird mit Zeitsprüngen über fünf Jahre in verschiedenen Phasen ihres Lebens beleuchtet, von der High School bis zum College. Klingt wie ein typischer Plot, aber dahinter steckt noch so viel mehr.</span></p>
<p><span id="more-13206"></span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Neben der romantischen Beziehung, den zwischenmenschlichen Konflikten und den Herausforderungen des Erwachsenwerdens als zentrale Elemente, spielen Themen wie soziale Hierarchie, Identität, psychische Gesundheit, Intimität und dysfunktionale Beziehungen eine Rolle. Marianne und Connell werden verkörpert von <strong>Daisy Edgar-Jones</strong> (<em>Fresh</em>, <em>Der Gesang der Flusskrebse</em>) und <strong>Paul Mescal</strong> (<em>Aftersun</em> und bald <em>Gladiator 2</em>), deren Chemie gar nicht besser hätte sein und eingefangen werden können. Die beiden spielen ihre Figuren auf so eine authentische Weise, mit all ihren komplexen Eigenheiten und den emotionalen Feinheiten im Tanz zwischen Anziehung, Liebe und Verlust. </span><span style="font-weight: 400;"><strong>Normal People</strong> wurde schon 2020 veröffentlicht, umfasst 12 Episoden à etwa 30 Minuten und das Beste: sie ist ab dem 05.08.23 kostenlos in der ZDF Mediathek verfügbar.</span></p>
<h2>Normal People: Marianne &amp; Connell</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Die Regiearbeit teilten sich </span><b>Lenny Abrahamson</b><span style="font-weight: 400;"> (er hat u. a. den Film </span><i><span style="font-weight: 400;">Raum</span></i><span style="font-weight: 400;"> (engl. </span><i><span style="font-weight: 400;">Room</span></i><span style="font-weight: 400;">) mit </span><i><span style="font-weight: 400;">Brie Larson</span></i><span style="font-weight: 400;"> inszeniert) und </span><b>Hettie Macdonald</b><span style="font-weight: 400;">. Das Skript wurde von </span><b>Sally Rooney</b><span style="font-weight: 400;"> selbst, </span><b>Alice Birch</b><span style="font-weight: 400;"> und </span><b>Mark O&#8217;Rowe</b><span style="font-weight: 400;"> (eine Folge) geschrieben. </span><b>Normal People</b><span style="font-weight: 400;"> erzählt die Liebesgeschichte zwischen <em>Connell Waldron</em> und <em>Marianne Sheridan</em> und ihren Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Sie stammen beide aus der Kleinstadt <em>Sligo</em> in Irland und auch wenn sie auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirken, entwickeln sie eine tiefe Verbindung zueinander. Es entsteht eine heimliche Romanze, die sie jedoch auf ihren Wunsch hin vor Freunden und Familie geheim halten. </span></p>
<a href="https://schumyswelt.de/serie-normal-people-sally-rooney/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FPZw7wMQyTvI%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Connell ist charmant und intelligent, kämpft aber aufgrund seines sozialen Status als beliebter Schüler oft mit inneren Konflikten und ist unsicher. Marianne dagegen ist ebenso klug und unabhängig, bleibt aber oft von ihren Mitschüler:innen isoliert, kämpft mit familiären Problemen, ihrer Geschichte mit häuslicher Gewalt und ist emotional verletzlich. Weitere Schlüsselrollen spielen die alleinerziehenden Mütter der beiden. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als sie die Schule abschließen, ändert sich ihre Dynamik. Die Rollen im College-Leben kehren sich um und während Marianne in diesem Umfeld aufblüht, hat Connell große Schwierigkeiten sich einzufinden. Im Laufe der Zeit kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Sie finden wieder zusammen und trennen sich wieder, während sie ihre Beziehung, ihre persönlichen Träume und ihre Identität erforschen.</span></p>
