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Schumyswelt Posts

Phoebe
Konzert
Alligatoah live in Hamburg (30.07.2021)
Nach über 10 Monaten ohne Livemusik endlich wieder eine Bühne vor den Augen. Darauf wandelnd: Deutschraps Märchenerzähler.
Phoebe
hayley
Film
Shiva Baby
Coming-of-Age mit einer Prise Horror.
hayley
Bo
Film
Bo Burnham: Inside
"Healing the world with comedy."
Bo
LG
Review
London Grammar - "Californian Soil"
Erneut verliebt.
LG
Taylor Swift
Review
Taylor Swift – "folklore" & "evermore"
Die Alben des Jahres 2020.
Taylor Swift
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Festivalatmosphäre: Provinz live in Kiel (13.08.2021)

Provinz sind die drei Cousins Vincent, Moritz, Robin und Freund Leon aus einem kleinen Ort in der Nähe von Ravensburg. Auch sie haben die Chance genutzt und den Sommer über diverse Konzerte gegeben. Im letzten Jahr war die Band noch Support-Act von Fil Bo Riva, meinem letzten Konzert der Prä-Corona-Ära. Die Erinnerungen waren entsprechend gut. Wie vermutlich jede Band zur Zeit hatten sie richtig Bock auf die Konzerte und das merkte man an dem Abend auf dem Nordmarksportfeld in Kiel auch. Bis auf eine Handvoll Songs gab es fast alles aus ihrem Repertoire von zwei EPs und ihrem Debütalbum Wir bauten uns Amerika zu hören und das tat richtig gut.

Deutschraps Märchenerzähler: Alligatoah live in Hamburg (30.07.2021)

Es ist verrückte 10 Monate her, dass ich zum letzten Mal eine Musikbühne mit eigenen Augen gesehen habe. Nun war es wieder soweit: Alligatoah macht auf deutschen Bühnen momentan wieder Akkordarbeit, diesmal mit dem Gregor Schwellenbach Streichquartett. Zweimal auch beim Vor deiner Tür Open Air im Cruise Inn Hamburg, einem Vorplatz des dortigen Kreuzfahrtterminals im Hafen. Die Konzerte von Alligatoah sind immer ein Erlebnis und auch die Akkordarbeits-Touren, wo die Musik auf akustische Klänge reduziert wird, sind jedes Mal erstklassig. Und ich sag euch, wie es ist: Es war auch diesmal absolut überragend, vor allem nach der langen Durststrecke einfach wieder Livemusik erleben zu dürfen.

Coming-of-Age mit einer Prise Horror: “Shiva Baby” (2020)

Ich bin mal wieder auf einen kleinen Indie-Film aufmerksam geworden, der mir außerordentlich gut gefallen hat: Shiva Baby. Eine skurrile Komödie, die einem den Horror einer Feier, auf der man nicht sein will, näher bringt. Regie führte die Kanadierin Emma Seligman. Als Vorlage diente ihr gleichnamiger Kurzfilm (lässt sich kostenlos bei Vimeo ansehen), den Seligman in ihrer Zeit als Filmstudentin an der NYU als Thesisarbeit anfertigte. Premiere feierte der Film schon im letzten Jahr auf dem SXSW und wurde auch auf dem Toronto International Film Festival gezeigt. Seit dem 11.06.21 ist er nun exklusiv beim Streaminganbieter MUBI zu sehen (in der Originalsprache Englisch, wahlweise mit Untertiteln). Ein spannendes Kammerspiel, das zeigt, wie eine Familienfeier für eine junge, jüdische, bisexuelle Frau, die noch nicht so richtig weiß wohin mit ihrem Leben, so richtig unangenehm werden kann.

Der Sommer hat offiziell begonnen: Lorde – “Solar Power”

Our Lorde and savior is back! Vier Jahre nach Melodrama hat Lorde ein erstes musikalisches Lebenszeichen veröffentlicht: “Solar Power“. Zwischenzeitlich hat man nur von einer Antarktis-Reise (plus einem Fotobuch namens Going South) erfahren oder mal ein Review von Onion Rings auf einem ihrer (laut ihrer Aussage) Instagram Accounts lesen dürfen. Produziert wurde die neue Single mal wieder von Jack Antonoff, der offenkundig gar nicht mehr schläft, in dem Genre momentan fast alles produziert und dazu noch selber mit seiner Band Bleachers an neuer Musik arbeitet. Ebenfalls erwähnenswert sind die Background Vocals, die von Clairo (auf dem neuen Clairo Song “Blouse” ist Lorde ebenfalls im Hintergrund zu hören) und Phoebe Bridgers stammen. “Solar Power” ist der wohltuende Sommer-Bop auf den wir gewartet haben. Ich liebs total und bin so gespannt auf das kommende Album!

“Healing the world with comedy” – Bo Burnham: Inside

Nichts hat mich in diesem Jahr bisher längerfristig begeistern können und dann kommt da plötzlich dieser Typ um die Ecke: Bo Burnham. Er war mir vorher nur als Regisseur von Eighth Grade (ein liebenswertes Coming-of-Age Comedy-Drama, gibt es bei Netflix, sehr empfehlenswert) bekannt und ich wusste zumindest noch, dass er mal Comedy gemacht hat. Jetzt hat er auf Netflix ein neues Comedy-Special namens Inside veröffentlicht, dass er im Verlauf des letzten Jahres alleine in einem Zimmer produziert (und gefilmt, geschnitten, editiert, ..) hat. Ich habe mir das 87-minütige Kammerspiel, welches von Kommentaren zur Gesellschaft, Politik, Technik, der Welt, witzigen Absurditäten und der Tristesse der Isolation der letzten Monate handelt, viermal(!) innerhalb der vergangenen Woche angesehen. Inside ist ein brillantes Selbstporträt aus Musikstücken, kleinen Stand-Up-Comedy-Einlagen und filmischer Finesse. Burnham schafft es, all die Gefühle und Gedanken der letzten Monate in ein Special zu drücken, das zu den Zuschauenden spricht. Lange fühlte ich mich nicht so verstanden und verbunden mit einer Kunstfigur.

Oscars: Die 93. Verleihung der Academy Awards steht an

Nachdem mich die Musik zwischenzeitlich kaum noch berührt hat, habe ich mich auch einer anderen Leidenschaft mehr zugewandt: dem Film. Mittlerweile habe ich mir vorgenommen jeden Tag einen Film zu schauen, was bisher erstaunlich gut funktioniert hat. Daran angelehnt, werde ich mir auch die die Verleihung der Oscars ansehen, die in diesem Jahr anders ablaufen wird, als in all den Jahren zuvor. Aufgrund der weltweiten Ausnahmesituation wurde die Verleihung, von ursprünglich Ende Februar auf Ende April, verschoben und findet nun in der Nacht vom Sonntag (25.4.) auf Montag (26.4.) statt. So richtig weiß man noch nicht, was auf einen zukommt und gerade das macht es so interessant. Was steht an, wer ist nominiert, welche Filme wurden vergessen und natürlich auch meine Tipps bekommt ihr in diesem Beitrag.

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