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Reeperbahn Festival 2019: Der Donnerstag mit spannenden Neuentdeckungen

Tag 2 beim Reeperbahn Festival 2019. Es ist 1 Uhr, mitten in der Nacht und ich sitze im Zug auf dem Weg nach Hause. Dabei schreibe ich diesen Beitrag hier, damit ihr etwas zu lesen habt, und lass den Tag Revue passieren. Ich habe mir gar nicht so viel angeschaut, da der Donnerstag für mich der schwächste Tag war. Dennoch gab es einige Überraschungen und man soll ja auch neuen Bands eine Chance geben. Dafür ist das Festival schließlich gemacht. Heute mit Malik Harris, bülow, Jungle by Night und Danai Nielsen.

Beim Schlendern über den Spielbudenplatz bin ich zwischenzeitlich bei Say Yes Dog, Ren Harvieu und Moli stehen geblieben. Allgemein bieten die Viva Con Agua Hangout Stage und der N-Joy Reeperbus ein abwechslungsreiches Programm, welches auch ohne Ticket zugänglich ist. Hier präsentieren sich Acts in Kurzfrom, die auch sonst auf dem Festival spielen. Bei ärgerlichen Überschneidungen kann man Glück haben, dass man hier noch einmal die Chance bekommt, die Bands zu sehen.

Ich habe es euch schon einmal gesagt und ich wiederhole es gerne nochmal: Merkt euch den Namen Malik Harris! Vorgestern noch in der Prinzenbar hat er heute den Bahnhof St. Pauli voll gemacht und wieder einmal krass abgeliefert. Das letzte Mal habe ich ihn bei COSBY im Vorprogramm gesehen. Da war er schon ziemlich cool, hat sich aber nochmal weiterentwickelt. Er erzählte Stories zu den Songs, witzelte mit dem Publikum und wirkte dabei ziemlich abgeklärt, als hätte er schon 20 Jahre Bühnenerfahrung. Und nein Malik, Du brauchst eigentlich keine Bandmitglieder. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie Du als Ein-Mann-Maschine Deine Songs auf die Bühne bringst.

Drei Treppen nach oben stand ich auch schon wieder im Häkken. Gerammelt voll wie gestern, aber ich wusste jetzt wenigstens, wo ich mich gut hinstellen konnte. Dort präsentierte bülow ihre Songs. Ihr Gesicht tief in einer Schirmmütze versteckt und von waberndem Licht umgeben. Hatte stimmlich etwas von Halsey und erinnerte mich kurzzeitig mal an Billie Eilish. Sollte man für die Zukunft ebenfalls auf dem Schirm haben.

Danach hat mich wieder der berüchtigte "Einlassstopp" bei Charlotte Lawrence erwischt. Aber das war auch kein Wunder, wo danach doch Thees Uhlmann und Mando Diao in dem kleinen Laden gespielt haben. Gefühlt ist aber auch bei den kleineren Acts deutlich mehr los, als in den letzten zwei Jahren. Um 17 Uhr wollte ich nämlich schon zu Be Forest., aber auch da war der Sommersalon so voll, dass ich dankend verzichtet habe.

Da ich kein passendes Alternativprogramm hatte, wusste ich nicht so recht wohin mit mir. In der Spielbude stieß ich auf die Griechin Danai Nielsen, die mich vom Sound her irgendwie an Fever Ray erinnerte. Netter Synth-Pop im funkelnden Glitzerkleid. Zudem war es spannend auch mal einen Act aus Griechenland zu sehen, da diese auf dem internationalen Musikmarkt praktisch (noch) nicht stattfinden (Gegenbeweise werden gerne entgegengenommen). Für ihren letzten Song "Mermaid" hat sie sogar als Sample benutzt, wie sie ihre Setlist zerreißt. Auf den ersten Blick skurril, aber dann doch mehr als passend.

Unbelievable – Danai Nielsen

Weitere Zeit musste überbrückt werden, also ab in den Mojo Club. Die Schlange war lang, die Beschreibung sehr vielversprechend. Neun junge Herren aus den Niederlanden wagen sich an die Genres Jazz-Funk und Afrobeat und nennen sich Jungle by Night. Ein ziemlich abgefahrener Auftritt! Drei Blechbläser im Vordergrund, während im Hintergrund die Grundlage für die Songs geschaffen wurde. Und wieder einmal träumte man sich weit, weit weg und dachte, man wäre gar nicht mehr in Deutschland auf dem Reeperbahn Festival.

Jungle by Night – Stormvogel

Zum Abschluss des Tages dann die Qual der Wahl: Dean Lewis, Celeste, SYML oder doch Hundreds. Dass KUMMER auch noch auftreten würde, hatte ich irgendwie total verdrängt, sonst wäre ich wohl da gelandet . Meinem Bauchgefühl nach, habe ich dann kurz bei der Hamburger Band Hundreds vorbeigeschaut. Aufgefallen sind einem direkt die Lichteffekte, wo Sängerin Eva Milner selbst zur Discokugel wurde. Vom Sound her war es aber weniger Disco, sondern zu Beginn deutlich düsterer Synth-Pop mit Electronica Einschlag.

Irgendwann trugen mich meine Beine nicht mehr und ich trat den nach Hause weg an. Wie gut, dass ich keinen Schrittzähler habe, da ich nach 2 Tagen vermutlich schon mein wöchentliches Schritt-Ziel erreicht hätte. Der Freitag wird mutmaßlich der beste Festivaltag mit Tusks, AYU und Billie Marten. Ob dem auch wirklich so war, erfahrt ihr vermutlich morgen an dieser Stelle!

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du den Artikel teilst oder kommentierst! <3

Veröffentlicht inFestivalsMusik

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