<h2>Die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Im Kern zeigt <strong>Normal People</strong> die Komplexität und Verletzlichkeit von Beziehungen sowie die Auswirkungen von Kommunikation und das Fehlen ebendieser. Es tauchen öfter Situationen auf, die durch ein ehrliches, klärendes Gespräch hätten gelöst werden können. Verständlich ist aber auch, dass diese ausgeblieben sind. Die Familienverhältnisse der Hauptcharaktere sind ebenso wichtig. Marianne stammt aus einer reichen, aber dysfunktionalen Familie, während Connell aus einer Arbeiterklassenfamilie kommt und von einer liebenden Mutter (<em>Lorraine</em> ist ein moralischer Kompass für die beiden und der heimliche MVP der Serie) umsorgt wird, die aber sehr ehrlich mit ihm spricht. Isolation und Einsamkeit gehen mit Angst, Panikattacken und Selbstzweifeln einher. Mit Marianne als starke weibliche Figur wird die Bedeutung des Feminismus und der Gleichberechtigung gestreift. Bei ihr werden zusätzlich die Auswirkungen häuslicher, sexualisierter Gewalt auf das eigene Denken und Handeln sichtbar.</span></p>
<figure id="attachment_13327" aria-describedby="caption-attachment-13327" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-13327 size-full" src="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-2.jpg" alt="" width="1024" height="576" srcset="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-2.jpg 1024w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-2-300x169.jpg 300w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-2-768x432.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13327" class="wp-caption-text">Foto: Enda Bowe / ZDF</figcaption></figure>
<h2>Auf allen Ebenen brillant</h2>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Daisy Edgar-Jones</strong> und <strong>Paul Mescal</strong> sind einfach fantastisch in der Darstellungsweise ihrer komplexen, aber glaubhaften und daher menschlichen Figuren und lassen uns mit ihnen mitfühlen. Ich habe beide bereits in anderen Projekten gesehen, aber zusammen holen sie noch einmal das Beste aus sich heraus. Passend dazu ist die einfühlsame Inszenierung, mit einer Kamera, die oft sehr nah die Gesichter vor der Linse hat und so nur durch Mimik kommuniziert wird. Durch diese Verletzlichkeit wird auch die Bewältigung ihrer inneren Konflikte eingefangen, die im Roman als innere Monologe ausgetragen werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kommunikation ist wichtiger Bestandteil der Serie und wo Connell und Marianne es nicht schaffen, verbal miteinander zu kommunizieren, funktioniert es im blinden Verständnis zueinander und auf körperlicher Ebene umso besser. Die expliziten (Sex-)Szenen sind mit so viel Fingerspitzengefühl und Glaubhaftigkeit inszeniert, wie ihr es nur ganz selten zu sehen bekommt. Als Intimitätskoordinatorin war <em>Ita O&#8217;Brien</em> mit am Set, damit alle Beteiligten sich so wohl wie möglich fühlten. Es werden auch die vielleicht unangenehmen Momente gezeigt, die aber schlichtweg normal sind. Manchmal ist es mit einem Kondom vor Aufregung eben etwas fummelig. Es ist auch völlig in Ordnung nach Zustimmung zu fragen und zu sagen, wenn einem etwas nicht gefällt. </span></p>
<figure id="attachment_13328" aria-describedby="caption-attachment-13328" style="width: 1024px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-3.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-13328 size-full" src="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-3.jpg" alt="" width="1024" height="683" srcset="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-3.jpg 1024w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-3-300x200.jpg 300w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2023/08/normal-people-serie-copyrigt-enda-bowe-3-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-13328" class="wp-caption-text">Foto: Enda Bowe / ZDF</figcaption></figure>
