Kategorie: Filme & Serien

Meine Leidenschaft für das Medium Film in Worte gegossen. Reviews, Empfehlungen oder Vorschauen.

  • Meine liebsten Filme des Jahres 2023

    Ein verspätetes frohes Neues Jahr ihr Lieben. Im letzten Jahr habe ich diesen Blogbeitrag ausgelassen, aber da meine Filmleidenschaft noch immer sprudelt, möchte ich das gerne wieder aufleben lassen. Es war für mich ein schönes Jahr mit vielen hochkarätigen Filmen, allerdings auch schmerzhaften Verschiebungen, vor allem im Zuge der Streiks in Hollywood. Wie immer ist dies alles nur eine Momentaufnahme und einiges könnte sich bei einer zweiten Sichtung bei einigen Filmen in diesem Jahr wieder ändern. Und für alle Letterboxd-User:innen findet ihr hier einen Link zu meinem Profil.

    (mehr …)

  • Normal People: Eine zutiefst bewegende Serie über Liebe, Identität und die Komplexität menschlicher Beziehungen

    Normal People ist eine der besten Serien und Buchadaptionen, die ich je gesehen habe. Sie basiert auf dem gleichnamigen Roman der irischen Schriftstellerin Sally Rooney und lässt sich als romantisches, coming-of-age Drama einordnen. Die Geschichte dreht sich um die kluge und wortgewandte Außenseiterin Marianne und den beliebten aber unsicheren Connell. Zwei Teenagern einer irischen Kleinstadt, die heimlich eine Beziehung zueinander aufbauen. Ihre Liebesgeschichte wird mit Zeitsprüngen über fünf Jahre in verschiedenen Phasen ihres Lebens beleuchtet, von der High School bis zum College. Klingt wie ein typischer Plot, aber dahinter steckt noch so viel mehr.

    (mehr …)

  • Oscars 2022: Was von der Verleihung in Erinnerung bleiben sollte

    Es sind jetzt ein paar Tage seit der 94. Verleihung der Academy Awards vergangen und weiterhin beherrscht nur ein Thema die Medien. Der Fokus wurde damit komplett entrückt und die eigentlichen Gewinnerfilme waren plötzlich nur noch Nebensache. Dabei hatte die Verleihung so einige schöne Momente und Dankesreden, die einem viel lieber in Erinnerung bleiben sollten. CODA konnte neben Bester Film auch die anderen beiden Kategorien gewinnen, in denen er nominiert war. Die beiden Besten Nebendarsteller:innen Troy Kotsur und Ariana DeBose sowie Beste Hauptdarstellerin Jessica Chastain haben sehr schöne Reden hingelegt. Und mit Summer of Soul konnte Questlove den Preis für den Besten Dokumentarfilm gewinnen, etwas was ebenfalls total untergegangen ist. (mehr …)

  • Oscars 2022: Die 94. Verleihung der Academy Awards in der Nacht von Sonntag auf Montag

    It’s that time of the year again. Die jährliche Oscar-Verleihung steht an. Insgesamt 53 kleine und große Filme sind in 23 Kategorien nominiert. Spitzenreiter bei den Nominierungen sind Netflix Spät-Western The Power of the Dog (12) und das Sci-Fi-Epos Dune (10). Das Motto der Show: „movie lovers unite„. Nach dem Debakel im letzten Jahr bin ich gespannt, wie es in diesem Jahr am üblichen Ort ablaufen wird. Welche Überraschungen erwarten uns diesmal? Am Sonntag (27.03.) ab 23:10 Uhr beginnt die Oscar-Nacht bei Pro7 mit Beiträgen vom roten Teppich, bevor um 02:00 Uhr (28.03.) die Verleihung startet. Auch die Rocketbeans/Kino+ Crew wird wieder einen Oscast ab 0:30 Uhr machen.

    (mehr …)

  • DIE Teenager-Erfolgsserie: EUPHORIA

    Für Serien muss bei mir wirklich alles passen, damit ich überhaupt die Motivation habe, über mehrere Staffeln jahrelang dranzubleiben. Die Story muss mich fesseln, die Figuren sollten interessant sein, eine gewisse eigene Atmosphäre muss vorherrschen und audiovisuell sollte es auch überzeugen. In der Coming-of-Age-Teen-Drama-Highschool-Serie EUPHORIA (produziert von A24/HBO) habe ich all das gefunden.

    Der Basisplot basiert dabei auf einer israelischen TV-Miniserie mit demselben Titel. Im Mittelpunkt steht die anfangs 17-Jährige Rue, die nach einem Drogenabsturz und Rehab-Aufenthalt wieder zurück zu ihrer Schwester und Mutter kommt und erstmal versuchen muss mit dem Leben wieder klarzukommen und nicht wieder abzurutschen. Thematisch pendelt die Serie zwischen Sucht, Drogen, Sexualität, Selbstbestimmung und Mental Health, alles mit leicht überzeichneten Charakteren an einer amerikanischen Highschool. Der Mann hinter der Show, Sam Levinson, der früher selber drogensüchtig war, hat vieles aus seiner Geschichte in die Serie und in die Hauptfigur Rue gesteckt. Mittlerweile existieren zwei Staffeln und für mich passt hier einfach alles, von der künstlerischen Vision bis hin zu den psychisch-faszinierenden Figuren.

