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Foto: Yannik Schumacher

Gegen die kalten Wintertage: First Aid Kit live in Hamburg (10.03.2018)

Passend zum langsam erwachenden Frühling und gegen plagende Winterdepressionen spielten First Aid Kit ein umjubeltes Konzert im Herzen Hamburgs. Schauplatz war die berüchtigte Große Freiheit 36, die zu Beginn des etwas früherer startenden Konzertabends erst halb gefüllt war. Während des Support-Gigs von Van William füllte sich der Club jedoch und bevor die beiden Schwester aus Schweden die Bühne betraten, war der Laden restlos gefüllt. Mit ihrem Folk-Pop, ganz viel Herz, Emotionen und einer tollen Show sorgten Johanna und Klara Söderberg für Glücksgefühle und begeisterte Zuschauer.

Van William

Zunächst betrat Folk-Pop Singer-Songwriter Van William mit zwei weiteren Bandmitgliedern die Bühne. Bereits auf seinem Song "Revolution" machte er mit First Aid Kit gemeinsame Sache, der im späteren Verlauf des Abends auch noch gespielt wurde. Auch seine restlichen Songs passten sehr gut zu dem Abend und ich war recht angetan von seinem Sound. Eine kleine Anekdote hat er auch noch erzählt: Mit seiner Vorgängerband Port O’Brien spielte er bereits 2009 in Hamburg, genauer gesagt im Molotow. Damalige Vorband: Die noch 15- und 18-Jährigen Schwestern von First Aid Kit!

Van William – Never Had Enough of You

First Aid Kit

Der Beat eines schlagenden Herzens schwang durch den Raum und das Konzert begann mit "Rebel Heart". Das Duo Söderberg wurde von einer dreiköpfigen Band unterstützt, die den Sound der beiden wunderbar ergänzte. Folk-Pop Romantik faltete sich dann spätestens bei "King of the World" aus und mit "Postcard" und "Stay Gold" wurden auch die letzten Herzen im Raum erobert.

Richtig intensiv und energetisch ging es vor allem danach zu. Von dem wunderbaren "The Lion’s Roar" ging man nahtlos in "You are the Probleme Here" über, gefolgt von einer kleinen Wutrede von Klara gegen die Täter sexueller Gewalt, welche allseits zustimmenden Applaus erntete. Das folgende "To Live A Life" trug die Gemüter wieder runter und es breitete sich wieder die romantische, friedvolle Atmosphäre vom Anfang aus. Auch heute Abend war diese besondere Schwestern-Harmonie zu spüren. Die beiden harmonierten stimmlich, als auch auf allen anderen Ebenen bestens miteinander und es war einfach ein Genuss ihnen zuzusehen und zuzuhören.

Bei "Emmylou" war das Publikum auch das erste Mal stimmlich so richtig anwesend, nachdem es anfänglich den Träumereien erlag. Der Hauptteil des Konzertes endete, wie die aktuellste Platte Ruins mit dem Song "Nothing Has to Be True". Gesanglich mal nicht im Einklang miteinander, sondern Strophe für Strophe hintereinander weg, bevor alle fünf auf der Bühne den Song im Crescendo enden ließen. Das war, wie schon auf der Platte, ganz groß!

First Aid Kit – It's a Shame (Video)

Der Zugaben-Teil bestand dann aus drei weiteren Highlights. Zunächst wurde "Hem Of Her Dress" akustisch zum Besten gegeben, bis sich die Zuschauer in euphorischen "La-da-da-da-da-da"-Chören in den Armen lagen. Danach durfte, wie anfangs erwähnt, Support-Act Van William auch nochmal auf die Bühne, um gemeinsamen seinen Song "Revolution" zu performen. Zum Abschluss noch der Song auf den alle gewartet haben: "My Silver Lining". Ein Song, der sich auch nach etlichen Malen des Hörens nicht abnutzt. Schöner kann so ein Konzertabend kaum enden!

Setlist: First Aid Kit live in der Großen Freiheit 36, Hamburg (10.03.2018)

  1. Rebel Heart
  2. It’s a Shame
  3. King of the World
  4. Postcard
  5. Stay Gold
  6. The Lion’s Roar
  7. You Are the Problem Here
  8. To Live a Life
  9. Ruins
  10. Wolf
  11. Master Pretender
  12. Fireworks
  13. Emmylou
  14. Nothing Has to Be True
    – Zugabe –
  15. Hem of Her Dress (akustisch)
  16. Revolution (Van William – performt mit Van William)
  17. My Silver Lining

Eine Playlist zur Setlist findet ihr bei Spotify!

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Veröffentlicht inKonzertberichteMusik

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