<h2>Komme nicht davon los</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Mittlerweile habe ich mir die Serie dreimal in einem kurzen Zeitraum angeschaut, den zugrundeliegenden Roman (die Serienadaption ist wirklich sehr nah an der Buchvorlage) gelesen und direkt die beiden anderen Werke von<em> Sally Rooney</em> verschlungen. Die Harmonie von Daisy Edgar-Jones und Paul Mescal ist unvergleichlich, so nuanciert und es ist immer wieder erstaunlich, wie viel allein durch Blicke erzählt werden kann. Man spürt zwischen den beiden förmlich dieses Knistern, dieses Verlangen nach emotionaler und körperlicher Nähe und so schlagen die nicht so schönen Momente umso härter zu.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ich fühlte mich mit Connell so schnell verbunden, konnte mit seinen Sorgen und Unsicherheiten mitfühlen und wurde an mich erinnert, wie ich selbst manchmal reagiert habe. Kommunikation ist in so vielen Lebenslagen der Schlüssel, was ich erst deutlich später im Leben realisiert habe. </span><span style="font-weight: 400;">Einige Situationen taten mir so im Herzen weh, auch seine Struggles mit Selbstsicherheit, Depression und dem Impostor-Syndrom. Wenn man nicht nach Dingen fragt, die einem unangenehm sind, obwohl man eigentlich weiß, dass die andere Person damit überhaupt keine Probleme hat. Wenn man Dinge nicht tut, nur weil man glaubt, dass man sich danach schämen müsste oder das eigene Standing irgendwie angegriffen sein könnte. Hier ist die Serie so präzise in ihrer Ausarbeitung zwischen dem, was sich richtig anfühlt, und den Einflüssen der inneren und äußeren Umgebung auf diese Gefühle und Gedanken.</span></p>
<a href="https://schumyswelt.de/serie-normal-people-sally-rooney/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FiJf2VNF943g%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><strong>Normal People</strong> hat mein Herz auseinandergerissen, die Einzelteile wieder zusammengesetzt, nur um dieses Spiel immer wieder zu wiederholen und mich mit einem perfekten Ende zurückzulassen. Wie kann etwas gleichzeitig so schön und so schmerzlich sein? Zutiefst berührend, unglaublich gut gespielt (mein Crush auf Daisy Edgar-Jones ist seitdem riesig), authentisch-ehrlich eingefangen und passend musikalisch unterlegt. Zudem macht sie nachdenklich und lässt einen eigene Erfahrungen reflektieren. Sie zeigt, wie stark Liebe in all ihren Formen sein kann und ich hoffe meine Liebe für die Serie hat sich nach dem Lesen dieses Blogbeitrages auch auf euch übertragen. </span></p>
<blockquote><p><span style="font-weight: 400;"> “Menschen können sich wirklich gegenseitig ändern.”</span></p></blockquote>
<h2>&#34;Normal People&#34; in der ZDF Mediathek</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Am 04.08.2023 ab 21:50 Uhr wird die 12-teilige Serie in einem Rutsch bei ZDFneo ausgestrahlt und danach auch in der </span><a href="https://www.zdf.de/serien/normal-people/anziehung-irisches-liebes-drama-100.html"><span style="font-weight: 400;">ZDF Mediathek</span></a><span style="font-weight: 400;"> zur Verfügung stehen. Nachdem die Serie in Deutschland in letzter Zeit nur über Umwege zu bekommen war, ist das nun die perfekte Gelegenheit. Neben einer deutschen Synchronfassung wird es sicherlich auch die englische Originalversion zu sehen geben, die euch nur wärmstens ans Herz legen kann. Oder schaut sie euch doch einfach zweimal an. Aufgrund der FSK 16 Altersbeschränkung muss (je nach Uhrzeit) ein kostenfreies Konto erstellt und euer Alter mit euren Personalausweisnummern verifiziert werden. <a href="https://mediathekviewweb.de/">MediathekViewWeb</a> könnte euch auch weiterhelfen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Noch ein Tipp: Der Debütroman </span><b><i>Conversations With Friends</i></b><span style="font-weight: 400;"> von </span><b>Sally Rooney </b><span style="font-weight: 400;">wurde ebenfalls in ein Miniserien-Format gegossen, läuft am 06.08.2023 bei ZDFneo und kommt einen Tag später komplett in die Mediathek.</span></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das abgefahrenste Kinoerlebnis des Jahres: TITANE (2021)</title>
		<link>https://schumyswelt.de/filmempfehlung-titane-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yannik]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Nov 2021 16:30:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme & Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Agathe Rousselle]]></category>
