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Das Beste vom Besten: Marteria & Casper auf der Trabrennbahn Hamburg (09.08.2019)

Zu typischem Hamburger Regenwetter haben Marteria und Casper zum Champion Sound Open Air auf die Trabrennbahn eingeladen. Ein Jahr lang fieberte man diesem Abend entgegen. Schon Monate vorher ausverkauft, versammelten sich großzügig gerundete 20.000 Menschen in Hamburg Bahrenfeld, um das gemeinsame Werk 1982 und diverse Solosongs der zwei Rapstars zu feiern. Es war schon irgendwie surreal die zwei so nebeneinander auf der Bühne zu sehen. Ihr wisst, dass Casper zu meinen absoluten Lieblingsmusikern gehört und auch Marteria ist ganz oben mit dabei. Auf einzelnen Konzerten der beiden hat man schon immer unglaublichen Spaß, da versprach der heutige Abend ja unglaublichen Spaß hoch 2. Ob sich das Spektakel gelohnt hat?

"Alles zieht vorbei"

Um 19 Uhr wurde man langsam hibbelig, denn nach Plan sollte es eigentlich losgehen. Doch man lies uns warten und der Regen prasselte unaufhörlich auf uns nieder. Geschlagene 45 Minuten später ging es dann endlich(!) los. "Alles zieht vorbei, alles zieht vorbei .." rauschte aus den Boxen: Fatoni war am Start und hat mit einer Bewegung die dunklen Wolken weggewischt. Zusammen mit DJ V.Raeter spielte er ein dreißig-minütiges Warm-Up und versuchte die durchnässte Menge zu animieren. Wir haben ihn schon einmal mit Casper auf Tour als Support gesehen und heute hat er mir deutlich besser gefallen. Am Ende des Sets waren dann auch alle im "MODUS" und bereit für Cas & Mar.

Fatoni – Alles zieht vorbei feat. Dirk von Lowtzow (prod. Dexter & Occupanther)

Von "So Perfekt" bis "Kids"

Zum Introsong "1982 (Als ob’s gestern war)" der gemeinsamen Platte konnte der Abriss dann kurz nach 21 Uhr endlich beginnen. Nacheinander performte jeder (leider nur) eine Strophe bevor direkt zu "Champion Sound" gewechselt wurde, der direkt mal die Sprunggelenke belastete. Zu "Endboss", "Auf und Davon", "Scotty beam mich hoch" und "Im Ascheregen" standen die beiden jeweils allein auf der Bühne, um ihre Songs zu spielen. Puh. Da kam "Chardonnay & Purple Haze" gerade rechtzeitig, um mal etwas durchzuschnaufen und die Beine auszuschütteln. Die Hände waberten sowieso die ganze Zeit über in der Luft. Insgesamt wurde das komplette 1982 Album gespielt plus natürlich diverse Solosongs der beiden (wovon einige auch anders instrumentalisiert wurden), damit das Konzert nicht schon nach 45 Minuten endete.

Marteria & Casper – Champion Sound (Official Video)

"Rolle aufm Monsti mit meim Besten"

Natürlich war auch der türkise Monstertruck mit am Start, der im Zuschauerbereich stand und auf dem auch ein paar Songs performt wurden. "Alles Verboten" durfte hier natürlich ebenso wenig fehlen, wie ein Cover zu "Ich rolle mit meim Besten" (im Original von Haftbefehl feat. Marteria). "Mittelfinger hoch" hieß es dann noch, bevor das neue "Alles Verboten 2" das kleine aber feine Intermezzo beendete.

Als Übergang zurück gab es das Intro von "Lang lebe der Tod" zu hören. Es gab auch einen einzelnen Scheinwerfer, der von der Bühne runter leuchtete, aber da stand leider kein Casper und so wurde direkt zum nächsten Song "Willkommen in der Vorstadt" übergegangen. Mit "Sirenen" und "Bengalische Tiger" dann noch einmal zwei geile Solosongs bis "Adrenalin" dann zum zweiten Mal an dem Abend, diesmal in der Remix-Version die Boxen beherrschte. Es ist zwar der Song, der auf der Platte am meisten nach vorne geht, aber für mich hätte auch einmal gereicht und so hätte man bspw. noch "Rock ’n' Roll" spielen können, der hier auch ziemlich gut gepasst hätte. Das dicke Ende folgte dann mit "Absturz", auf dem Monchi (Feine Sahne Fischfilet) übergroß von der Leinwand grüßte, "OMG!", "Jambalaya" und "2018 (Gratulation)".

Große Liebe

Die paar Pyroeinlagen waren sehr stimmungsvoll und die Bühne mit der geneigten Plattform und den riesigen LED-Wänden trugen sehr zur Immersion bei und machten ordentlich was her. (Wer mehr zu Produktion erfahren möchte, dem empfehle ich folgendes Video.) Es wirkte stellenweise aber etwas gehetzt und man weiß natürlich nicht so genau, ob der spätere Beginn dafür verantwortlich war, da ich um die 95 Minuten dann doch als relativ kurz empfand. Diese waren dafür umso intensiver und unterm Strich hat es riesigen Spaß gemacht und das ist ja die Hauptsache. Die beiden strahlten voller Freude und der Abend zeigte einmal mehr, welch ein tiefes Band der Freundschaft die beiden miteinander verbinden muss. Und natürlich auch, was für Live-Maschinen die beiden sind und wie gut sie trotz ihrer Unterschiede doch harmonieren. Die Bühnenpräsenz der beiden ist mehr als beeindruckend! Da bleibt einem nur zu sagen: "Gratulation, hat sich gelohnt."

Setlist: Marteria & Casper, Trabrennbahn Hamburg, 09.08.2019

  1. 1982 (Als ob’s gestern war) (nur die ersten beiden Strophen)
  2. Champion Sound
  3. Adrenalin
  4. Endboss
  5. Auf und Davon
  6. Scotty beam mich hoch
  7. Im Ascheregen
  8. Chardonnay & Purple Haze
  9. Supernova
  10. So Perfekt
  11. Denk an Dich
  12. Kids (2 Finger an den Kopf)
  13. Omega
  14. Alles Verboten
  15. Ich rolle mit meim Besten (Haftbefehl Cover)
  16. Mittelfinger hoch
  17. Alles Verboten 2
  18. Lang lebe der Tod (nur Intro)
  19. Willkommen in der Vorstadt
  20. Bengalische Tiger
  21. Sirenen
  22. Adrenalin Remix
  23. Absturz
  24. OMG!
  25. Jambalaya
  26. 2018 (Gratulation)

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Veröffentlicht inKonzerteMusik

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