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Bosse © Tim Bruening/Universal Music

Bosse: “Alles ist Jetzt”

am 12.10.2018 über Vertigo Berlin / Universal Music veröffentlicht

Eigentlich wollte ich ja weniger zu großen Releases machen und wieder verstärkt kleine Künstlerinnen und Künstler in den Fokus rücken, aber bei Bosse muss ich einfach eine Ausnahme machen. Letzte Woche trudelte eine E-Mail mit dem Bosse Album in mein Postfach und ich musste einfach mal reinhören. Den sympathischen Aki Bosse höre ich schon seit 9 Jahren und Songs wie “3 Millionen” und “Roboterbeine” verfolgen mich seitdem. Ich habe auch seit 2009 alle seine fünf Auftritte beim Deichbrand Festival bisher gesehen und war schon immer begeistert, von seiner total positiven Ader und seinem sozialen Engagement. “Alles ist Jetzt” knüpft an die anderen Alben an, mit etwas differenziertem Sound, vor allem was die elektronischen Elemente angeht.

Ich hätte mir das Album vielleicht niemals angehört, weil ich “Augen zu Musik an” am Anfang erst total weird fand und einige der neuen Songs mir bei seinem letzten Auftritt nicht so hunderprozentig zugesagt haben. Meine liebe Freundin hat aber gemeint, dass ich unbedingt nochmal reinhören müsse und gesagt getan. Seitdem tanze ich zu “Augen zu Musik an” jedes Mal durch die Wohnung und der Song hat mich einfach total gepackt.

Bosse – Augen zu Musik an (Official Video)

“Hometown” ist eine Ode an die eigene Heimat, die man auch nach Jahren wieder besuchen kann und Erinnerungen in einem aufwirbeln. Eines der großen Highlights des Albums. Hier ist auch mal wieder das Songwriting von Bosse zu erwähnen, dass ich immer als andersartig wahrgenommen habe, aber im positiven Sinne. Er arbeitet sehr viel mit Metaphern (“Pjöngjang”) und hat immer eine etwas andere Struktur in seinen Lyrics, als was man sonst so kennt.

Neben den hervorgehobenen Songs sehe ich auch “Robert de Niro” als absoluten Ohrwurm an. Mit einem eher düsteren Unterton, geht es in dem Song darum, im falschen Film zu sein und er wird dabei auch deutlich politisch (“aber das da ist einfach nur Nazi-Scheiß”). “Ich bereue nichts” schließt mit ruhigen Klavier-Tönen das Album. Bosse blickt auf seine Vergangenheit zurück, wo er “mehr Lacher, als Tränen” findet. Es ist keineswegs ein perfektes Album und wie so oft bei Bosse-Alben bin ich eher gemischter Gefühle. Und dennoch gibt es einige Songs mit tollen Botschaften, die herausstechen, aufzeigen, aufwirbeln.

Tracklist: Bosse – Alles Ist Jetzt

  1. Alles ist jetzt
  2. Hallo Hometown
  3. Augen zu Musik an
  4. Robert de Niro
  5. Wanderer
  6. Ich warte auf dich
  7. Die Befreiung
  8. Indianer
  9. Pjöngjang
  10. Overkill
  11. Süchtig
  12. Ich bereue nichts

Bosse Live 2018/2019

  • 01.11.  Cottbus – Gladhouse
  • 02.11.  Chemnitz – AJZ Talschock
  • 05.11.  Dortmund – FZW Freizeitzentrum West
  • 06.11.  Bremen – Schlachthof
  • 07.11.  Rostock – M.A.U. Club
  • 09.11.  Kiel – Halle 400
  • 10.11.  Hamburg – Große Freiheit 36
  • 11.11.  Berlin – ASTRA Kulturhaus
  • 22.11.  Fulda – Kreuz
  • 24.11.  Freiburg – E-Werk
  • 26.11.  Ravensburg – Konzerthaus
  • 27.11.  Nürnberg – Löwensaal
  • 28.11.  Regensburg – Eventhall-Airport
  • 02.12.  Heidelberg – halle02
  • 11.03.  Stuttgart – Liederhalle Beethovensaal
  • 12.03.  München – Tonhalle
  • 13.03.  Saarbrücken – Saarlandhalle
  • 15.03.  Offenbach – Stadthalle
  • 16.03.  Münster – MCC Halle Münsterland
  • 17.03.  Erfurt – Thüringen-Halle
  • 19.03.  Berlin – Columbiahalle
  • 20.03.  Berlin – Columbiahalle
  • 22.03.  Hamburg – Sporthalle
  • 23.03.  Hamburg – Sporthalle
  • 25.03.  Leipzig – Haus Auensee
  • 26.03.  Hannover – Swiss Life Hall
  • 27.03.  Bremen – Pier 2
  • 29.03.  Köln – Palladium
  • 30.03.  Köln – Palladium
  • 22.08.  Bochun – Zeltfestival Ruhr
  • 23.08.  Dresden – Junge Garde
  • 24.08.  Braunschweig – Volksbank BraWo Bühne

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du den Artikel teilst oder kommentierst! <3

Veröffentlicht inMusikReviews

Ein Kommentar

  1. Denise

    Tolles Album, sehr zu empfehlen! Danke für die Review. :)

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