		<category><![CDATA[Body Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Ducournau]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Titane]]></category>
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					<description><![CDATA[In der letzten Woche stand für mich der diesjährige Gewinnerfilm der Goldenen Palme in Cannes auf dem Plan: TITANE. Die französische Regisseurin Julia Ducournau hat<div class="more-link-wrapper"><a class="more-link" href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-titane-2021/">Weiterlesen..<span class="screen-reader-text">Das abgefahrenste Kinoerlebnis des Jahres: TITANE (2021)</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der letzten Woche stand für mich der diesjährige Gewinnerfilm der <em>Goldenen Palme</em> in <em>Cannes</em> auf dem Plan: <strong>TITANE</strong>. Die französische Regisseurin <strong>Julia Ducournau</strong> hat mit ihrem Debütfilm <strong>RAW</strong> vor einigen Jahren Aufsehen erregt und meine Vorfreude war entsprechend groß. In <strong>Titane</strong> erzählt sie im Kern von sehr menschlichen Themen. Identität, Familienzugehörigkeit, Traumata und Liebe stehen da im Vordergrund der Protagonisten Alexia. Angereichert und präsentiert werden diese mit Body-Horror-Elementen, die sie schon in <strong>Raw</strong> gekonnt einsetzte und mir an die Substanz gingen. Es gab genug Szenen, die unangenehm waren, aber dennoch wollten meine Augen nicht von diesen faszinierenden Bildern ablassen. So erging es auch Besuchenden bei einigen Premieren, wo Menschen übel wurde oder <a href="https://www.express.co.uk/entertainment/films/1517428/titane-cinema-horror-films-fainting-scariest-movies">in Ohnmacht fielen</a>. Kein einfacher Film, der aber provokant sämtliche Gehirnareale fordert und sich in euer Gehirn brennt.</p>
<p><span id="more-12299"></span></p>
<h2>Was erwartet einen in TITANE?</h2>
<p>Die ungeliebte <strong>Alexia</strong> hatte als kleines Mädchen einen Autounfall, woraufhin sie eine Titan-Platte in den Kopf implantiert bekommt. Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus merken wir, hier ist etwas anders. Sie würdigt ihren Eltern keines Blickes, sondern umarmt direkt das Unfallauto. Danach lernen wir sie Jahre später als erotische Tänzerin auf einer Autoshow kennen, bevor sie anfängt Leuten ihre Haarnadel ins Ohr oder andere Körperöffnungen zu stechen und sich auf ihrer Flucht als vermisster Junge ausgibt. Klingt abgefahren, ist es auch und es passieren noch deutlich skurrilere Dinge.</p>
<p>Auch die Brutalität (es gibt zum Beispiel eine Szene in der sie sich ihre Nase zurecht bricht) ist sehr ehrlich inszeniert. Während des Films wird die Handlung dann nicht mehr so stringent erzählt, entwickelt sich aber in eine irgendwie spannende Richtung. Mehr sollte man über den Film inhaltlich auch eigentlich nicht wissen, wenn man sich ihn noch anschauen möchte. Wer dennoch mehr wissen will, bekommt unten in &#34;Weitere Empfehlungen&#34; mehr zu lesen.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-titane-2021/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fr94F6zD2fMs%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>Nach dem Schauen war ich erst einmal ein wenig erschlagen. Bilder und Momente stehen metaphorisch für die Themen die in TITANE verhandelt werden. Audiovisuell ist der Film ebenfalls schlichtweg umwerfend. Die Farbpallette und ihre Kontraste bekommen wir gleich in der Eröffnungsszene präsentiert. Das sieht alles so gut aus, wie dort mit Farben, Lichtspielen und Reflektionen gearbeitet wird. Auch das oft derbe Sounddesign schwingt in jeder Szene mit.</p>
<h2>Sex, Autos, Morde</h2>
