Kategorie: Reviews

Eine Kategorie für all die wunderbaren Alben und EPs, die mir im Laufe der Zeit über den Weg laufen und von mir rezensiert werden.

  • Mysteriöse Schönheit: Fishbach mit ihrem Debütalbum „À Ta Merci“

    am 16.02.2018 über Sony Music veröffentlicht

    Französisch ist so eine schöne Sprache. In der zehnten Klasse wollte ich das Fach unbedingt loswerden. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ist es eigentlich schade. Die Newcomerin Fishbach hat mit ihrem Debütalbum À Ta Merci (zu Deutsch: „Auf deine Gnade“) einen triftigen Grund geliefert, meine geringen Kenntnisse der französischen Sprache wieder etwas aufzufrischen. Dabei ist das 19 Stück (inkl. 2 Deluxe-Version Songs und 5 Live-Versionen) starke Album der Französin Flora Fischbach schon über ein Jahr alt, wurde allerdings jetzt erst aus ihrer Heimat Frankreich in die Welt exportiert. Experimenteller Pop, der im neuen Gewand an die 80er Jahre erinnert, ist zu hören, mal als dunkler Schatten, mal als bunter Blumenstrauß. Eigentlich hatte ich für das Album eine Kurzrezension im Release Radar angedacht, allerdings hat mich das Album so gepackt, dass ich nun doch einen eigenen Blogbeitrag spendiere.

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  • Sphärischer Indie-Pop: Lo Moon auf ihrem selbstbetitelten Debütalbum

    am 23.02.2018 über Columbia Records / Sony Music veröffentlicht

    Die Debütplatte der amerikanischen Indie-Pop Band Lo Moon (Matt Lowell (guitar/vocals), Crisanta Baker (synth/bass/samples) und Sam Stewart (guitar)) ist wie ein Blick in den wolkenlosen Nachthimmel. Die Sterne glitzern, mal zieht ein Flugzeug vorüber und die kalte Nachtluft umschließt den Körper. Die Musik der Band umgibt eine Art Mysterium, welches einen förmlich in ihren Bann zieht. Meine Erwartungen im Vorfeld waren riesig, da mich die Band live ungemein überzeugt hat. An einigen Stellen wirkt das Album etwas zu glatt poliert und nicht fertig, doch mit dem nach Talk Talk klingenden Sound mit Facetten der Stimmen von Mark Hollis (Talk Talk) und Peter Gabriel (Genesis) bei Frontmann Matt Lowell liefern Lo Moon ein überzeugendes Debütalbum ab.

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  • Gute Laune – Melancholie: COSBY und ihr neues Album „Milestone“

    am 16.02.2018 über Just Push Play veröffentlicht

    Hach, COSBY. <3

    Nach ihrem Debütalbum As Fast As We Can folgt 3 Jahre später nun das Zweitwerk Milestone. Die Münchener Elektro-Pop-Band hat einiges erreicht und knüpft vom Sound her nahtlos an ihr Debütalbum an, wieder unter dem Einsatz von Synthesizern und der facettenreichen Stimme von Sängerin Marie Kobylka. Das Album bietet eine gesunde Mischung aus Gute Laune Tracks und einigen nachdenklichen, melancholischen Nummern, wo es sich definitiv lohnt einen Blick auf die Texte zu werfen. Geht mit COSBY auf eine Reise von Meilenstein zu Meilenstein und lasst euch verzaubern!

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  • Alles andere als eiskalt: Veronica Fusaro – Ice Cold EP

    am 09.02.2018 über Deepdive Records veröffentlicht

    Neben ihrem Studium der Soziologie und Englisch in Freiburg, findet Veronica Fusaro noch Zeit für die Musik. In ihrem kleinen Keller-Musikstudio in Thun hat die Schweizerin fünf neue Songs kreiert, im Alleingang versteht sich. Passend zur kalten Jahreszeit trägt die neue EP von Veronica Fusaro den Namen Ice Cold. Beim Anhören der fünf Songs wird einem aber schnell klar, dass die Songs alles andere als eiskalt sind. Vielmehr beweist sie, dass Pop nicht immer ausgelutscht klingen muss und mischt ihrem eher melancholischen Sound catchy R&B Elemente bei.

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  • Musik als Trauerverarbeitung: Mike Shinoda – „Post Traumatic EP“

    Jedes Mal wenn ich einen Linkin Park Song und Chesters Stimme höre, breitet sich ein unangenehmes Gefühl in meiner Magengegend aus. Der Verlust wiegt immer noch schwer, dass diese Stimme und Persönlichkeit nicht mehr unter uns weilt. Mike Shinoda, seines Zeichens Linkin Park Mastermind, meldet sich überraschenderweise mit neuer Musik zurück. Die Post Traumatic EP wurde von Shinoda im Alleingang angefertigt und versucht die Zeit nach dem Tod von Bennington zu verarbeiten. Das Werk ist dabei ähnlich beeindruckend, wie die A Crow Looked At Me Platte von Mount Eerie aka. Phil Elverum, auf der der Musiker den Tod seiner Frau verarbeitet.

