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Kategorie: Reviews

Eine Kategorie für all die wunderbaren Alben und EPs, die mir im Laufe der Zeit über den Weg laufen und von mir rezensiert werden.

Ein Album zweier Champions: Marteria & Casper – 1982

am 31.08.2018 über Zwei Bernds tanken Super veröffentlicht

Da ist also endlich dieser Tag, wo die beiden Schwergewichte des deutschen Raps Marteria und Casper ein gemeinsames Album veröffentlichen. Die Erwartungen von vielen Seiten sind sicher gigantisch hoch und oft muss man bei solchen Kollaboalben gerne mal Kompromisse eingehen, da jeder seine eigene Vision hat. Doch die beiden schaffen die perfekte Harmonie. Die Bühne wird sich brav geteilt und man hört die Einflüsse beider Soundwelten, die in ein Album gegossen wurden. Eine gute Rap-Platte mit viel Platz für Ehrlichkeit und nostalgische Gefühle.

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Sofi Tukker tanzen im “Treehouse”

am 13.04.2018 über Ultra Records veröffentlicht

Wer einmal einen Song von Sofi Tukker gehört hat, muss dazu tanzen und wird von der Energie des Duos eingenommen. Nach ihrer Kooperation mit Apple und der Präsentation des iPhone X, kennt jeder ihren Song “Best Friend (feat. Nervo, The Knocks, Alisa Ueno)”. Auch in der neuen Kampagne zum iPhone X Red wird mit “Batshit” eines ihrer Lieder verwendet. Zuvor konnten sie schon für “Drinkee” eine Grammy Nominierung (Best Dance Recording) einheimsen, was dem Hype zusätzlichen Schub gab. Das Duo steckt mit ihrer unglaublich positiven Ader einfach an. Ihr Jungle-Pop, EDM-Sound tun ihr übriges. Das Debütalbum Treehouse ist eine Sammlung unterschiedlichster Werke, von harten Dance-Nummern, bis hin zu in ruhigen Sounds verpackte Gedichte. Neben Englisch werden Songs auch gerne auf Portugiesisch gesungen.

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Auf den Spuren der Mondlandung: Arctic Monkeys mit sechstem Album “Tranquility Base Hotel & Casino”

am 11.05.2018 über Domino Records veröffentlicht

Warum nicht auch einmal ein Wagnis eingehen? Es gibt ja bei so einigen Bands im Laufe ihrer Karriere Veröffentlichungen, die die Fangemeinde spalten und ich bin mir ziemlich sicher die Arctic Monkeys haben mit Tranquility Base Hotel & Casino genau so eines (wieder) veröffentlicht! Die Stimme von Frontmann Alex Turner bietet zwar weiterhin großen Wiedererkennungswert, die Instrumentierung und das Arrangement der Songs sprechen diesmal jedoch eine gänzlich andere Sprache. Den furiosen Indie-Rock und die mächtig klingenden Gitarren haben sie großflächig gegen Lounge-Pop und ein Keyboard getauscht. Dennoch kuschelt sich das Album auf seltsame, gar faszinierende Art und Weise an einen an. Die DNA der Monkeys ist auch auf dem neuen Album enthalten, offenbart sich aber erst, wenn man das Album nach zehnmaligem Hören durchdrungen hat. Wenn ihr dann also auch endlich auf Tranquility Base gelandet seid, kann es ja losgehen.

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Immer noch fresh: Die Fantastischen Vier mit neuem Album “Captain Fantastic”

am 26.04.2018 über Columbia / Sony Music veröffentlicht

Damit habt ihr nicht gerechnet! Das neue Album von Die Fantastischen Vier hatte ich bisher noch gar nicht auf dem Radar. Nachdem ich “Zusammen (feat. Clueso)” gehört hatte, dachte ich: Joah, ganz nett und hab mir das Album darauf gar nicht angehört. Am Wochenende lief dann aber “Aller Anfang ist Yeah” vom Captain Fantastic Album und ich konnte meinen Ohren gar nicht trauen. Stimmlich klang es wie die Fantas, aber soundtechnisch eben gar nicht, sondern eher nach Deichkind, die Double-Time auf einen ihrer Songs rappen. Ich wurde neugierig.

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Auf der Suche nach sich selbst: Within Temptation Frontfrau Sharon Den Adel mit Soloprojekt “My Indigo”

am 20.04.2018 über BMG Rights Management / Warner veröffentlicht

My Indigo. Hinter dem Namen verbirgt sich das Soloprojekt von Sharon den Adel, die wiederum seit über 20 Jahren Frontfrau und Songwriterin der Symphonic-Metal Band Within Temptation ist. Nach dem Ende ihrer letzten Tour 2014, ging es zurück ins Studio, um für die Band neue Songs zu schreiben. Doch sie verlor ihre Inspiration, ihre Magie und ihre größte Leidenschaft: das Musik schreiben. Sie ließ alles los, entrann dem Trott des dauerhaften Tourens und Schreibens und traf sich oft mit Freunden, Familien oder ging ihren Hobbies nach. Nachdem sie den Song “My Indigo” (ein Stück über die bedingungslose Liebe für eine andere Person) geschrieben hatte, setzten sich die Puzzleteil wie vorherbestimmt zusammen. Es war jedoch keine Musik für Within Temptation und so war ihr Soloprojekt My Indigio geboren, das nur in Nuancen etwas mit dem Sound ihrer Band zu tun hat.

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Kacey Musgraves und ihre “Golden Hour”

am 30.03.2018 über MCA Nashville / Universal Music veröffentlicht

In Deutschland weitestgehend unbeachtet, in Amerika schon seit Jahren eine große Nummer: Die Texanerin und Country-Sängerin Kacey Musgraves. Dies liegt vor allem daran, dass das Country-Genre hierzulande eher unpopulär ist und vom Gefühl her gerne mal in die Schlager-Ecke abgeschoben wird. Wer dieser Meinung angehört, der sollte ganz dringend in Golden Hour von Kacey Musgraves reinhören und ihr werdet überrascht sein, wie vielseitig das Genre doch sein kann. Zugegeben, den puren Country-Sound, wie auf ihren vorherigen Werken lässt sie etwas vermissen. Dafür lässt sie geschickt andere musikalische Einflüsse miteinfließen, die dem Werk eine tolle Komplexität und Atmosphäre verleihen. Wer die alte Taylor Swift vermisst, dürfte hier gut aufgehoben sein.

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