<p>Vor allem die Eröffnungsszene nach dem Filmtitel wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Unterlegt wurde diese mit &#34;Doing It To Death&#34; von <strong>The Kills</strong>, der im Kinosaal nochmal mehr ins Ohr drückte als ohnehin schon. Es folgte ein Tracking Shot während einer Autoshow, der einen sofort in den Film hineinzog. Die agile Kamerafahrt während der Tanzszene (die später im Film noch einmal wichtig wird) und das Schauspiel von <strong>Agathe Rousselle</strong> taten ihr übriges. Erst nach dem Film habe ich erfahren, dass es für Agathe die erste Filmrolle war, was rückblickend betrachtet echt verrückt ist.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-titane-2021/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FIKalu01QnRk%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>Auch später werden Szenen noch einmal sehr eindrucksvoll mit ausgewählten Musikstücken unterlegt. Diese laute, und bestimmt-ekstatische Stimmung heraufzubeschwören ist Regisseurin Julia Doucournau auch schon in RAW gelungen. Aber es wird nicht nur zugehauen, denn es gibt auch genug Szenen, die sinnliche Schönheit hervorzurufen und auch emotional unter die Haut gehen. Und manchmal wird es fast unfreiwillig komisch.</p>
<p>Ich bin superglücklich den Film doch noch im Kino gesehen zu haben, da man solche Filmperlen oft nur in ausgewählten Kinos zu sehen bekommt. Auch beweist Doucournau mit Titane warum sie eine der spannendsten französischen Regisseurinnen zur Zeit ist.</p>
<h2>TITANE ist Kino</h2>
<p>TITANE ist ein bizarrer Film, der nicht alle Geschmäcker bedienen wird. Da ist der Film viel zu weit weg vom Popcorn-Kino, dessen Besuchende den Film vielleicht nach 10 Minuten ausgemacht hätten. Auch die Brutalität könnte für manch Zuschauende zu viel sein.</p>
<p>TITANE wollt ihr schauen, wenn ihr Lust auf eine Herausforderungen habt. Ein Film bei dem ihr euch viele Gedanken machen und gleichzeitig verarbeiten müsst. Er stellt viele Fragen gibt aber nur wage Antworten.</p>
<p>TITANE ist für mich aufregendes Kino, abseits der Norm, das meine Sehgewohnheiten auf die Probe stellt und erweitert. Ein Film der mir zeigt, was im Kino möglich ist. Für mich das abgefahrenste Kinoerlebnis des Jahres.</p>

<a href='https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-scaled.jpg'><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-1024x576.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-1024x576.jpg 1024w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-300x169.jpg 300w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-768x432.jpg 768w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-1536x864.jpg 1536w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_2©Carole_Bethuel-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>
<a href='https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-scaled.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="512" src="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-1024x512.jpg" class="attachment-large size-large" alt="" srcset="https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-1024x512.jpg 1024w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-300x150.jpg 300w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-768x384.jpg 768w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-1536x768.jpg 1536w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-2048x1024.jpg 2048w, https://schumyswelt.de/wp-content/uploads/2021/11/TITANE_Photo_8@Carole_Bethuel-200x100.jpg 200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a>

<h3>Weitere Empfehlungen</h3>
<ul>
<li><a href="https://www.zeit.de/kultur/film/2021-10/titane-julia-ducournau-film-horror-cannes-gewinner-rezension">&#34;Titane: Endlose Transformation&#34; von Jens Balzer, Zeit.de</a></li>
<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=gVzlo9mPwsg">&#34;Scheiße, ich mag alles am Filmemachen!&#34; | Talk mit TITANE-Regisseurin Julia Ducournau von Kino+, Youtube.com</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Filmempfehlung: &#034;Niemals Selten Manchmal Immer&#034; (2020)</title>