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  • Lass uns rummachen! Dream Wife mit selbstbetiteltem Debütalbum

    am 26.01.2018 über Lucky Number Music / Rough Trade veröffentlicht

    Das Jahr 2018 ist noch jung und trotzdem erscheint schon jetzt eine der heißesten Debüt-Platten des Jahres. Die Rede ist von Dream Wife! Nachdem sie in den letzten Jahren unzählige Konzerte gespielt haben und auf Festivals wie dem Roskilde oder dem SXSW aufgetreten sind, erscheint jetzt das lang erwartete selbstbetitelte Debüt-Album des isländisch-britischen Power-Trios. Mit gerade einmal vier Songs im Repertoire luden sie ihre Hype-Rakete und bespielten die Straßen der Welten. Nun tummeln sich 11 Songs im Punkrock-Pop Gewand auf der Platte, die es wirklich in sich hat und mit ihrer Auseinandersetzung von feministischen Themen perfekt in unsere Zeit passt.

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  • Xul Zolar mit malerischem Debütalbum „Fear Talk“

    am 19.01.2018 über Asmara Records  / Rough Trade veröffentlicht

    Benannt hat sich die Band Xul Zolar nach dem Argentinier Xul Solar, einem Künstler und Maler im 20. Jahrhundert, der als zentrale Figur des argentinischen Surrealismus gilt. Das Debütalbum Fear Talk der Kölner Band würde ich mit genau diesen Worten beschreiben: malerisch und surreal. Dies fängt schon bei dem künstlerischen Cover an und geht dann nahtlos über in die Musik. Sanfter, experimenteller Synthie-Pop, der einem des Öfteren an die 80er Jahre erinnert. Xul Zolar gibt es bereits seit 2011, doch erst jetzt präsentieren sie ihr ganzes Können auf Albumlänge, das mich im Gesamtpaket sehr überzeugen konnte und staunen ließ.

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  • Harmonie in Perfektion: First Aid Kit mit neuem Album „Ruins“

    am 19.01.2018 über Columbia Records / Sony veröffentlicht

    Die beiden Schwestern Klara und Johanna Söderberg harmonieren auf ihrem neuen Album Ruins mal wieder in Perfektion. Musikalisch bietet sich auf dem Album ein Mix aus Country und Folk Pop. Dieser warme Sound schmiegt sich wie ein Mantel an euch und wärmt euch in den kalten Tagen. Doch so viel Sonnenschein, wie man es sonst von den beiden gewohnt ist, findet man zunächst gar nicht. Der Titel des Album Ruins ruft einem eingestürzte Häuser in Erinnerung und auch das Cover wirkt in schwarz gehalten doch eher düster. Die CD selbst ist ebenfalls schwarz und auf der Rückseite des Booklets greift eine Hand aus dem Dunklen nach euch. Doch der Schein trügt und es sind bei weitem nicht alle Songs so traurig wie es den Anschein erweckt. (mehr …)

  • Bishop Briggs: Die Frau mit der energiegeladenen Soul-Stimme

    am 14.04.2017 über Teleport Records / Island Records veröffentlicht

    Kramt eure Zeitumkehrer hervor und entstaubt eure DeLoreans, wir müssen noch einmal zurück ins Jahr 2017. Ich möchte euch nämlich noch eine EP vorstellen, die im letzten Jahr erschienen ist, sich aber erst vor ein paar Tagen wirklich in mein Gehör drängte. Es handelt sich hierbei um die selbstbetitelte Debut-EP der britischen Musikerin Bishop Briggs (bürgerlich: Sarah Grace McLaughlin), die es vielleicht sogar in meine liebsten Alben-Liste 2017 geschafft hätte. Ihr verruchter Dark Pop gepaart mit ihrer Stimme und Energie begeistern mich so sehr, dass ich die am 14.04.2017 erschienene EP zur späten Stunde hier thematisieren möchte. Kennen könntet ihr ihre Musik unterbewusst schon aus einer Vodafone-Werbung, in der ihr Song „Be Your Love“ benutzt wurde.

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  • Album Review: Kaleida – Tear the Roots

    am 15.09.2017 über Lex Records veröffentlicht

    Albumcover: Kaleida – Tear the Roots

    Mit ihrem beeindruckenden Cover zu „99 Luftballons“ von Nena, für den Film Atomic Blonde, hat mich das Deutsch-britische-Elektro-Pop-Duo Kaleida, bestehend aus Christina Wood und Cicely Goulder, direkt in ihren Bann gezogen. Nach dem Film habe ich mich durch ihre bisherigen Stücke gehört und mit Freuden festgestellt, dass baldig das Debut-Album Tear the Roots erscheint. Neben genanntem Cover finden sich 10 weitere Songs in englischer Sprache auf dem Album. Ich durfte schon vorab reinhören und bin echt fasziniert vom dem Werk, das in der heutigen Electro-Pop-Welt sehr erfrischend wirkt.

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