    (mehr …)

  • Kinoempfehlung: The BATMAN (2022)

    In dieser Woche startete mit The Batman eine weitere Verfilmung rund um den dunklen Rächer Gotham Citys in den Kinos. Gespielt von Robert Pattinson bekommt es Batman mit seiner Vergangenheit und den vielen Rätseln des Riddlers zu tun. Eingefangen in düstere, meisterhafte Bilder, unterlegt mit einem beunruhigenden Score. Bei fast 3 Stunden Lauflänge solltet ihr etwas mehr Zeit als üblich mitbringen und eher einen atmosphärischen Detektivthriller und keinen Hochglanz-Superheldenfilm erwarten. The Batman ist über weite Strecken in Dunkelheit gehüllt, es regnet den ganzen Tag und auch zum Lachen findet ihr hier nichts. Ein Kinobesuch lohnt sich aber allemal und ich bin immer noch schwer begeistert.

    (mehr …)

  • Kino zum Verlieben: Licorice Pizza (2021)

    Wenn der Name Paul Thomas Anderson fällt, werden Filmliebhabende schnell hellhörig. Auf Meisterwerke wie Magnolia oder There Will be Blood folgt jetzt sein neuester Streich: Licorice Pizza. Für die Coming-of-Age-Story begibt sich PTA ins San Fernando Valley der 1970er und schickt seine beiden Protagonist:innen, den 15-Jährigen Gary Valentine und die 25-Jährige Alana Kane, auf eine Reise, die ihre ungewöhnliche Anziehung auslotet. Dabei wirkt Licorice Pizza wie ein stetig fließender Fluss. Die beiden Figuren gleiten förmlich durch skurrile Situationen, vorbei an außergewöhnlichen Momenten. Wo es mir sonst schon schwerfällt die passenden Worte zu finden, ist es hier noch einmal doppelt schwierig. Der Film atmet durch seine Atmosphäre und die tollen Figuren. So einen Vibe bekomme ich in Filmen nur ganz selten zu spüren. Alle die sich darauf einlassen können, wird Licorice Pizza total begeistern.

    (mehr …)

  • Filmempfehlung: West Side Story (2021)

    Es ist kaum zu glauben, aber Steven Spielberg hat während seiner langen Karriere noch nie einen Musicalfilm gemacht. Das sollte sich nun ändern. Nachdem er sich im Alter von zehn Jahren das erste Mal das Album zu West Side Story anhörte, hat ihn das Musical nicht mehr losgelassen. 60 Jahre nach der Erstverfilmung folgt nun seine Version auf den Leinwänden der Welt und für 2,5 Stunden werdet ihr ins New York der 1950er Jahre entführt, mitten durch Streitereien zweier rivalisierender Banden, hinein in ein Liebesgeschichte. So opulent, so bunt, so dynamisch, so lebendig. Die Leidenschaft mit der hier gearbeitet wurde, spürt man in allen Filmkörnern und so wurde West Side Story zu einem berauschenden Seherlebnis, das mich begeistert hat.

    (mehr …)

  • Meine liebsten Filme des Jahres 2021

    Schon bevor die Pandemie mein liebstes Hobby vorerst komplett einstampfte, habe ich mich einem neuen zugewandt: Film. Sie wurden mein Zufluchtsort und vor allem im letzten Jahr habe ich so viele Filme gesehen, wie noch nie. Trotz der Lage habe ich es immerhin auch geschafft, für 11 verschiedene Filme das Kino zu besuchen. Nach wie vor der beste Ort, um Filme zu erleben. Für den Rest mussten dann VOD und die dutzenden Streaminganbieter herhalten. Wichtig: Für meine Liste qualifizieren sich alle Filme, die 2021 in Deutschland ihren ersten Start im Kino hatten, als Direct-to-Video Veröffentlichung herauskamen oder als Release bei einem der gängigen Streaminganbieter erschienen sind.

    (mehr …)

  • Das abgefahrenste Kinoerlebnis des Jahres: TITANE (2021)

    In der letzten Woche stand für mich der diesjährige Gewinnerfilm der Goldenen Palme in Cannes auf dem Plan: TITANE. Die französische Regisseurin Julia Ducournau hat mit ihrem Debütfilm RAW vor einigen Jahren Aufsehen erregt und meine Vorfreude war entsprechend groß. In Titane erzählt sie im Kern von sehr menschlichen Themen. Identität, Familienzugehörigkeit, Traumata und Liebe stehen da im Vordergrund der Protagonisten Alexia. Angereichert und präsentiert werden diese mit Body-Horror-Elementen, die sie schon in Raw gekonnt einsetzte und mir an die Substanz gingen. Es gab genug Szenen, die unangenehm waren, aber dennoch wollten meine Augen nicht von diesen faszinierenden Bildern ablassen. So erging es auch Besuchenden bei einigen Premieren, wo Menschen übel wurde oder in Ohnmacht fielen. Kein einfacher Film, der aber provokant sämtliche Gehirnareale fordert und sich in euer Gehirn brennt.

    (mehr …)