		<link>https://schumyswelt.de/filmempfehlung-niemals-selten-manchmal-immer-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yannik]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2020 18:18:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme & Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Eliza Hittman]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Never Rarely Sometimes Always]]></category>
		<category><![CDATA[Niemals Selten Manchmal Immer]]></category>
		<category><![CDATA[Sidney Flanigan]]></category>
		<category><![CDATA[Talia Ryder]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Filmdrama Niemals Selten Manchmal Immer (im Original: &#34;Never Rarely Sometimes Always&#34;) von Regisseurin Eliza Hittman begleitet die 17-Jährige Autumn (gespielt von Sidney Flanigan) bei<div class="more-link-wrapper"><a class="more-link" href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-niemals-selten-manchmal-immer-2020/">Weiterlesen..<span class="screen-reader-text">Filmempfehlung: &#034;Niemals Selten Manchmal Immer&#034; (2020)</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Filmdrama <strong>Niemals Selten Manchmal Immer</strong> (im Original: &#34;Never Rarely Sometimes Always&#34;) von Regisseurin <strong>Eliza Hittman</strong> begleitet die 17-Jährige Autumn (gespielt von <strong>Sidney Flanigan</strong>) bei ihrem Versuch einer selbstbestimmten Abtreibung in den USA. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Cousine Skylar (gespielt von <strong>Talia Ryder</strong>). Dabei wird eindringlich und ehrlich die Verwundbarkeit junger Mädchen gezeigt, die einige frauenfeindliche Situationen auf ihrer Reise erleben müssen. Premiere feierte der Film beim <em>Sundance Film Festival 2020</em> und konnte bei den <em>Internationalen Filmfestspielen Berlin</em> den <em>Silbernen Bären</em> gewinnen. Ein bewegender Film, der mich bis zur letzten Sekunde emotional sehr gefesselt hat.</p>
<p><span id="more-11451"></span></p>
<p>Ungewollte Schwangerschaft und Abtreibung sind sehr sensible und vielschichtige Themen. In vielen Ländern der Welt ist es Frauen bis heute verboten einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Schauplatz des Films ist <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Abortion_in_the_United_States">in den Vereinigten Staaten</a>, wo seit Jahrzehnten ebenfalls ein erbitterter Kampf über das Thema tobt.</p>
<p>Zunächst sucht sich Autumn alleine Hilfe in einem Krisenschwangerschaftszentrum, welches ihr falsche Angaben zur Schwangerschaft macht, was sie erst später herausfindet. Auch ist für eine Abtreibung in ihrem Heimatbundesstaat Pennsylvania die Zustimmung der Eltern erforderlich. Auf eigene Faust reist sie dann mit ihrer Cousine Skylar nach New York, wo man auch ohne die Einwilligung der Eltern Hilfe bekommen kann.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-niemals-selten-manchmal-immer-2020/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Fhjw_QTKr2rc%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<h2>Intimes Porträt</h2>
<p>In dem Film steckt aber noch so viel mehr. <strong>Eliza Hittman</strong> beleuchtet die schwierigen Themen sehr gut und nuanciert. Sie zeigt auf, wie schwer Mädchen und Frauen es haben ihre freie Entscheidung durchzusetzen. Immer mit einem Auge fürs Detail und Schwerpunkt auf dem Wesentlichen. Teilweise hatte ich das Gefühl ich sehe eine Dokumentation, so real und intim fühlte sich das Geschehen an. Am meisten beeindruckt hat mich die sehr ruhige Erzählweise. Viele Details, die nebensächlich relevant sind, werden nur sehr subtil angedeutet. Dabei kommt er streckenweise komplett ohne Dialoge aus und verlässt sich auf Blicke, Gesichtsausdrücke, andere Feinheiten und einfach Stille, die mit einer sehr intensiv-begleitenden Kamera von Französin <strong>Hélène Louvart</strong> gefüllt wird. Dadurch bekommt das Ganze eine fast unheimliche Stille, die einen gebannt mitfühlen lässt.</p>
