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Release Radar 01/17 #1 u.a. mit The xx, SOHN, Tokio Hotel und The Flaming Lips

Ein besserer Name für meine neue Artikel-Reihe ist mir noch nicht eingefallen, so muss Release Radar erst einmal herhalten. Ich versuche ein- bis zweimal im Monat auf neue Releases von Künstlern in meinem Kosmos aufmerksam zu machen. Da ich mich hobbymäßig immer mehr mit Musik beschäftige, brennt es mir einfach unter den Nägeln darüber mit jemandem zu quatschen und darüber zu berichten. Viel Spaß hiermit und vielleicht findet der ein oder andere ja etwas neues.

The xx − I See You

Man hat lange auf die Veröffentlichung hingefiebert und am Freitag war es dann endlich soweit. Der Plattenladen (Blitz Schallplatten / Records) meines Vertrauens hatte das gute Stück in der Limited Edition mit zwei Bonustracks vorrätig und ich habe die Platte gleich mitgenommen. The xx haben sich weiterentwickelt. Die Einflüsse ihres DJs Jamie xx, der in letzter Zeit solo unterwegs war und mit In Colours ein Solowerk veröffentlicht hat, sind kaum zu überhören. Trotzdem gelingt ihnen der Spagat zwischen zu viel und zu wenig. Ein gesunder Mittelweg, der für mich jetzt schon zu einem der Top-Alben 2017 gehört.

Warum man jedoch die beiden Bonustracks auf eine extra CD packen musste, erschließt sich mir nicht ganz. I See You ist mit gerade einmal 10 Tracks bei insgesamt 40 Minuten nicht übermäßig lang und so hätten die 2 anderen Tracks sicherlich noch mit drauf gepasst. Schade eigentlich, da man so beim Hören die CD für 2 Songs wechseln muss.

Eine Albumreview zu I See You bekommt ihr hoffentlich noch diese Woche hier zu lesen.

Anspieltipps, die schwer auszuwählen waren: „Lips“, „A Violent Noise“, „Performance“

SOHN − Rennen

Wer jetzt deutschsprachige, romantische Singer-Songwriter Songs erwartet, wird leider enttäuscht. Nach dem gefeierten Debut-Album Tremors brachte S O H N (Christopher Taylor aus London) am 13.1.17 den Nachfolger Rennen auf den Markt.

Mit wummernden Beats und seinem experimentellen Electronic-R’n’B wird man schnell in den Bann des Albums gezogen. Durch „Hard Liquor“ und „Conrad“ hat dieses auch einen sehr starken Einstieg. Das Album sonst gleicht einem Sammelsurium von Details und aneinander gedrückten Sound-Schnipseln und so lassen sich nach zweimaligen Durchhören immer weitere Kleinigkeiten entdecken. Das macht einfach Spaß!

Anspieltipps: „Hard Liquor“, „Conrad“, „Rennen“

The Flaming Lips − Oczy Mlody

Angesiedelt sind The Flaming Lips irgendwo zwischen Alternative/Progressive Rock und Psychedelic. Mit ihrem mittlerweile 14. Studioalbum Ocyz Mlody gelingt ihnen eine Reise durch fluoreszierende Sphären. Ein von Atmosphäre sehr stark geprägtes Album, welches manchmal schon ein wenig bedrückend wirkt. Ich habe mich mit der Band vorher nie beschäftigt, weshalb ich dazu nicht so viel sagen kann. Allerdings hat mich das Album echt fasziniert, wenn man sich darauf eingelassen hat. Das Album fängt Instrumental mit dem namensgebenden Song „Oczy Mlody“ an und lässt einem auf einer Welle immer weiter treiben. Wie ein regenbogenfarbenes Einhorn auf Droge oder so ähnlich. Schwer zu beschreiben, aber verdammt spannend!

Anspieltipps: Kann ich euch nicht geben, einfach mal reinhören.

Und sonst so?

Neues Material von London Grammar, Ed Sheeran, Slowdive und Julien Baker habe ich euch jeweils in den verschiedenen Artikeln vorgestellt.

Das neue Dropkick Murphy Album 11 Short Stories of Pain & Glory habe ich mir auch mal gegeben, da die sympathischen Amerikaner mit ihrem Irish-Folk-Punk immer gute Laune verbreiten. Ein durchaus solides Album, was live sicherlich auch hervorragend ankommen wird. Auf der Platte findet sich nämlich ein Cover von „You’ll Never Walk Alone„, was natürlich zum Mitgröhlen prädestiniert ist.

Die Broilers haben mit „Keine Hymnen heute“ den mittlerweile zweiten Song aus ihrem bald (03.02.17) erscheinenden Album (sic!) veröffentlicht. Beim erstmaligen Hören war ich erst weniger begeistert. Nachdem der Song dann im Radio lief, ging er dann doch in Ordnung und klingt schon fast nach Die Toten Hosen. Ob das Album trotzdem mal wieder mehr Punk und weniger Pop enthält? Wir werden es am 3.2.17 herausfinden. Oi Oi Oi!

Tokio Hotel. Wat? Ich bin verrückt? Nein ganz und gar nicht. Es war früher nur immer hipper Tokio Hotel nicht zu mögen. Doch die schrägen Jungs von damals haben sich verändert. Wo früher noch Gitarren und Drums den Sound bestimmten, sind es heute Synthesizer und elektronische Beats. Schon letztes Jahr machten sie mit dem elektronischen Album Feel It All wieder etwas auf sich aufmerksam. Diese Schiene soll auf dem kommenden Album Dream Machine fortgeführt werden. Die neuste Singleauskopplung „What If“ klingt dabei sehr frisch und energetisch. Die weiteren Songs aus Dream Machine landen übrigens am 02.03.17 in unserer Umlaufbahn.

Was gibt es sonst noch:

  • Pimf – So weit so gut / Klingt echt vielversprechend und ich freue mich auf sein neues Album. Ich habe ihn nach der Zeit beim VBT (Video-Battle-Tunier) etwas aus den Augen verloren doch nun verfolge ich ihn wieder.
  • Gerard – Luftlöcher / Solide gut, wie immer. Auch wenn ich sagen muss, dass die Hook nicht so meins ist und nicht eingängig ins Ohr geht. Ich bin gespannt auf das kommende Album „AAA“.
  • SDP – So schön kaputt / Früher noch „Die bekannteste unbekannte Band der Welt“ und heute im oberen Drittel jedes Straßenlaternen-Festivals in Deutschland. Die Fans feiern sie, aber ich hätte gerne die alten Jungs zurück.
  • Dua Lipa – Thinking ´Bout You / Ein schöner Song, der live genauso sehr überzeugt. Leider wurde das Album nochmals nach hinten verschoben und soll nun endgültig erst im Juni erscheinen. Sehr schade!

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Veröffentlicht inMusikRelease Radar

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