Schlagwort: Pop

  • Ein bewegtes Leben verpackt in 11 Songs – Alice Merton mit Debütalbum „MINT“

    am 18.01.2019 über Paper Plane Records veröffentlicht

    Ihr Megahit “No Roots” brachte es bis in die Billboard Hot 100, wurde weltweit über 1 Millionen Mal verkauft und bekam mehrere Gold- und Platin-Auszeichnungen. Seit der Veröffentlichung sind über 2 Jahre vergangen. Alice Merton hat sich mit ihrem Debütalbum MINT wohlüberlegt viel Zeit gelassen. Eine Hitsingle zu veröffentlichen, die einschlägt wie ein Bombe, muss Segen und Fluch zugleich sein. Natürlich war sie schlagartig omnipräsent und die Single in aller Munde, doch war der Druck und das allgemeine Interesse an ihrer Person plötzlich auch ziemlich groß. Sie ließ sich davon offenbar nicht beirren und legt mit MINT ein tolles Popalbum mit rockigem Einschlag vor, das mit bewährter Formel zum Erfolg führt.

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  • Es geht weiter mit ihrem faszinierenden Trip-Pop: AYU – „Another Mess, I“

    Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich euch die Debütsingle „Kings & Queens“ der Schweizerin AYU vorgestellt. Mit ihrem selbsternannten Trip-Pop hat sie mich direkt verzaubert und vielleicht mein neues Lieblingsgenre geschaffen. Nach ein paar Liveauftritten (u. a. als Support für POLIÇA & s t a r g a z e) hat sie zwischenzeitlich eine Liveversion eines neuen Songs („Counting„) und vor einer Woche ihre neue Single „Another Mess, I“ veröffentlicht. Mit einem immer noch träumerischen Touch, geht er aber in eine deutlich düstere Richtung als ihre erste Single „Kings & Queens“.

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  • Inspiriert vom mexikanischen Filmdrama „Roma“: Billie Eilish mit neuer Single „WHEN I WAS OLDER“

    Es ist beeindruckend, wie die US-Amerikanerin Billie Eilish mit gerade einmal 17 Jahren die Pop-Musikwelt aufmischt. Mit einem etwas ästhetischeren und düsteren Ton hat sie auf ihrer Debüt-EP don’t smile at me lässige Songs kreiert, die mich mal an träumerische Klänge von Lana Del Rey, mal an R’n’B Rhythmen von Banks oder Lorde erinnern. Auch mit ihrer neuen Single „WHEN I WAS OLDER“, welche vom mexikanischen Filmdrama „Roma“ inspiriert ist, beschreitet sie neue Wege im Pop-Bereich.

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  • Lana Del Rey – „hope is a dangerous thing for a woman like me to have – but I have it“

    Mit ihrer majestätischen und hypnotischen Stimme trägt Lana Del Rey ihre neue minimalistische Piano-Ballade „hope is a dangerous thing for a woman like me to have – but I have it“ wieder direkt unter die Haut. Lyrisch bietet sie einen offenen und verletzlichen Blick auf sich selbst und spielt mit Poesie. Ein Kunstwerk! Bereits vor ein paar Tagen wurde bestätigt, dass die Arbeiten an ihrem sechsten Studioalbum Norman Fucking Rockwell (von Producer Jack Antonoff) beendet sind. Nach den beiden kleinen Meisterwerken „Mariners Apartment Complex“ und „Venice Bitch“ aus 2018, folgt nun dieses wunderhafte Stück Musik.

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  • Ein neues Gesicht im deutschen Pop: Alli Neumann – „Hohes Fieber“

    Ich bin ja immer auf der Suche nach spannenden Newcomern. Das Diffusmagazin hat letztens auf Instagram gefragt, wer 2019 als Newcomer/in durchstarten wird. Es fielen Namen wie BLVTH, der letztens Marteria & Casper auf Europa-Tournee als Support begleitet hat. Oder Leoniden, die zweifelsohne auf dem Sprung nach ganz oben sind. Ziemlich oft, unter anderem auch von Casper, wurde auch die Künstlerin Alli Neumann genannt. Stimmlich nah an Nena und endlich wieder deutsche Popmusik, für die man das Radio lauter und nicht leiser drehen würde.

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  • Ganz neue Töne: Grimes – „We Appreciate Power“

    Auch wenn euer sinnlicher Abend durch diesen Song zerstört wird, muss ich euch „We Appreciate Power“ von der kanadischen Sängerin Claire Boucher aka. Grimes zeigen. In letzter Zeit ist die 30-Jährige gerne mal in den Medien als Freundin von Elon Musk aufgetaucht. Nach ihrem hochgelobten vierten Studioalbum Art Angels, welches 2015 veröffentlicht wurde, gibt es auf ihrer neuen Single einen etwas anderer Sound zu hören, als was man sonst von der Synth-Pop-Künstlerin gewohnt ist. „We Appreciate Power“ ist ein Crossover von Power-Pop mit Industrial und wird im Internet schon mit Rammstein, Nine Inch Nails, Babymetal oder Muse verglichen. Ein weirdes, aggressives Gesamtpaket, das durch das Thema künstliche Intelligenz und Dystopie-Ästhetik im Video abgerundet wird und umso mehr fasziniert. Wie immer wurde auch die neue Single komplett von ihr selbst geschrieben und produziert. Unterstützt wurde sie diesmal von Synthpop-Künstlerin HANA. „We Appreciate Power“ soll Auftakt zu Studioalbum Nummer 5 sein.