<p>Sowohl für <strong>Sidney Flanigan</strong>, als auch <strong>Talia Ryder</strong> ist es ihr Filmdebüt, die beide exzellente Leistungen abliefern und großen Anteil daran haben, warum mich der Film so gefesselt hat. Durch die sehr nahe Kameraarbeit bekommt der Zuschauende jede kleinste Emotionsveränderung mit und die beiden haben für mich einfach komplett abgeliefert. Die Schauspielerinnen bekommen wir demnächst hoffentlich öfter zu sehen. Talia Ryder werdet ihr Ende 2021 in <em>Steven Spielbergs</em> Neuverfilmung des Musicalklassiker <em>West Side Story</em> wiedersehen.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-niemals-selten-manchmal-immer-2020/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FTkM9xGcHPTE%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>Wieder einmal ist es auch eine titelgebenden Szene, die dermaßen herzzerreißend ist. Dort soll Autumn die Fragen einer Ärztin mit &#34;Niemals, Selten, Manchmal, Immer&#34; beantworten. Gedreht als One-Shot wirkt das so echt, so greifbar und man fühlt einfach mit. Respekt nochmal an Sidney Flanigan, die Szene war einfach unglaublich.</p>
<h2>Sprachlosigkeit</h2>
<p>Es ist einer dieser feinen Filme, die mich sprachlos zurücklassen. Das Gesehene musste ich während und nach den Credits (zum Song &#34;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=NlG2n9WKwSk">Staring At A Mountain</a>&#34; von Sharon Van Etten, die auch Autumns Mutter spielt) erst einmal verdauen. Ein schwieriges, aber wichtiges Thema, auf das weiter aufmerksam gemacht werden muss und welches in <strong>Niemals Selten Manchmal Immer</strong> einfühlsam eingefangen wurde.</p>
<p>Der Film müsste auch morgen (01.10.2020) endlich in die deutschen Kinos kommen. &#34;Leider&#34; ist es ein Indie-Streifen, weswegen ihr schauen müsst, ob ihr ihn in eurer Nähe zu sehen bekommt. Mainstream-Kinogänger werden mit dem Film eh weniger Spaß haben. Für all diejenigen, die sich emotional mal auf etwas neues einlassen wollen und sich für gute filmische Arbeit begeistern können, kann ich <strong>Niemals Selten Manchmal Immer</strong> nur wärmstens empfehlen.</p>
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		<title>Filmempfehlung: Porträt einer jungen Frau in Flammen</title>
		<link>https://schumyswelt.de/filmempfehlung-portraet-einer-jungen-frau-in-flammen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Yannik]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 18:05:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Filme & Serien]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Adèle Haenel]]></category>
		<category><![CDATA[Arthouse]]></category>
		<category><![CDATA[Céline Sciamma]]></category>
		<category><![CDATA[Drama]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Noémie Merlant]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt einer jungen Frau in Flammen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe mir Porträt einer jungen Frau in Flammen angesehen, welcher für mich einer der schönsten und besten Filme des Jahres 2019 ist. Mich zieht<div class="more-link-wrapper"><a class="more-link" href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-portraet-einer-jungen-frau-in-flammen/">Weiterlesen..<span class="screen-reader-text">Filmempfehlung: Porträt einer jungen Frau in Flammen</span></a></div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir <strong>Porträt einer jungen Frau in Flammen </strong>angesehen, welcher für mich einer der schönsten und besten Filme des Jahres 2019 ist. Mich zieht es momentan häufiger ins Programmkino, da man in den größeren Kinos abseits von Popcorn-Bombast, Franchise-Filmen und der einundzwanigsten Fortsetzung kaum was geboten bekommt. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein und auch diese Art Filme schaue ich mir gerne an, aber ich war auf der Suche nach etwas Besonderem. Für kleine Arthouse-Produktionen und Indie-Perlen ist bei der begrenzten Vorführungskapazität oft kein Platz. So kam ich dazu mir im Traum-Kino Kiel (#KeineWerbung) das historische Drama von <strong>Céline Sciamma</strong> anzusehen, welches mich vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Ein Film wie ein Kunstwerk, zwischen Freiheit, Kontrolle, verbotener Liebe und Leidenschaft.</p>
