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Demi Lovato: Zwischen Hilfeschrei und Überdosis mit ihrer Single “Sober”

Die Nachricht verbreitete sich vorgestern wie ein Leuchtfeuer in den sozialen Medien und Zeitungen. Sängerin Demi Lovato soll nach einer mutmaßlichen Überdosis Drogen ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Ihr Zustand ist mittlerweile stabil und ihre Familie ist bei ihr. Sie wurde mit Narcan behandelt, um die Wirkung, die durch Einnahme von Opiaten entsteht, umzukehren. Lovato hatte in der Vergangenheit immer wieder mit Problemen und Dämonen zu kämpfen. Nachdem sie in der Schule wegen ihres Aussehens gemobbt wurde, kämpfte sie gegen eine Essstörung und hatte schon mit sieben Jahren suzidiale Gedanken. Der Erfolg bei Disney wurde größer, dadurch vermutlich auch der Druck. 2010 ließ sie sich in eine Rehabilitationsklinik einweisen, um ihre körperlichen und emotionalen Probleme zu behandeln. Zudem wurde während ihres Aufenthaltes eine bipolare Störung festgestellt. Sie galt als clean.

Ihre neue Single “Sober”

Letzten Monat hat sie dann völlig überraschend den Song “Sober” veröffentlicht, in dem sie sich komplett ehrlich bei Freunden und ihrer Familie dafür entschuldigt, nicht mehr clean zu sein. Wenn man den Song jetzt nach der Meldung hört, klingt es wie ein Hilferuf, der vielleicht nicht ernst genommen wurde. Ich muss dabei immer an Chester Bennington denken, der in seinen Texten auch immer schonungslos und ehrlich seine Gefühle und Gedanken offengelegt hat.

Ich finde Lovatos Kampf gegen all ihre Dämonen bemerkenswert, weil sie sich auch öffentlich vielfach für karitative Zwecke und Hilfsorganisationen einsetzt und dabei vielen in Not geratenen Menschen hilft. Ihr Beispiel zeigt für mich einfach, wie hart die Musikindustrie doch sein muss und dass nicht immer Friede & Freude herrscht, wie es im modernen Pop gerne suggeriert wird.

Demi Lovato – Sober (Lyric Video)

Was ich mit diesem Beitrag eigentlich erreichen will: Hört einander zu. Manchmal sind die Warnungen so offensichtlich, dass man gar nicht lange rumrätseln, sondern die Worte ernst nehmen sollte. Sprecht miteinander, passt aufeinander auf, helft euch gegenseitig und lasst niemanden zurück. Auch wenn jemand nach außen total glücklich wirkt, nehmt selbst die kleinsten Äußerungen bitte ernst. Hinter der Fassade kann alles ganz anders aussehen.

Hier einmal die Nummer der Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123. Kostenlos, anyonym, rund um die Uhr für euch erreichbar.

Ich wäre Dir sehr dankbar, wenn Du den Artikel teilst oder kommentierst! <3

Veröffentlicht inKolumnenMusikMusiknews

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