Zum Inhalt
Screen Violence / If I Can’t Have Love, I Want Power / if i could make it go quiet / Complex happenings reduced to a simple design / Seventeen Going Under / Inside

Meine liebsten Musikalben des Jahres 2021 (2/3): Das Zweitbeste vom Besten

Weiter geht es mit meinen liebsten Alben des Jahres. Heute das Zweitbeste vom Besten, also die Plätze 7-12. Die folgenden sechs Werke sind allesamt tolle Musikalben, die es auch in die Top 6 hätten schaffen können. Musikalben mit Platzierungen zu versehen, fällt mir sowieso immer sehr schwer, da es oft auf die Tagesform ankommt und dann nur Nuancen entscheiden. Die Plätze 5-8 musste ich in diesem Jahr fast schon auswürfeln. Eine Entscheidung zu treffen war fast unmöglich, aber ich habe sie getroffen. Heute mit dabei: Chvrches, Halsey, girl in red, Leoniden, Sam Fender und Bo Burnham.

7. Chvrches – Screen Violence

Es war ein langes hin und her, aber Chvrches haben sich mit ihrem vierten Studioalbum einen hohen Platz in dieser Liste verdient. Sie driften wieder in einen düstereren Sound und mit dem vermehrten Einsatz von Gitarre und Bass knallt es jetzt etwas mehr und das brauchte die Band. So funktionieren die angeschnittenen, düsteren Themen auch besser. “Asking For A Friend” ist einer der stärksten Opener in diesem Jahr, “California” auch einer ihrer besten Songs, die Zusammenarbeit mit Robert Smith von The Cure auf “How Not To Drown” harmoniert gut. Hinten raus ist es mindestens noch gut und auch die drei Zugaben vom Director’s Cut hätten gerne mit aufs Album gekonnt.

CHVRCHES - Asking For A Friend

8. Halsey – If I Can’t Have Love, I Want Power

Halsey fand ich schon immer super, nur auf Albumlänge zündete bei mir bisher noch nichts in Vollkommenheit. Das hat sich mit If I Can’t Have Love, I Want Power geändert. Produziert hat sie das Werk mit Trent Reznor und Atticus Ross und die Vision dahinter finde ich beachtlich. Halsey selbst sagt über das Album, es sei “ein Konzeptalbum über die Freuden und Schrecken von Schwangerschaft und Geburt“. Die Ästhetik, angefangen bei der Cover-Enthüllung, über die Videos, der ganze Rollout bis hin zu einem (Kino)-Film war sehr ambitioniert, hat für mich aber bestens funktioniert. Auch der musikalisch treibendere Stil matcht sich mit ihrer Stimme auf einem ganz neuen Level. Ein tolles Gesamtkunstwerk.

Halsey - I am not a woman, I'm a god

9. girl in Red – if i could make it go quiet

Ein Hype, der schnell an einem vorbeiziehen kann, wenn man nicht bei TikTok oder in ähnlichen Gefilden unterwegs ist. Queer-Ikone girl in red hat mich mit ihrem Indie-Bedroom-Pop aber komplett abgeholt. Seien es die persönlichen Texten zu ihren Struggeln mit Mental Health und Beziehungen, die Referenz zu der Serie Euphoria (große Empfehlung) auf “rue“, oder die Ergänzung des Albumtitels auf dem letzten Song “it would feel like this“, von dem ich gerne eine ausgefeilte 10 Minuten Version hätte.

girl in red - Serotonin (official audio)

10. Leoniden – Complex happenings reduced to a simple design

Drei Konzerte habe ich in diesem Jahr besucht, das beste davon war bei den Leoniden, auch noch an dem Abend bevor ihr neues Werk erschienen ist. Dieses trägt den komplexen Titel Complex happenings reduced to a simple design und ist ganze 21 Songs schwer. Davon trifft mich zwar nicht alles, aber insgesamt ist das wieder sehr beachtlich. Auch hier bin ich Fan von den sehr eingängigen Melodien und Texten und ich finde es super, dass sie nach zwei Alben ihren altbekannten Sound um neue Nuancen erweitern und ganz neues ausprobieren. Die Pandemie bot dafür natürlich viel Zeit, weil die Jungs ja sonst gefühlte 365 Tage auf den Bühnen des Landes stehen und ich kann es kaum erwarten, bis es wieder soweit ist.

Leoniden - L.O.V.E. | Offizielles Video

11. Sam Fender – Seventeen Going Under

Ich konnte den Hype lange Zeit nicht greifen, bis er mich förmlich verschluckt hat. Der Springsteen meiner Generation, der nur ein gutes Album davon entfernt ist, in seiner Heimat Großbritannien die Stadien des Landes zu füllen. Sam Fender hat alles, was es dazu braucht. Er scheint ein supernetter Typ zu sein, seine Bühnenpräsenz mit seiner Stimme rockt und ich mag seine Art des Songwritings sehr. Mit seinen Texten widmet er sich auf Seventeen Going Under den Herausforderungen des Erwachsenwerdens und das spricht mich momentan sehr an.

Sam Fender - Seventeen Going Under (Official Video)

12. Bo Burnham – Inside

Vieles habe ich kommen sehen, Bo Burnham in diesem Jahr nicht. Bis er sein “Comedyspecial” Inside bei Netflix veröffentlichte, kannte ich ihn nicht einmal. Und doch ist Inside das beste Produkt, welches während der Isolation in den letzten 18 Monaten über die Isolation entstanden ist. Als Album funktioniert es zwar immer noch ok, aber ihr solltet euch das ganze bei Netflix anschauen, weil es visuell spannend ist und damit ihr den kompletten Kontext bekommt. Deswegen landet das Album bei mir nur auf Platz 12. Seine anderen Specials findet ihr ebenfalls online: Make Happy bei Netflix und what. bei YouTube. Beide ebenso empfehlenswert.

White Woman's Instagram – Bo Burnham (from "Inside" – ALBUM OUT NOW)

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du den Artikel teilst oder kommentierst! <3

Veröffentlicht inBlogMusikReviews

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Schumyswelt.de