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Gänsehaut-Garantie: London Grammar live in Hamburg (28.11.2017)

Was soll ich groß erzählen? Ich zittere immer noch vor Glück, wo ich diese Zeilen gerade auf dem Weg nach Hause schreibe. Der Abend war mal wieder viel zu schön, als dass ich das alles so wiedergeben könnte. London Grammar ist so eine Band, die einfach verzaubert. Sie hat mich sogar so sehr in den Bann gezogen, dass ich im Mai die sechsstündige Fahrt von Kiel nach Berlin zum exklusiven Konzert auf mich genommen haben. Spätestens jetzt würde ich sie in den Kreis meiner Top 5 Lieblingsbands aufnehmen.

Mehr! Theater und Lo Moon

Ort des Schauspiels war das Hamburger Mehr! Theater am Großmarkt. Eine Location, die ich vor dem Abend noch nicht kannte, aber direkt mochte. Der Einlass ging zügig, Garderobe war gut organisiert und die Halle an sich hat auch ihren Charme. Ich würde wiederkommen!

Zunächst kam die amerikanische Band Lo Moon, die zuletzt mal im Indra in Hamburg gespielt haben, auf die Bühne. Die Band ist auch eine der wenigen, die mich als Vorbands in diesem Jahr wirklich überzeugt haben. Vom Sound her sehr passend zum nachfolgenden Act mit ein paar mehr Gitarrensounds. Sehr atmosphärisch und wirklich schön anzuhören.

Traumhaft schön: London Grammar

London Grammar haben noch nie ein Konzert in Hamburg gegeben, aber Hannah schwärmte schon vom Weihnachtsmarkt und erzählte von merkwürdigen Erlebnissen auf der Reeperbahn. Die Band hat sich in den letzten Jahren weiter gewandelt und entwickelt. Wo früher noch schüchterne Zurückhaltung herrschte, gab es diesmal gleich von jedem Bandmitglied eine kleine Ansprache. Bei „Strong“ arrangierte Hannah sogar einen Wechselgesang zwischen den beiden Publikumshälften.

Die Setlist war auch an diesem Abend wieder sehr überzeugend, wenn auch für meinen Geschmack mit 70-75 Minuten etwas zu kurz. Ich hätte eigentlich gedacht mit neuem Album knacken sie mal die 90 Minuten, aber das wird wohl so schnell nicht passieren. Nachdem sie in Berlin „Truth Is A Beautiful Thing“ noch übersprungen haben, gab es den Song an diesem Abend zu hören. Wunderschön und eines dieser vielen Highlights. „Rooting For You“ gab es dafür allerdings nicht. Der hätte einem sicher noch mehr Gänsehaut bereitet als ohnehin schon. Gibt es von zu viel Gänsehaut an einem Abend eigentlich Nebenwirkungen?

Ansonsten wurden sehr ähnliche Songs zu dem Konzert im Mai in Berlin gespielt, darunter auch die Hits „Metal & Dust“, „Hey Now“, „Sights“ und natürlich einige Songs vom neuen Album. „Flickers“ wurde am Ende wieder mit „Help Me Lose My Mind“ wunderbar erweitert und auch „Hell To The Liars“ oder „Big Picture“ wurden gegen Ende immer größer und lauter. Alles fein ausgetüftelt. Meine anfänglichen Zweifel aufgrund des Sounds konnten sich übrigens nicht bestätigten. Alles war sehr differenziert und wunderschön anzuhören. Ein Traum!

Ein weiteres Highlight waren die Visuals, die sehr stimmig waren und passend die Songs untermalten. Diese wurden auf eine Art durchlässigen Stoff projiziert, was ziemlich hübsch anzuschauen war. Ich würde immer und immer wieder ein Konzert dieser Band besuchen. Hannah, Dot und Dan sind so herzlich und meistern ihren Job in Perfektion. Mal sehen wann ich es schaffe, sie das nächste Mal live zu sehen und vielleicht ja auch mal zu treffen.

Setlist: London Grammar live im Mehr! Theater Hamburg (28.11.2017)

  1. Who Am I
  2. Flickers / Help Me Lose My Mind
  3. Stay Awake
  4. Hell to the Liars
  5. Truth Is a Beautiful Thing
  6. Sights
  7. Wasting My Young Years
  8. Hey Now
  9. Strong
  10. Nightcall (Kavinsky cover)
  11. Big Picture
  12. Bones of Ribbon
  13. Oh Woman Oh Man
  14. Metal & Dust

Gänsehautmomente mit London Grammar – live im SchwuZ, Berlin

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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