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  • Das nächste große Sternchen am Pop-Himmel: Ava Max – „Sweet but Psycho“

    Wann habt ihr das letzte Mal Radio gehört oder einen Blick in die deutschen Charts geworfen? Zugegeben, man muss schon einen guten Radiosender haben, um gute Musik zu hören zu bekommen und die Songs aus den Charts sollte man meistens eher meiden. Nun thront aber „Sweet but Psycho“ von Ava Max an der Spitze und ihr müsst den Song einfach gehört haben. Die Dame könnte das nächste große Sternchen am Pop-Himmel sein. Vergleiche mit Lady Gaga kommen da nicht von ungefähr. Der Ästhetik und dem Look im Video nach zu urteilen, könnte sie glatt eine jüngere Schwester von Gaga selbst sein. Im passenden Musikvideo spielt sie den im Text besungenen Psycho. Sie erfindet das Rad zwar nicht neu, setzt aber alles geschickt zusammen was eine cineastische Pop-Hymne ausmacht: starke Stimme, einprägsamer Text, süchtig machende Melodien und Powerfrau-Attitüde. Neumodisch würde man auch sagen: it’s a bop (zu Deutsch: ein ziemlich großartiger Song).

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  • Ein Hauch von 007: Veronica Fusaro – „Venom“

    Ihr alle kennt sicherlich mindestens einen Song, der einmal als Intro zu einem James Bond Film geschrieben wurde. In der jüngeren Vergangenheit ist vor allem „Skyfall“ von Adele durch die Decke gegangen, was sicher auch im Zusammenhang, mit der Popularität der Sängerin zu dem Zeitpunkt, stand. All diese Songs haben oft diesen charakteristischen Stil, der sie sofort als Titellied für einen James Bond Film identifiziert. Die Schweizerin Veronica Fusaro, die ich ja nun schon zweimal auf meinem Blog hatte, hat vor ein paar Wochen mit „Venom“ einen neuen Song veröffentlicht, den man ebenfalls direkt im James Bond Universum verorten könnte. Eine leicht jazzige Note unter dem R’n’B Gerüst, ruhige Strophen die zu Bombast-Refrains aufgebaut werden und immer diese eindringliche Stimme. Auch diese Single gefällt mir wieder ziemlich gut und es ist wirklich spannend ihre musikalische Entwicklung zu beobachten. Hört mal rein!

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  • Bosse: „Alles ist Jetzt“

    am 12.10.2018 über Vertigo Berlin / Universal Music veröffentlicht

    Eigentlich wollte ich ja weniger zu großen Releases machen und wieder verstärkt kleine Künstlerinnen und Künstler in den Fokus rücken, aber bei Bosse muss ich einfach eine Ausnahme machen. Letzte Woche trudelte eine E-Mail mit dem Bosse Album in mein Postfach und ich musste einfach mal reinhören. Den sympathischen Aki Bosse höre ich schon seit 9 Jahren und Songs wie „3 Millionen“ und „Roboterbeine“ verfolgen mich seitdem. Ich habe auch seit 2009 alle seine fünf Auftritte beim Deichbrand Festival bisher gesehen und war schon immer begeistert, von seiner total positiven Ader und seinem sozialen Engagement. „Alles ist Jetzt“ knüpft an die anderen Alben an, mit etwas differenziertem Sound, vor allem was die elektronischen Elemente angeht.

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  • Im Rausch der Gefühle: CLOVES mit ihrem Debütalbum „One Big Nothing“

    am 28.09.2018 über Island Records / Universal veröffentlicht

    Über manche Künstlerinnen, die ich schon länger verfolge, habe ich hier auf dem Blog noch gar nicht geschrieben. So ist es auch in dem Fall von Kaity Dunstan aka. CLOVES. Die junge Australierin hat vor wenigen Tagen ihr Debütalbum One Big Nothing veröffentlicht, welches ich euch unbedingt vorstellen und ans Herz legen möchte. Musikalisch probiert sich die 23-Jährige aus und bietet ein Mix aus Soul, Pop und Rock. Die Arrangements versprechen einen poppigen Sound, der mit allerhand Indie-Rock-Noten durchsetzt ist. Lyrisch textet sie sich allerhand Dinge von der Seele, wie die Liebe, die Einflussnahme der Umgebung auf einen und die Verletzlichkeit des Menschen selbst. Stimmlich ist sie dabei immer mit einer gewissen Verruchtheit unterwegs und erinnert dabei in Ansätzen an Amy Winehouse oder Adele, ohne diese aber irgendwie imitieren zu wollen.

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