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Avengers: Endgame © Marvel / Disney

Filmempfehlung – Avengers: Endgame

Eine Filmempfehlung, eine Liebeserklärung. Es ist vollbracht: Die Inifinity Saga findet mit Avengers: Endgame nach 11 Jahren und 22 Filmen sein Ende und das Marvel Cinematic Universe seinen vorläufigen Höhepunkt. Gestartet mit Iron Man, war das für mich eine unglaublich Reise, die mich nun quasi mein halbes Leben begleitet. Ein bisher einmaliges Erlebnis in der Geschichte des Kinos, in dem Geschichten verschiedenster Helden zusammengeführt werden. Ein würdiger Abschluss, der momentan nach und nach diverse Rekorde bricht und mittlerweile über 1,6 Milliarden US-Dollar eingespielt hat. Im Beitrag findet ihr einen spoilerfreien und einen spoilerbehafteten Teil. Seid bitte in den Sozialen Netzwerken so fair: #DontSpoilTheEndgame.

Spoilerfrei

Da abzusehen war, dass dieser Film einfach gigantisch werden würde, haben wir uns auf den langen Weg nach Hamburg gemacht. Nach Alita: Battle Angel musste ich den Film einfach in einem IMAX-Saal gucken und wurde nicht enttäuscht. Die Bildqualität, das 3D, der Sound, die Luxus-Sessel. Ein bombastisches Erlebnis.

Nach der Ankündigung, dass der Film eine Laufzeit von knapp über 3 Stunden haben wird, war ich zunächst etwas skeptisch. Es fühlte sich aber zu keinem Zeitpunkt wie 3 Stunden an. Man wird direkt in die Handlung geschmissen und mit den Motiven, rund um Liebe und Verlust der Charaktere konfrontiert. Der Film hat für mich eine gesunde Mischung aus Action, Spannung, Drama, Komödie. Man lacht, man weint, man wird mitgerissen und sprachlos zurückgelassen. Er ist auch deutlich weniger actionlastig als anfangs vermutet, was dem Film sehr gut steht. Ich habe den Film auch mittlerweile zweimal gesehen, einmal auf Deutsch und einmal im englischen Original. Er hat auch beim zweiten Mal genauso gut funktioniert, obwohl ich ja genau wusste was passiert.

Avengers: Endgame bringt alles aus 11 Jahren Marvel Cinematic Universe in einem Film zusammen. Ihr dürftet vieles im Film verstehen, auch wenn ihr nicht alle 21 vorherigen Filme geschaut habt. Es macht aber dennoch am meisten Spaß, wenn man alle Filme zumindest einmal gesehen hat. Dann fallen einen die ganzen Eastereggs auf und man wird von bestimmten Szenen und Zusammentreffen bestimmter Charaktere noch mehr mitgerissen.

Für mich war der Film einfach unglaublich. Man darf die Handlung nicht komplett auseinander nehmen und er bot viel Fanservice, aber genau das wollte ich in so einem Film sehen. Auch sollte man den Film nicht als eigenständiges Werk betrachten, sondern eben als Höhepunkt aus 21 vorherigen Filmen. Man kann sich nur vor den Russo-Brüdern und den beiden Drehbuchschreibern Christopher Markus und Stephen McFeely verneigen. Der Fokus lag natürlich stark auf den ursprünglichen sechs Avengers, aber jeder Charakter bekommt Freiraum für seine Entwicklung. Besser geht es nicht. Das MCU hat für mich seinen Peak erreicht und ich bin gespannt, wie Marvel in Zukunft damit umgeht.

Es folgt der Spoiler-Teil. Wer Avengers: Endgame noch nicht gesehen hat, sollte nicht weiterlesen.

Marvel Studios' Avengers: Endgame – Official Trailer

ACHTUNG Spoiler!!

Ich muss einfach noch ein paar Sachen loswerden, wenn auch nicht alles, weil der Film einfach so unfassbare viele gute Szenen zu bieten hat. Ab jetzt folgt der spoilerbehaftete Teil der Handlung. WER DEN FILM NOCH NICHT GESEHEN HAT, SOLLTE NICHT WEITERLESEN.

