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Casper: Lang Lebe Hamburg! (08.11.2017)

Zum dritten Mal in diesem Jahr, nach dem Hurricane Festival und #CatchCasper3, hatte ich die Ehre Casper live zu erleben, diesmal in der Sporthalle Hamburg. Die Akustik war auch diesmal mehr als in Ordnung, auch im hinteren Teil der Halle. Das Konzert an sich war wie immer top und Casper holte sogar 2 Feature-Gäste auf die Bühne!

Support Fatoni

Immer diese Support-Acts. Fatoni kam mit einem ganz besonderen Intro daher, dass extra auf die Casper-Konzerte und seine Rolle als Support-Act zugeschnitten war. Seine Musik ist eher weniger meins. Den Akustik-Song fand ich top, die Trap behafteten Stücke gefielen mir dagegen weniger. Dennoch hat er es glaube ich gut hinbekommen das Publikum mit einzubeziehen, wie man es wirklich selten bei Vorbands erlebt. Bei jedem Song wurden die Zuschauer angesprochen und animiert und es wurde fast schon zu oft der nachfolgende Künstler genannt: Marathonmann Casper.

Hamburg ist erleuchtet

Benjamin Griffey hat mal wieder unzählige Kilometer auf der Bühne abgerissen. Nach drei Songs war er bereits klitschnass geschwitzt und schnell außer Atem. Es lag wohl an einer Erkältung, von der man im Laufe des Abends allerdings nichts weiter merkte. Die Setlist war grundsolide mit Fokus auf seinem neuesten Album Lang Lebe der Tod, gut durchmixt mit all seinen Hits von XOXO und Hinterland. Aber wie wäre es das nächste Mal mit einer Überraschung, wie „Kreis“ oder ähnlichem? Die Fans würden es auf jeden Fall extremst abfeiern.

Die Setlist begann dann jeweils mit einem Song der genannten Alben. Von Lang Lebe der Tod gab es „Alles ist erleuchtet“, von Hinterland „Im Ascheregen“ und von XOXO „Auf und davon“. Ich hab vor dem Konzert noch gesagt: Ahzumjot ist doch Hamburger, der könnte doch bestimmt mal vorbeischauen und tatsächlich: Zu „Lass die gehen“ kam er auf die Bühne und sang den Song zusammen mit Casper, der nach dem Song hinter der Bühne verschwand. Das Licht erlosch und Casper blickte von einer hochgezogenen Plattform auf die Menge herab. „Sirenen“ ist nach wie vor ein großartiger Live-Song.

„Hinterland“ war eines der Highlights der Show, wo das Publikum mit am besten drauf war. Laute Ohh-ee-oo Chöre waberten durch die Halle und Casper meinte, dass das wohl das bisher lauteste der Tour gewesen sei. Leider wurde der Chor nach dem Song direkt abgebrochen, da von der Band schon „So perfekt“ angestimmte wurde. Auch ein Highlight war die Ankündigung eines alten Songs, der von Freundschaft handelt. „Michael X“ wurde in einer ganz besonderen Version gespielt, die sich langsam aufbaute und nach hinten raus immer größer wurde.

Lichtshow 1a – Videowand naja

„Der Druck steigt“ wurde hinten raus um ein paar Passagen erweitert, die sehr in Richtung Rammstein abdrifteten. So hatte Casper genügend Zeit, um zur B-Stage in mitten der Menge zu gelangen. Dort wurde „Blut sehen“, ein kleines Medley und „Mittelfinger hoch“ gespielt, das auf der Hauptbühne beendet wurde.

„Lang Lebe Der Tod“ beendete das Hauptset und eine Zugabe gab es natürlich auch noch. Wie auch schon beim Hurricane-Festival kam auch bei „Keine Angst“ Drangsal aus dem Hintergrund hervor und sang die Hook. „Jambalaya“ wurde dann wie immer mit dem Drunken Masters Remix abgeschlossen. „Flackern, Flimmern“ gefiel mir beim Club-Konzert etwas besser und kam nicht ganz so druckvoll rüber wie gedacht. Schade eigentlich, da der Song mit zu einem der besten aus Caspers Repertoire gehört.

Mein einziger, kleiner Kritikpunkt: Die Videowand wurde nur spärlich benutzt. Ich kann mir vorstellen, dass die Produktion der Videos nicht ganz günstig ist, allerdings hätten ein paar aufwendigere Videos der ganzen Show gut getan. Dafür war die Lichtshow 1a und vergrößerte die ohnehin schon große Bühne noch ein bisschen mehr. Das Konzert war wie immer top, ohne große Überraschungsmomente, da ich viele Teile der Show bereits vom Hurricane kannte und ja auch die neuen Songs schon live hören durfte. Dennoch: Für Casper würde ich auch jedes Jahr nach Hamburg fahren, vielleicht klappt es ja in Zukunft aber mal in Kiel!

Setlist: Casper live in der Sporthalle, Hamburg (08.11.2017)

  1. Alles ist erleuchtet
  2. Im Ascheregen
  3. Auf und davon
  4. Lass sie gehen (with Ahzumjot)
  5. Sirenen
  6. Morgellon
  7. Die letzte Gang der Stadt
  8. Ganz schön okay
  9. Hinterland
  10. So perfekt
  11. Das Grizzly Lied
  12. Michael X
  13. Der Druck steigt (Die Vergessenen Pt. 1)
  14. B-Stage Blut sehen (Die Vergessenen Pt. 2)
  15. Medley („Make A Wish“ Remix on Kendrick Lamar „Backseat Freestyle“-Beat and „Mittelfinger Hoch“)
  16. Wo die Wilden Maden Graben
  17. Meine Kündigung
  18. Lang Lebe der Tod
  19. Keine Angst (with Drangsal)
  20. Jambalaya
  21. Flackern, Flimmern

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

2 Kommentare

  1. Starke Setlist! Bin echt neidisch, wobei ich die Sporthalle in Hamburg grässlich finde.
    Der Sound ist da echt nicht so geil. Hab da Casper und Billy Talent gesehen. Casper aus der 1. Reihe, Billy Talent von weiter hinten. Aber der Sound ist echt mies.

    Ich wäre so gerne da. Hoffe ja immer noch, dass er auf dem Deichbrand 2018 spielt 😀

    • Danke für deinen Kommentar! 🙂

      Die Setlist war echt ganz nett, wobei ich mir mal einige ältere Perlen wünschen würde.

      Mit dem Sound ist immer so eine Sache. Casper habe ich da auch 2014 gesehen und Billy Talent letztes Jahr. Bei beiden war der Sound eher schlecht. Allerdings war der Sound bei The xx grandios gut, was ich in der Halle gar nicht erwartet hätte. Aber die Halle hat halt leider überhaupt keinen Charme und ist leider auch ohne Alternative in Hamburg.

      Nachdem erst bei Rock am Ring bestätigt wurde, gehe ich fast davon aus. Wie gesagt im Adventskalender als Türchen Nr. 24!

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