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Kategorie: Reviews

Eine Kategorie für all die wunderbaren Alben und EPs, die mir im Laufe der Zeit über den Weg laufen und von mir rezensiert werden.

Greta Van Fleet bringen den 70s Classic-Rock zurück

am 19.10.2018 über Republic Records / Universal Music veröffentlicht

Wann habt ihr zuletzt im Mainstream-Radio einen fetten, handgemachten, Classic-Rock Song gehört? Ist vermutlich schon ein paar Jahre her. Die Generation, die mit der jetzigen Musik groß wird, kennt solch einen Sound vielleicht gar nicht mehr. Pop und Hip-Hop dominieren zur Zeit die Musikwelt. Es gibt da aber so eine Band aus Michigan, die mit ihrem Classic-Rock der 70er Jahre einen fetten Hype generiert haben: Greta Van Fleet. Für die jetzige Generation, die nur noch mit dem heutigen Zeug aufwächst, ist die Band sicher ein Kulturschock. Fette Gitarren-Riffs, Rockstar-Attitüde und eine hysterische Stimme. Die drei Kiszka Brüder Josh, Jake und Sam und Drummer Danny Wagner erobern die Musikwelt im Sturm und mussten Konzerte von den 3500er in die 8000er Hallen verlegen und auch die sind mittlerweile ausverkauft. Dabei hat die Band erst am Freitag ihr Debütalbum Anthem Of The Peaceful Army veröffentlicht!

Bosse: "Alles ist Jetzt"

am 12.10.2018 über Vertigo Berlin / Universal Music veröffentlicht

Eigentlich wollte ich ja weniger zu großen Releases machen und wieder verstärkt kleine Künstlerinnen und Künstler in den Fokus rücken, aber bei Bosse muss ich einfach eine Ausnahme machen. Letzte Woche trudelte eine E-Mail mit dem Bosse Album in mein Postfach und ich musste einfach mal reinhören. Den sympathischen Aki Bosse höre ich schon seit 9 Jahren und Songs wie "3 Millionen" und "Roboterbeine" verfolgen mich seitdem. Ich habe auch seit 2009 alle seine fünf Auftritte beim Deichbrand Festival bisher gesehen und war schon immer begeistert, von seiner total positiven Ader und seinem sozialen Engagement. "Alles ist Jetzt" knüpft an die anderen Alben an, mit etwas differenziertem Sound, vor allem was die elektronischen Elemente angeht.

Im Rausch der Gefühle: CLOVES mit ihrem Debütalbum "One Big Nothing"

am 28.09.2018 über Island Records / Universal veröffentlicht

Über manche Künstlerinnen, die ich schon länger verfolge, habe ich hier auf dem Blog noch gar nicht geschrieben. So ist es auch in dem Fall von Kaity Dunstan aka. CLOVES. Die junge Australierin hat vor wenigen Tagen ihr Debütalbum One Big Nothing veröffentlicht, welches ich euch unbedingt vorstellen und ans Herz legen möchte. Musikalisch probiert sich die 23-Jährige aus und bietet ein Mix aus Soul, Pop und Rock. Die Arrangements versprechen einen poppigen Sound, der mit allerhand Indie-Rock-Noten durchsetzt ist. Lyrisch textet sie sich allerhand Dinge von der Seele, wie die Liebe, die Einflussnahme der Umgebung auf einen und die Verletzlichkeit des Menschen selbst. Stimmlich ist sie dabei immer mit einer gewissen Verruchtheit unterwegs und erinnert dabei in Ansätzen an Amy Winehouse oder Adele, ohne diese aber irgendwie imitieren zu wollen.

Jetzt oder "nie" – Musik von Fynn Kliemann

am 28.09.2018 über Two Finger Records veröffentlicht

Es ist endlich soweit: Der Heimwerkerking und Kliemannsland-Gründer Fynn Kliemann veröffentlicht ein komplettes Musikalbum. Auf nie lernen wir einen ganz anderen Fynn kennen, nicht so hibbelig und voller Witz, wie in seinen Videos. Sondern eine andere, dunklere Seite; mal melancholisch, mal nachdenklich. Er erzählt Geheimnisse aus seinem Leben, die sonst vermutlich nie die Öffentlichkeit erreicht hätten. Man erfährt Geschichten von seiner Familie, er erzählt von seinem Vater. Textlich ist er dabei genauso kreativ, wie in seinen Handwerkertätigkeiten. Sehr vielschichtig und undurchsichtig. Musikalisch dabei ziemlich eingängig und meist locker leicht.

AVEC mit ihrem Album "Heaven/Hell" auf emotionaler Achterbahnfahrt

am 14.09.2018 über earcandy recordings veröffentlicht

Es gibt so Musikalben, die kommen einfach zum bestmöglichen Zeitpunkt und umarmen einen ganz fest. Das Album Heaven/Hell von AVEC ist so eines. Die 23-Jährige Miriam Hufnagl gilt als steigender Stern im österreichischen Musikkosmos, natürlich nicht ohne Grund. Die Singer-Songwriterin hat mit der grandiosen Ballade "Granny" auf sich aufmerksam gemacht und sich mit ihrem melancholischen Debüt What If We Never Forget in viele Herzen gespielt. Auf ihrem neuen Werk klingt sie erwachsener und experimenteller, ohne ihren persönlichen Touch zu verlieren. Kommen wir auf den Punkt: Ich liebe alles an diesem Album. Angefangen von der Aufmachung mit dem Cover, über das kleine aber feine Booklet, bis zu den wundervollen Songs. Warum? Das erzähle ich euch gerne.

Rap braucht wieder einen Märchen-Erzähler: Alligatoah und Schlaftabletten, Rotwein V

am 14.09.2018 über Trailerpark/Groove Attack veröffentlicht

"Freie Liebe, freie Liebe, freie Liebe.." Dieses Album ist einfach so voller Ohrwürmer und Zeilen, die es wert sind zitiert zu werden, dass ich den Beitrag einfach so beginnen musste. Der feine Herr Lukas Strobel aka. Alligatoah hat mit Schlaftabletten, Rotwein V ein neues Album veröffentlicht oder sollte man besser sagen Mixtape? Die vorherigen Werke der StRw-Reihe wurden immer als Mixtape betitelt, auf denen sich Werke wie "Was der Bauer nicht kennt", "Namen machen" oder "Trostpreis" wiederfinden. Nun aber ein Album und diese Bezeichnung wird dem ganzen auch mehr als gerecht. Facettenreich und voll sprudelnder Ideen präsentiert uns Alligatoah 16 Songs, in denen er auf ironische Art und Weise durch die aktuellen Themen, Klischees und First-World-Problems unserer Gesellschaft fegt.

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