Man darf die Handlung des Films nicht zu sehr auseinander nehmen. Man muss akzeptieren, dass das die einzige Möglichkeit war, Thanos zu besiegen, wie Doctor Strange vorausgesagt hat. Zudem verursacht das Thema Zeitreisen immer Kopfschmerzen, wenn man versucht mit Logik die ganze Sache zu betrachten, aber ich finde, der Film hat das ganz gut gelöst.

Ich fand es einfach extrem krass zu sehen, wie quasi an alle (wichtigen) Charaktere gedacht wurde und wie die Macher es geschafft haben, alles ineinander zu weben. Da fallen einem natürlich direkt die Unterhaltung von Tony mit seinem Vater oder das Zusammentreffen von Thor und seiner Mutter ein. Beides extrem wichtige Momente, die entscheidend für das Ende des Films sind.

Captain Marvel scheint man im Netz entweder zu lieben oder zu hassen. Die Probleme, um die Stärke von Carol Danvers aka. Captain Marvel wurden für mich zufriedenstellend und clever gelöst. Da das MCU in Zukunft sicher kosmischer wird und noch größere Bedrohungen warten, wird sie noch eine große Rolle spielen. Thor als The Big Lebowski. Der Mann halt alles verloren. Seine ganze Familie, seine Heimat, einfach alles. Zudem gibt er sich die Schuld, dass er nicht direkt auf Thanos Kopf gezielt hat. Er ist ein gebrochener Mann. Seine Charakterentwicklung gefiel mir sehr gut und es passt natürlich, dass er nun Teil der Asguardians of the Galaxy wird. Bruce Banner sieht den Hulk nun nicht mehr als Krankheit an, was finde ich sehr viel Sinn macht, obwohl man sich ein bisschen mehr Hulk-Action gewünscht hat. Der Tod von Black Widow hat mich schockiert, da ich den Charakter sehr mochte und im Hinblick auf ihren Solofilm nicht gedacht hätte, dass sie wirklich stirbt. Auch Hawkeye, der nach dem Verschwinden seiner Familie als Ronin durch die Welt gefiel mir.

Alan Silvestri – Main on End (From "Avengers: Endgame"/Audio Only)

Nachdem Captain America in Inifinity War nicht die größten Auftritte hatte, war es in Endgame endlich Zeit für ihn. Wie großartig war bitte die Szene als er plötzlich Mjölnir in der Hand hatte? Er ist würdig! Oder die Avengers in die finale Schlacht führte? Unterstützt von der extrem guten Arbeit von Komponist Alan Silvestri bekam man einige atemberaubende Szenen zu sehen. Auch sein Ende fand ich sehr schön, da er so seinen Tanz mit Peggy Carter und das Leben, dass er sich immer gewünscht hat, bekam. Das letzte Drittel war allgemein bombastisch gut, mit vielen tollen Momenten. Auch wenn sich einige daran stören, fand ich das Zusammentreffen der weiblichen Helden ebenfalls sehr schön und vielleicht wird es in Zukunft ja so einen Film à la A-Force geben.

Part of the journey is the end.

Alles in allem fühlte sich Avengers: Endgame aber wie eine Würdigung von Iron Man an. Einen besseren Tod hätte man den Charakter wohl kaum verpassen können. Ich saß im Kino und mir liefen die Tränen an den Wangen herunter (beide Male!). Ganz, ganz großartig! Robert Downey Jr. spielte die Rolle aber auch einfach perfekt. Die Beerdingungsszene danach war ebenfalls großes Kino.

In den Credits folgte dann noch eine weitere Überraschung. Wie toll war das bitte mit den Signaturen? Wer trotz der Tatsache, dass es keine Post-Credit-Szene gibt, bis zum Ende sitzen bleibt, kann Metal auf Metal knallen hören. Nochmal ein Hinweis auf Tony Stark, der seine Iron Man Rüstung im ersten Teil schmiedet. Mich brachte das zum Schmunzeln und somit schließt sich der Kreis. Auch wenn ich den Film natürlich durch die Fanbrille betrachte und über Schwächen und Fehler hinwegsehe, war das für mich ein würdiger Abschluss nach 11 Jahren. Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht heraus und könnte mir den Film glatt ein weiteres Mal anschauen.

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du den Artikel teilst oder kommentierst! <3

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