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Schlagwort: Indie

Disco-Funk auf Deutsch: Jeremias auf der Krusenkoppel (07.09.2020)

Das erste Konzert nach sechs Monaten Corona-Pause war gerade halbwegs verarbeitet, da stand für uns auch direkt das nächste Kieler Woche Konzert auf der Krusenkoppel auf dem Plan. Jeremias, ein Quartett aus Hannover, hat dort ihre tanzbare, deutsche Indiepop-Funk-Musik präsentiert. Die Band war hochgradig sympathisch, der Sound ziemlich ansteckend und abgefahren. Der Bass pulsiert noch immer durch meinen Venen und ich bin mir sehr sicher, sie nicht zum letzten Mal live gesehen zu haben.

Gegen die Einsamkeit: Phoebe Bridgers – Punisher

am 18.06.2020 über Dead Oceans veröffentlicht

Während der letzten Monate hatte ich mal wieder eine neue Lieblingsmusikerin: die 26-Jährige Indie-Singer-Songwriterin Phoebe Bridgers. Nachdem ich mich endlich mal mit einigen ihrer Songs beschäftigt habe, hörte ich wochenlang nichts anderes mehr. Tiefsinniger Scharfsinn im Songwriting trifft hier auf eine wunderschöne, ruhige Stimme und fein-nuancierte Produktionen. Sie schafft es innerhalb weniger Textzeilen ganze Welten zu erschaffen und kommentiert dabei Situationen und Gefühle, aber in sehr subtiler Art und Weise. Ihre Texte erscheinen dabei oft bittersüß, nahbar, poetisch. Oft melancholisch, verträumt, aber immer mit einer Prise schwarzen Humors. Ich bin total entzückt, verzaubert und <3.

Powerfrau und Rising Star: Jade Bird live im Molotow, Hamburg (27.02.2020)

Die Britin Jade Bird bewies einmal mehr ihr Singer-Songwriter-Talent im Molotow in Hamburg. Bereits 2017, im Rahmen des Reeperbahn Festivals, hat sie in dem kleinen aber feinen Club gespielt. Im genannten Jahr hat sie als Newcomerin auch den ANCHOR Award gewonnen. Mit einer Mischung aus Folk-Rock, Indie-Pop und ihrer unendlich sympathischen Art gewann sie schnell viele Zuschauer und auch das ausverkaufte Molotow zeigte sich entzückt von der 22-jährigen Musikerin.

Eine emotionale Lawine: Tusks live in der Nochtwache, Hamburg (20.01.2020)

Nachdem Tusks bereits im Herbst bei uns auf Tour war und u. a. das Reeperbahn Festival beehrte, kehrte sie im Januar wieder aufs europäische Festland zurück. Am 20. Januar gab es dann auch ihre erste Headline-Show in Hamburg. Es war ein kühler Montagabend. Auf der Reeperbahn war nicht viel los und auch an den Landungsbrücken sah man nur vereinzelt ein paar Menschen vorbeiziehen. Etwa 70 Gäste zog es an dem Abend in die Nochtwache, ein kleiner Gewölbekeller, der als Konzertlocation wunderbar geeignet ist. Die Londonerin Tusks begeisterte mit sehr sympathischer Art, viel Spielfreude und ihrem neuen Album Avalanche das anwesende Publikum.

Tusks mit neuer Single "Peachy Keen"

Heute habe ich mal wieder eine Künstlerin für euch, die ich schon länger verfolge und euch unbedingt zeigen muss. Es handelt sich um die Londonerin Emily Underhill alias Tusks. Sie kreiert mit ihrer Musik eine atmosphärische Mischung aus Indie und Electronica, welche sie auf ihrem Debütalbum Dissolve (Anspieltipp: "Toronto") bereits eindrucksvoll unter Beweis stellte. Wer wie ich auf die Soundwelten von London Grammar und The xx steht, dem könnte ihre Musik sehr zusagen. Ihr zweites Album Avalanche erscheint am 14.06.2019 und ist gespickt "mit aufbauenden Texten über das Kennenlernen von sich selbst und die Überwindung von Hindernissen". Klingt für mich momentan nach einem perfekten Album, auf das ich mich jetzt schon sehr freue. Die erste Single "Peachy Keen" gibt es schon zu hören.

Anna F. mit neuer Band Friedberg und Debütsingle "BOOM"

Heute geht es mal wieder in die Newcomer Richtung, obwohl die Österreicherin Anna F. ja eigentlich keine Newcomerin mehr ist. Mit ihren zwei Soloalben For Real und King in the Mirror konnte sie schon Erfolge feiern, eine Gold-Auszeichnung in Österreich einheimsen und reiste als Support für Lenny Kravitz durch Europa. Meine ersten Berührungspunkte mit Anna F. hatte ich mit ihrem Song "DNA", der sich unverschämt lange in meinem Kopf festsetzte. Nachdem Anna Wappel nach London gezogen ist, traf sie auf die Musikerinnen Emily Linden, Laura Williams und Cheryl Pinero. Friedberg, benannt nach ihrem Heimatort in Österreich, war geboren. Das Indie-Quartett hat nun seine Debütsingle "BOOM" veröffentlicht und damit ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Mit knackigen 139 Sekunden ist der Song zwar etwas kurz, dafür aber ziemlich catchy. Die effektvollen Elemente sind genau an den richtigen Stellen platziert und Annas gewohnt laszive Stimme geht spielend leicht ins Ohr. Da darf gerne mehr kommen!

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