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Kategorie: Reviews

Eine Kategorie für all die wunderbaren Alben und EPs, die mir im Laufe der Zeit über den Weg laufen und von mir rezensiert werden.

Pures Piano & engelsgleiche Stimme: Birdy – “Piano Sketches” (EP)

am 06.11.2020 über Atlantic Records veröffentlicht

Vier Jahre nach ihrem letzten Album Beautiful Lies hat die britische Musikerin Birdy wieder Musik veröffentlicht. Sie hat sich viel Zeit für sich genommen und ist den Dingen nachgegangen, die ihr Herz begehrte. Ihre neue EP heißt Piano Sketches. Wie man es sich schon denken kann, sind die vier neuen Stücke Akustik-Songs: pures Piano und ihre engelsgleiche Stimme. Herzschmerz, Distanz, Kummer und das Weiterziehen sind die Themen der EP und das geht sehr ans Herz.

Träumerisches Debütalbum: Paris Jackson – “wilted”

am 13.11.2020 über Dragonflower Enterprises / Republic Records veröffentlicht

Beim Namen Paris Jackson in Verbindung mit eigener Musik wurde ich neugierig. Erst vor kurzen hat die 22-Jährige ihre Debütsingle “let down” veröffentlicht. Ohne große Ankündigung oder Marketingstrategien folgte nach nur zwei Wochen auch ihr Debütalbum wilted mit insgesamt elf Songs. Musikalisch ist es melancholisch, recht reduziert, verträumt und geht in die Richtungen Indie, Pop und Folk. Auf dem Album verarbeitet sie mit Herz und Seele viel Privates aus ihrem Leben (Schmerz, Heilung, Trennung) mit einer weichen, zarten Stimme, die Herzen zum Schmelzen bringt.

Gegen die Einsamkeit: Phoebe Bridgers – Punisher

am 18.06.2020 über Dead Oceans veröffentlicht

Während der letzten Monate hatte ich mal wieder eine neue Lieblingsmusikerin: die 26-Jährige Indie-Singer-Songwriterin Phoebe Bridgers. Nachdem ich mich endlich mal mit einigen ihrer Songs beschäftigt habe, hörte ich wochenlang nichts anderes mehr. Tiefsinniger Scharfsinn im Songwriting trifft hier auf eine wunderschöne, ruhige Stimme und fein-nuancierte Produktionen. Sie schafft es innerhalb weniger Textzeilen ganze Welten zu erschaffen und kommentiert dabei Situationen und Gefühle, aber in sehr subtiler Art und Weise. Ihre Texte erscheinen dabei oft bittersüß, nahbar, poetisch. Oft melancholisch, verträumt, aber immer mit einer Prise schwarzen Humors. Ich bin total entzückt, verzaubert und <3.

#BlackLivesMatter: SAULT – Untitled (Black Is)

am 19.06.2020 über FOREVER LIVING ORIGINALS veröffentlicht

Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch weiße Polizisten gehen die Proteste gegen Rassismus weltweit weiter. Auch am 19.06., am sogenannten Juneteenth, der Tag an dem an das Ende der Sklaverei der afroamerikanischen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten erinnert wird, zog es in den USA landesweit die Menschen auf die Straßen. Genau an diesem Tag, veröffentlichte die britische Band SAULT völlig überraschend ihr nächstes Album mit dem Titel Untitled (Black Is). Zeitlos und doch so verdammt relevant. Ein Protestalbum, welches perfekt in diese Zeit passt.

Musik als Selbsttherapie: Hayley Williams und ihr Solo-Debütalbum “Petals For Armor”

am 08.05.2020 über Atlantic Records / Warner Music veröffentlicht

Hayley Williams. Die Paramore-Frontfrau wandelt auf Solopfaden und hat mit Petals For Armor ein Album veröffentlicht, auf dem sie sich selbst therapiert. Das ganze Projekt fühlt sich wie die Reise durch Hayleys Seelenleben an. Gefühlt gab es bis zur kompletten Veröffentlichung fast jede Woche einen neuen Song mit dem sich Hayley, wie ein aufgehende Blume, ein Stück weiter öffnete. Um all die Zusammenhänge zu verstehen, muss man genauer hinhören und sich mit Hayleys Geschichte auseinandersetzen, aber dann geht es richtig ans Herz. Brillant und teils sehr direkt und ehrlich geschrieben und mit viel Liebe zum Detail produziert, ist Petals for Armor für mich ein unglaublich authentisches und emotionales Gesamtpaket und jetzt schon eines meiner liebsten Musikalben des Jahres.

Österreichs Pop-Shootingstar MATHEA veröffentlicht ihr Debütalbum “M”

am 01.05.2020 über 1998 / Sony Music veröffentlicht

Der Release-Kalender ist für mich momentan nur spärlich belegt. Einige Alben, auf die ich schon fast sehnsüchtig warte, wurden nach hinten verschoben. Umso erfreut es mich, wenn ein Album mal zum angesagten Releasetermin erscheint. Eines davon kommt von der österreichischen Künstlerin Mathea, die momentan auf dem Weg nach ganz oben ist. Ihre Debütsingle “2x” wurde auf Spotify fast 40 Millionen Mal gestreamt, was sie dort zur Zeit zur erfolgreichsten Künstlerin Österreichs macht. Eineinhalb Jahre nach ihrer ersten Single-Veröffentlichung erscheint nun ihr Debütalbum M, welches mich mit 12 Songs (inklusive ihrer Hit-Singles “2x” und “Chaos”) textlich und musikalisch sehr begeistert.

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