<p><span id="more-10517"></span></p>
<h2>Malerische Bilder</h2>
<p><strong>Porträt einer jungen Frau in Flammen</strong> (im Original: <em>Portrait de la jeune fille en feu</em>) spielt Ende des 18. Jahrhunderts in Frankreich. Die Pariser Malerin Marianne (<strong>Noémie Merlant</strong>) bekommt einen Auftrag, der sie auf eine kleine Insel an der Küste der Bretagne verschlägt. Dort soll sie heimlich ein Gemälde der Adelstochter Héloïse (gespielt von <strong>Adèle Haenel</strong>) anfertigen, die sich gegen eine von ihrer Mutter arrangierten Ehe wehrt. Daraus entwickelt sich ein dramatisches und intensives Liebesdrama.</p>
<p>Der Film fängt ganz behutsam in einer Kunststunde von Marianne an, bis ihre Ereignisse auf der Insel rückwirkend erzählt werden. Es wird die Fahrt mit dem Holzruderboot zur Insel gezeigt und man wird mit tollen Bildern langsam in die Geschichte von Marianne und Héloïse eingeführt. Daraus entspinnt sich ein extrem intensives Erlebnis, das vor allem durch das erstklassige Schauspiel der beiden Protagonistinnen lebt.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-portraet-einer-jungen-frau-in-flammen/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FgeZhBZ2ydU8%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>Gedreht wurde auf einer Insel in der Bretagne und ihr könnt euch vorstellen, welch atemberaubende Einstellungen vom Meer und der Küste man zu sehen bekommt. Der Look war ziemlich brillant, mal mit weiten Kameraufnahmen, meist aber fokussiert auf das Schauspiel. Auch die Szenen in der Nacht, die im Haus nur von Kerzen und einem brennenden Feuer beleuchtet wurden, waren auf der Leinwand sehr schön mit anzuschauen.</p>
<p>Der Einsatz von Musik geschah nur ganz dezent, wie feine Tupfer auf der Leinwand. So wurde das Rauschen des Meeres, das Kratzen der Pinsel oder auch nur der Atmen gekonnt in Szene gesetzt. Details sind in der Kunst, wie auch in dem Film unglaublich wichtig. Verbunden mit dem intensiven Schauspiel, welches die Kamera ganz nah begleitete, wurde es leidenschaftlich, feinfühlig erotisch, elegant, tragisch und einfach wunderschön. Auch das gesellschaftliche Bild im 18. Jahrhundert und die Stellung von Mann und Frau zur damaligen Zeit wurden gekonnt untergebracht. Nie aufdringlich, sondern immer recht subtil und bedacht.</p>
<h2>Porträt einer jungen Frau in Flammen</h2>
<p>Die namensgebende Szene des Films ist eine der wenigen, in der gezielt Musik eingesetzt wird und holy shit. Ich weiß nicht, ob ich irgendwann mal so verdammt viel und lange Gänsehaut im Kino hatte. Auch zum Ende hin, wird es noch einmal sehr intensiv, wieder einmal durch den Einsatz von Musik. Das Herz fängt an zu rasen, man hält den Atem an. Die Tränen rollen auf der Leinwand und im echten Leben. Das Bild wird schwarz wird und die Credits laufen lautlos herunter. Auch noch kurz danach war es im Kinosaal ungewohnt still und keiner wagte es diesen magischen Moment zu zerstören.</p>
<a href="https://schumyswelt.de/filmempfehlung-portraet-einer-jungen-frau-in-flammen/"><img decoding="async" src="https://schumyswelt.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FSr04s6IfxAQ%2Fhqdefault.jpg" alt="YouTube Video"></a><br /><br /></p>
<p>Ihr merkt schon, ich bin weiß Gott kein Filmkritiker und Rezensionen, die alles im kleinsten sezieren, könnt ihr von mir kaum erwarten. Zumindest noch nicht. Aber ich hoffe ihr könnt meine Begeisterung irgendwie nachvollziehen. Für sehr treffende Rezensionen findet man da draußen deutlich besseres, zum Beispiel die von <a href="https://www.kino-zeit.de/film-kritiken-trailer/portraet-einer-jungen-frau-in-flammen-2019">Beatrice Behn bei Kino-Zeit</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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